Immobilienmakler Vermietung
Immobilienmakler in der Vermietung bringen Wohnungen, Häuser und Gewerbeflächen mit passenden Mietern zusammen. Sie arbeiten im Auftrag von Eigentümern, Verwaltungen oder Wohnungsunternehmen, führen Besichtigungen durch und prüfen Bewerberunterlagen bis zum Mietvertrag.
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Was man als Immobilienmakler Vermietung verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.300 € | 2.800 € | 3.300 € | 33.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.500 € | 4.400 € | 42.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.700 € | 6.500 € | 56.400 € |
Bei Wohnungsunternehmen und Verwaltungen ist das Gehalt weitgehend fest, teils nach Tarifvertrag für die Wohnungswirtschaft, mit einem Bonusanteil von meist unter 15 Prozent. In Maklerbüros liegt der feste Anteil oft bei 60 bis 80 Prozent, bei freien Handelsvertretern nahe null - dort hängt das Einkommen vollständig von der Zahl abgeschlossener Mietverträge, der Marktlage im Gebiet und einem übergebenen Auftragsbestand ab. Die Gewerbevermietung liegt deutlich über der Wohnraumvermietung.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Immobilienmakler in der Vermietung?
Der Vermietungsmakler arbeitet im Auftrag der Eigentümerseite: private Vermieter, Hausverwaltungen, Wohnungsgesellschaften oder Bestandshalter. Er nimmt das Objekt auf, fotografiert es, schreibt das Exposé, setzt die Miete im Rahmen des Mietspiegels an und veröffentlicht das Angebot auf den Portalen. Danach beginnt der arbeitsintensive Teil: Anfragen sichten, Termine bündeln, Besichtigungen durchführen, Selbstauskünfte, Einkommensnachweise und Bonitätsauskünfte prüfen und dem Auftraggeber eine Auswahl vorlegen. Am Ende steht der Mietvertrag, die Übergabe mit Protokoll und Zählerständen und die Abrechnung der Provision.
Anders als im Verkauf ist die Rolle stark von Menge geprägt. Ein einzelner Vermietungsauftrag bringt deutlich weniger ein als eine Kaufvermittlung, dafür laufen mehrere Objekte parallel. In gefragten Städten kommen auf eine Wohnung dreistellige Anfragezahlen, die gefiltert werden müssen. In der Gewerbevermietung ist das Bild anders: weniger Objekte, längere Verhandlungen, Themen wie Flächenaufteilung, Ausbauzuschuss und Mietvertragslaufzeit stehen im Vordergrund. Neukundengewinnung heißt hier Akquise von Vermietungsaufträgen, meist bei Verwaltungen und Eigentümern, oft telefonisch und über Empfehlungen.
Wie wird man Immobilienmakler in der Vermietung?
Es gibt keinen geschützten Titel und keine Ausbildungspflicht. Wer selbstständig vermittelt, braucht die Gewerbeerlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung, dazu ein Führungszeugnis ohne einschlägige Einträge und den Nachweis geordneter Vermögensverhältnisse. Seit 2018 gilt eine Weiterbildungspflicht von 20 Stunden in drei Jahren. Der klassische Weg führt über die Ausbildung zum Immobilienkaufmann, oft ergänzt durch den Immobilienfachwirt. Viele kommen aber quer: aus dem Einzelhandel, aus der Gastronomie, aus dem Handwerk oder aus der Hausverwaltung. Angestellte Positionen bei Wohnungsunternehmen und großen Maklerhäusern sind der übliche Einstieg, weil dort Bestand und Anfragen vorhanden sind und niemand seine ersten Monate ohne Umsatz überbrücken muss.
Was der Beruf verlangt
Besichtigungen finden statt, wenn Interessenten Zeit haben: abends und am Samstag. Wer feste Bürozeiten braucht, wird damit nicht glücklich. Der Job ist Außendienst mit hohem Fahranteil im Stadtgebiet, dazu ein erheblicher Verwaltungsanteil am Schreibtisch. Belastend ist weniger der Zieldruck als die Menge an Kontakten und die Enttäuschung, die dazugehört: Für eine Wohnung gibt es einen Mieter und viele Absagen, und die Absagen landen beim Makler. Verlässlichkeit bei Fristen, Datenschutz und Formalien ist Pflicht, ebenso Kenntnis von Mietrecht, Bestellerprinzip und den Grenzen der Mietpreisbremse. Die Fluktuation in der Branche ist hoch, besonders bei rein provisionsbasierten Einstiegen.
Aussichten
Die Nachfrage nach Mietwohnungen in Ballungsräumen ist hoch und bleibt es voraussichtlich, was Vermietung zu einem stabileren Geschäft macht als den zinsabhängigen Verkauf. Digitale Bewerberportale und automatisierte Vorauswahl verändern die Arbeit, ersetzen aber Besichtigung und Übergabe nicht. Entwicklungswege führen in den Immobilienverkauf mit höheren Einzelprovisionen, in die Gewerbevermietung, in die Teamleitung einer Vermietungsabteilung oder in die Selbstständigkeit mit eigenem Objektbestand. Auch der Wechsel in Asset- oder Property-Management ist verbreitet.
Aufgaben
- Vermietungsaufträge bei Eigentümern und Verwaltungen akquirieren
- Objekte aufnehmen, fotografieren und Exposés erstellen
- Angebote auf Portalen einstellen und Anfragen vorqualifizieren
- Besichtigungen durchführen, auch abends und samstags
- Selbstauskünfte, Einkommens- und Bonitätsnachweise prüfen
- Mietpreis im Rahmen von Mietspiegel und Mietpreisbremse ansetzen
- Mietverträge vorbereiten und Übergabeprotokolle erstellen
- Provisionsabrechnung und Dokumentation pflegen
Voraussetzungen
- Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO bei selbstständiger Tätigkeit
- Grundkenntnisse im Mietrecht und im Bestellerprinzip
- Führerschein und Bereitschaft zu Terminen am Abend und am Wochenende
- Sicheres Auftreten gegenüber Eigentümern und Interessenten
- Organisationsvermögen bei vielen parallelen Objekten
- Sorgfalt bei Unterlagen, Fristen und Datenschutz
Wo man arbeitet
- Immobilienmaklerbüros und Maklerketten
- Hausverwaltungen
- kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen
- Bestandshalter und Projektentwickler
- Gewerbeimmobilienberatungen
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder ein kaufmännischer Abschluss mit anschließender Einarbeitung im Maklerbüro. Quereinsteiger starten häufig als angestellte Vermietungsberater und ergänzen berufsbegleitend eine IHK-Weiterbildung, etwa zum Immobilienfachwirt. Für die selbstständige Tätigkeit ist die Erlaubnis nach § 34c GewO erforderlich, dazu 20 Stunden Weiterbildung in drei Jahren.
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