Zum Inhalt springen
Einzelhandel & Filiale

Verkäufer Baustoffe

Verkäufer Baustoffe beraten Handwerker, Bauunternehmen und private Bauherren an der Theke oder im Ausstellungsraum des Baustoffhandels, kalkulieren Angebote und wickeln Aufträge ab. Der Beruf arbeitet überwiegend nach innen und betreut vor allem bestehende Stammkunden.

2 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Verkäufer Baustoffe verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.700 € 3.100 € 32.400 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.300 € 3.900 € 39.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 4.000 € 5.000 € 48.000 €

Der Baustoffhandel zahlt meist nach dem Tarifvertrag für den Groß- und Außenhandel des jeweiligen Bundeslandes, Baumärkte nach dem Tarifvertrag Einzelhandel; tarifgebundene Häuser liegen am unteren bis mittleren Rand, größere Handelsgruppen und Spezialsegmente darüber. Der feste Anteil beträgt in der Regel 90 Prozent und mehr, variable Bestandteile sind meist Filial- oder Jahresprämien im Bereich einiger hundert Euro monatlich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Verkäufer Baustoffe?

Die Arbeit spielt sich an der Verkaufstheke eines Baustoff-Fachhandels, im Ausstellungsraum für Fliesen, Türen oder Pflaster oder im Profi-Bereich eines Baumarkts ab. Kunden sind zu einem großen Teil Handwerksbetriebe: Maurer, Trockenbauer, Dachdecker, Garten- und Landschaftsbauer. Sie kommen morgens früh, oft in Eile, und erwarten, dass jemand weiß, welcher Kleber zu welcher Platte passt, wie viele Steine auf eine Palette gehen und ob die Ware bis Mittwoch auf der Baustelle ist. Dazu kommen private Bauherren und Renovierer, die mehr Zeit und mehr Erklärung brauchen.

Der Tag besteht aus Beratung, Kalkulation und Abwicklung. Mengen werden aus Plänen, Aufmaßen oder Materiallisten ermittelt, Preise aus Konditionslisten und Lieferantenrahmen gezogen, Angebote geschrieben und nachgefasst. Verkäufer Baustoffe klären Liefertermine mit dem Lager und der Spedition, disponieren Kranfahrzeuge, bearbeiten Reklamationen über Bruch oder Falschlieferungen und pflegen Kundendaten und Preise im Warenwirtschaftssystem. Neukundengewinnung gehört nur am Rand dazu, die Betreuung des Bestands steht im Mittelpunkt. Der Außendienst des Hauses ist häufig ein enger Partner: Er bringt die Anfrage, der Innendienst rechnet und liefert.

Wie wird man Verkäufer Baustoffe?

Der klassische Weg ist eine dreijährige Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement oder zum Kaufmann im Einzelhandel, jeweils in einem Baustoffhandel oder Baumarkt. Ebenso verbreitet ist der Quereinstieg aus dem Bauhandwerk: Wer als Maurer, Zimmerer, Fliesen- oder Trockenbauleger gearbeitet hat, bringt genau das Produktwissen mit, das im Verkauf zählt, und lernt die kaufmännische Seite im Betrieb. Auch Lagermitarbeiter wechseln häufig nach vorn an die Theke. Wichtig ist in beiden Fällen die Bereitschaft, sich in Sortimente mit mehreren zehntausend Artikeln einzuarbeiten. Hersteller und Fachverbände bieten Produktschulungen, etwa zu Dämmsystemen, WU-Beton oder Entwässerung.

Was der Beruf verlangt

Der Tag beginnt früh, oft um sechs oder halb sieben, weil Handwerker vor der Baustelle einkaufen. Zwischen sieben und neun Uhr ist die Theke voll, Telefon und Kundenschlange laufen parallel. Samstagsdienst ist im Baumarkt und in vielen Fachhandlungen üblich, wenn auch im Wechsel. Die Saison ist ungleich verteilt: Von Frühjahr bis Herbst herrscht Hochbetrieb, im Winter wird es ruhig, was Urlaubsplanung erleichtert, aber auch Kurzarbeit möglich macht.

Rechenfehler kosten Geld, weil bei Schüttgütern und Paletten schnell vierstellige Beträge entstehen. Der Ton der Kundschaft ist direkt, Reklamationen werden selten freundlich vorgetragen. Körperlich ist die Arbeit nicht schwer, aber selten sitzend: Mustergänge, Freilager, Ausstellung. Umsatz- und Margenziele gibt es, sie werden in der Regel auf die Filiale oder das Team bezogen und weniger scharf gesteuert als im Außendienst.

Aussichten

Der Baustoffhandel sucht anhaltend Personal, weil Produktwissen und Kundenbindung schwer zu ersetzen sind und viele erfahrene Kräfte in den Ruhestand gehen. Konjunkturell hängt die Branche am Wohnungs- und Tiefbau, in schwachen Baujahren wird beim Personal gebremst. Entwicklungswege führen zur Sortimentsverantwortung, zur Leitung einer Abteilung oder Niederlassung, in den Außendienst oder in den Einkauf. Wer in ein Spezialsegment wie Dachbaustoffe, Bewehrung oder Sanitär und Fliesen wechselt, verhandelt in der Regel besser.

Aufgaben

  • Handwerker und private Bauherren an Theke und in der Ausstellung beraten
  • Materialmengen aus Plänen, Aufmaßen und Materiallisten ermitteln
  • Angebote kalkulieren, schreiben und telefonisch nachfassen
  • Aufträge erfassen, Liefertermine mit Lager und Fuhrpark abstimmen
  • Reklamationen zu Bruch, Fehlmengen und Falschlieferungen bearbeiten
  • Preise, Kundenkonditionen und Artikeldaten im Warenwirtschaftssystem pflegen
  • Stammkunden binden und Zusatzbedarf im Gespräch erkennen
  • Ausstellungsflächen und Musterbereiche aktuell halten

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung im Handel oder Berufserfahrung im Bauhandwerk
  • Sicheres Rechnen mit Mengen, Flächen, Volumen und Umrechnungsfaktoren
  • Kenntnis gängiger Baustoffsortimente oder die Bereitschaft, sie sich anzueignen
  • Belastbarkeit im Kundenandrang der Morgenstunden
  • Bereitschaft zu Frühdienst und Samstagsarbeit im Wechsel
  • Führerschein Klasse B, teils Staplerschein

Wo man arbeitet

  • Baustoff-Fachhandel und Niederlassungen von Handelsgruppen
  • Profi-Bereich und Baustoffabteilung von Baumärkten
  • Fliesen-, Sanitär- und Türenausstellungen
  • Dachbaustoff- und Tiefbauhandel
  • Werksniederlassungen von Baustoffherstellern

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement oder im Einzelhandel bei einem Baustoffhändler, abgeschlossen mit IHK-Prüfung. Häufig ebenso anerkannt ist der Quereinstieg aus einem Bauberuf mit Einarbeitung an der Theke über sechs bis zwölf Monate. Weiterführend möglich sind Handelsfachwirt oder geprüfter Fachberater mit Herstellerzertifikaten.

Offene Stellen als Verkäufer Baustoffe

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Verkäufer Baumarkt

Verkäufer im Baumarkt beraten Kunden zu Werkzeug, Baustoffen, Farben, Sanitär oder Garten, verkaufen aktiv im Markt und halten die Warenpräsentation in Ordnung. Die Arbeit findet ausschließlich in der Filiale statt, im direkten Kontakt mit Laufkundschaft und Handwerkern.

Offene Stellen
0
Monatsbrutto
2.150 – 4.200 €

Vertrieb.digital verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz