Zum Inhalt springen
Vertrieb & Verkauf allgemein

Sachbearbeiter Vertrieb

Sachbearbeiter im Vertrieb bearbeiten Anfragen, Angebote und Aufträge im Innendienst und halten die Abwicklung zwischen Kunde, Lager und Buchhaltung am Laufen. Die Rolle arbeitet vom Schreibtisch aus, betreut überwiegend bestehende Kunden und führt nicht.

0 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sachbearbeiter Vertrieb verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.300 € 3.900 € 39.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 3.900 € 4.700 € 46.800 €

Das Gehalt ist überwiegend fest; variable Anteile liegen, wenn es sie gibt, meist nur bei fünf bis zehn Prozent und werden oft als Jahresprämie gezahlt. Entscheidend sind Branche und Tarifbindung: In Betrieben nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie oder der chemischen Industrie liegen die Werte deutlich über denen im tariffreien Handel, hinzu kommen regionale Unterschiede zwischen Süddeutschland und Ostdeutschland.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sachbearbeiter Vertrieb?

Die Arbeit beginnt meist mit dem Postfach: Anfragen, Bestellungen, Rückfragen zu Lieferterminen, Reklamationen. Aus einer Kundenanfrage wird ein Angebot, aus dem Angebot ein Auftrag, und dieser Auftrag muss im ERP-System korrekt angelegt, terminiert und bis zur Rechnung begleitet werden. Dazwischen liegt Abstimmung: mit dem Lager über Verfügbarkeiten, mit der Produktion über Liefertermine, mit dem Außendienst über Preise und Konditionen, mit der Buchhaltung über offene Posten.

Anders als der Vertriebsinnendienst im engeren Sinn verkauft die Sachbearbeitung selten aktiv. Sie beliefert Kunden, die bereits da sind, und sichert ab, dass Zusagen eingehalten werden. In vielen Betrieben verschwimmt die Grenze allerdings: Wer die Kunden ohnehin am Telefon hat, wird auch nach Ersatzteilen, Nachbestellungen oder Alternativartikeln gefragt und macht damit Umsatz. In kleineren Unternehmen umfasst die Stelle zusätzlich Stammdatenpflege, Exportpapiere, Zollanmeldungen oder die Vorbereitung von Preislisten.

Wie wird man Sachbearbeiter Vertrieb?

Der übliche Weg ist eine kaufmännische Ausbildung, meist Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann oder Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement. Diese Ausbildungen dauern drei Jahre und decken genau die Abläufe ab, die später den Arbeitstag füllen.

Die Stelle ist zugleich eine der offensten Türen für Quereinsteiger im Vertrieb. Wer aus dem Einzelhandel, aus der Gastronomie oder aus einem Handwerk kommt und Produktkenntnis mitbringt, wird häufig eingestellt und intern eingearbeitet. Technische Betriebe schätzen Bewerber, die verstehen, wovon der Kunde spricht, und nehmen dafür fehlende kaufmännische Formalqualifikation in Kauf. Wichtig sind Sicherheit im Umgang mit ERP-Systemen und Excel sowie sauberes Schreiben, da ein großer Teil der Kundenkommunikation schriftlich läuft.

Was der Beruf verlangt

Die Belastung ist weniger Zieldruck als Taktung. Es kommen viele kleine Vorgänge parallel, oft mit Terminzusagen, die von Dritten abhängen. Wer schlecht mit Unterbrechungen umgehen kann, empfindet die Arbeit als zerrissen. Fehler in Preisen, Mengen oder Lieferadressen fallen unmittelbar auf und kosten Geld, entsprechend zählt Genauigkeit mehr als Tempo.

Unangenehm sind die Gespräche, in denen etwas schiefgegangen ist: verspätete Lieferung, falsche Ware, Preisdifferenz. Die Sachbearbeitung ist die Stelle, an der sich der Kunde meldet, auch wenn die Ursache in Produktion oder Logistik liegt. Die Arbeitszeiten sind dafür planbar, meist Gleitzeit im Rahmen der Kundenerreichbarkeit, Wochenendarbeit ist unüblich. Teilweise Homeoffice ist inzwischen verbreitet, aber nicht überall, weil Papierprozesse und Lagernähe dagegen sprechen.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil, aber die Rolle verändert sich. Reine Auftragserfassung wird zunehmend automatisiert, über Kundenportale, EDI-Anbindungen und Schnittstellen. Was bleibt, sind die Fälle, die vom Standard abweichen, und die Kundenbeziehung. Wer sich darauf einstellt und Produkt- sowie Systemwissen aufbaut, hat eine sichere Position.

Entwicklungswege gibt es mehrere: in den aktiven Vertriebsinnendienst mit eigener Umsatzverantwortung, weiter in den Außendienst, oder in Richtung Auftragszentrum, Exportabwicklung, Key-Account-Support und Teamleitung. Fortbildungen zum Fachwirt oder Betriebswirt sind dafür der klassische Hebel. Der Wechsel in den Außendienst ist besonders häufig, weil dort deutlich mehr verdient wird.

Aufgaben

  • Kundenanfragen telefonisch und schriftlich beantworten
  • Angebote erstellen und nachverfolgen
  • Aufträge im ERP-System anlegen und Liefertermine bestätigen
  • Verfügbarkeiten mit Lager, Einkauf und Produktion abstimmen
  • Reklamationen aufnehmen und Gutschriften veranlassen
  • Stamm- und Preisdaten pflegen, Rechnungen prüfen
  • Außendienst mit Auswertungen und Unterlagen unterstützen
  • Versand- und Exportdokumente vorbereiten

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung oder vergleichbare Praxis, Quereinstieg möglich
  • Sicherer Umgang mit ERP-Systemen, Excel und Outlook
  • Gutes schriftliches Deutsch, oft Englisch für Auslandskunden
  • Sorgfalt bei Zahlen, Mengen und Konditionen
  • Belastbarkeit bei vielen parallelen Vorgängen und Unterbrechungen
  • Freundlichkeit auch in Beschwerdegesprächen

Wo man arbeitet

  • Industrie- und Produktionsbetriebe
  • Groß- und Außenhandelsunternehmen
  • Handwerks- und Baustoffbetriebe mit eigenem Vertrieb
  • Handelsvertretungen und Importeure
  • Dienstleistungsunternehmen mit Vertragskunden

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Industriekaufmann, Kaufmann für Büromanagement oder Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement, jeweils mit IHK-Abschluss. Alternativ steigen Bewerber mit Branchen- oder Produkterfahrung direkt ein und werden intern eingearbeitet. Aufbauend qualifizieren Lehrgänge zum Fachwirt oder Betriebswirt für anspruchsvollere Aufgaben.

Offene Stellen als Sachbearbeiter Vertrieb

In der Suche fortsetzen

Zu diesem Beruf steht gerade keine Anzeige im Bestand. Der Bestand wird täglich abgeglichen; die Suche zeigt auch verwandte Bezeichnungen.

Vertrieb.digital verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz