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Vertrieb & Verkauf allgemein

Event Sales Manager

Event Sales Manager verkaufen Veranstaltungsflächen und -leistungen: Tagungen, Kongresse, Firmenfeiern, Messestände oder Sponsoringpakete. Sie gewinnen Kunden, kalkulieren Angebote und begleiten den Auftrag bis zur Übergabe an die Durchführung.

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Gehalt

Was man als Event Sales Manager verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 3.100 € 3.600 € 37.200 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.900 € 4.700 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.200 € 5.200 € 6.800 € 62.400 €

Der feste Anteil liegt in diesem Beruf hoch, meist bei 85 bis 100 Prozent; Boni von einem bis zwei Monatsgehältern sind üblich, hängen aber an Haus- oder Teamzielen. Entscheidend sind Betriebsgröße und Segment: Kettenhotels und Kongresszentren zahlen deutlich über Privathäusern und kleinen Locations, in tarifgebundenen Betrieben gelten die Entgelttarifverträge des Hotel- und Gaststättengewerbes der jeweiligen Region, die am unteren Rand der Spannen liegen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Event Sales Manager?

Event Sales Manager verkaufen Veranstaltungen, bevor sie stattfinden. Der Gegenstand unterscheidet sich je nach Arbeitgeber: In Hotels und Kongresszentren geht es um Tagungsräume, Bankette und Rahmenprogramme samt Zimmerkontingenten, bei Messeveranstaltern um Ausstellungsflächen und Sponsoringpakete, bei Locations und Cateringbetrieben um komplette Veranstaltungspakete inklusive Technik, Personal und Speisenkonzept.

Der Alltag besteht aus Anfragen, die per Mail, Telefon oder über Buchungsplattformen eingehen, aus Angeboten, die auf Basis von Personentagen, Raumkapazitäten und Zusatzleistungen kalkuliert werden, und aus Besichtigungsterminen, bei denen Kunden die Räume sehen wollen. Dazu kommen Verhandlungen über Preise, Stornofristen und Mindestumsätze, die Pflege des Belegungskalenders, Rahmenvereinbarungen mit Firmenkunden und Agenturen sowie die Detailabstimmung kurz vor der Veranstaltung. Ein Teil der Rolle ist reine Bestandsbetreuung wiederkehrender Kunden, ein anderer aktive Neukundengewinnung über Kaltakquise, Messen und Branchennetzwerke. Meist arbeitet die Position ohne Personalverantwortung; in größeren Häusern führt ein Head of Sales oder Director of Sales ein Team.

Wie wird man Event Sales Manager?

Der häufigste Weg führt über eine Ausbildung im Hotelfach oder in der Veranstaltungsbranche, oft als Hotelfachfrau, Veranstaltungskauffrau oder Kaufmann für Büromanagement, mit anschließendem Wechsel in den Verkauf. Ebenso verbreitet sind Studiengänge in Tourismus-, Hotel- oder Eventmanagement sowie BWL mit Schwerpunkt Marketing. Ein formaler Abschluss ist selten Pflicht, Branchenkenntnis dagegen fast immer.

Quereinstieg gelingt regelmäßig aus der Gastronomie und dem Bankettservice: Wer weiß, wie ein Bankett organisatorisch funktioniert, kann es glaubwürdig verkaufen. Auch aus dem Vertriebsinnendienst anderer Branchen kommen Bewerber, müssen sich dann aber schnell in Kalkulation und Ablauflogik von Veranstaltungen einarbeiten. Englisch wird bei internationalen Kunden erwartet, in Kettenhotels ist es Voraussetzung.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit steht unter doppeltem Druck: Umsatzziele je Monat oder Quartal und gleichzeitig eine hohe Zahl paralleler Anfragen, von denen viele nicht zum Abschluss führen. Reaktionszeiten entscheiden über Aufträge, deshalb ist der Tag stark von eingehenden Anfragen getrieben und schlecht planbar. Besichtigungen, Netzwerkveranstaltungen und Veranstaltungsstarts liegen häufig am Abend oder am Wochenende, vor allem in Hotels und bei Locations mit Privatkundengeschäft.

Hinzu kommt die Abhängigkeit von der Konjunktur und von Saisonzyklen: Veranstaltungsbudgets werden früh gekürzt, Absagen kommen kurzfristig. Die Corona-Jahre haben gezeigt, wie schnell die Nachfrage in diesem Segment einbrechen kann. Wer die Detailarbeit an Verträgen, Stornoklauseln und Function Sheets nicht mag, wird in der Rolle unglücklich, denn Verkauf und Dokumentation liegen hier dicht beieinander. Die Fluktuation ist besonders in der Hotellerie hoch, auch wegen der Arbeitszeiten.

Aussichten

Die Nachfrage nach Präsenzveranstaltungen hat sich erholt, Tagungen und Firmenevents werden wieder in größerem Umfang gebucht, oft mit hybriden Elementen. Häuser mit gutem Vertrieb füllen ihre Kapazitäten deutlich besser als solche, die nur auf Portale setzen, entsprechend werden Verkaufsfunktionen gesucht.

Entwicklungswege führen zum Assistant Director of Sales, zum Head of Sales eines Hauses oder in die regionale Verkaufsleitung einer Hotelgruppe. Andere wechseln in den Key-Account-Vertrieb für Firmenkunden, zu Messeveranstaltern in den Flächen- und Sponsoringverkauf oder auf die Kundenseite ins Veranstaltungsmanagement größerer Unternehmen. Wer Kalkulation und Revenue-Themen beherrscht, kann in das Revenue Management wechseln.

Aufgaben

  • Anfragen für Tagungen, Feiern und Messeflächen bearbeiten und qualifizieren
  • Angebote kalkulieren und Verträge mit Stornofristen verhandeln
  • Besichtigungstermine und Probeessen mit Kunden durchführen
  • Neukunden über Akquise, Messen und Branchennetzwerke gewinnen
  • Rahmenvereinbarungen mit Firmenkunden und Eventagenturen abschließen
  • Belegungskalender und Kapazitäten mit dem Revenue Management abstimmen
  • Function Sheets erstellen und den Auftrag an Küche, Technik und Service übergeben
  • Umsatzzahlen, Forecast und Anfragequoten im CRM pflegen

Voraussetzungen

  • Ausbildung oder Studium mit Hotel-, Tourismus- oder Veranstaltungsbezug, alternativ belastbare Branchenerfahrung
  • Verständnis für Kalkulation, Kapazitäten und Veranstaltungsabläufe
  • Sicheres Auftreten in Verhandlungen und bei Besichtigungen
  • Gutes Englisch, bei internationalen Häusern verhandlungssicher
  • Bereitschaft zu Abend- und gelegentlicher Wochenendarbeit
  • Organisationsgenauigkeit bei vielen parallelen Vorgängen

Wo man arbeitet

  • Tagungs- und Stadthotels sowie Hotelketten
  • Kongress- und Messezentren
  • Eventlocations und Veranstaltungsstätten
  • Catering- und Bankettunternehmen
  • Messeveranstalter und Eventagenturen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige Ausbildung im Hotelfach oder als Veranstaltungskaufmann mit anschließendem Wechsel in den Verkauf, häufig über eine Position als Sales Coordinator. Alternativ führt ein drei- bis vierjähriges Bachelorstudium in Tourismus-, Hotel- oder Eventmanagement in die Rolle. Quereinsteiger aus Gastronomie und Bankettservice werden eingearbeitet, wenn Vertriebsaffinität erkennbar ist.

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Offene Stellen
67
Monatsbrutto
3.800 – 11.000 €

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