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Einzelhandel & Filiale

Verkäufer Drogerie

Verkäufer in der Drogerie beraten Kunden zu Pflege-, Kosmetik- und Gesundheitsprodukten, kassieren und halten die Ware in der Filiale vollständig und ordentlich. Die Arbeit findet auf der Fläche statt, im direkten Kontakt mit Laufkundschaft.

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Gehalt

Was man als Verkäufer Drogerie verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.300 € 2.550 € 27.600 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.650 € 2.900 € 31.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 3.000 € 3.500 € 36.000 €

Maßgeblich sind die Tarifverträge für den Einzelhandel der jeweiligen Bundesländer; große Drogerieketten zahlen teils übertariflich, kleinere Betriebe ohne Tarifbindung darunter. Das Einkommen ist praktisch vollständig fest, Provision spielt keine Rolle, hinzu kommen je nach Haus Zuschläge für Spätdienste sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld; viele Stellen sind Teilzeit, wodurch das tatsächliche Entgelt entsprechend niedriger ausfällt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Verkäufer in der Drogerie?

Der Arbeitstag beginnt meist vor der Öffnung mit dem Auspacken der Anlieferung. Kartons werden geöffnet, Ware wird in die Regale gebracht, Preisschilder und Aktionsflächen werden angepasst. Danach verlagert sich die Arbeit auf die Fläche: Kunden fragen nach einer Creme für empfindliche Haut, nach einem Nahrungsergänzungsmittel, nach dem Unterschied zwischen zwei Sonnenschutzprodukten. Verkäufer in der Drogerie beraten dazu, verweisen bei Gesundheitsfragen auf die Grenzen der eigenen Auskunft und verkaufen ergänzende Artikel, wenn es passt.

Die Rolle arbeitet nach außen zum Kunden, gewinnt aber keine Kunden im klassischen Sinn, sondern bedient Laufkundschaft. Ein wachsender Teil der Aufgaben liegt hinter dem Verkauf: Kasse, Bestandskontrolle, Retouren, Nachbestellung, Reinigung, Kundenkartenprogramme, Abholung von Online-Bestellungen. In vielen Filialen kommen Fotoservice, Parfümerieberatung oder Warenschwerpunkte wie Babyartikel und Tierbedarf hinzu. Wer sich einarbeitet, übernimmt oft die Verantwortung für eine Warengruppe.

Wie wird man Verkäufer in der Drogerie?

Der klassische Weg ist die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer, häufig anschließend das dritte Jahr zum Kaufmann im Einzelhandel. Voraussetzung ist in der Regel ein Hauptschul- oder Realschulabschluss. Der Quereinstieg ist verbreitet und wird von den großen Drogerieketten offen ausgeschrieben, gerade für Menschen aus Gastronomie, Pflege oder anderen Handelsbereichen. Wer über Kosmetik oder Pflege Vorwissen mitbringt, etwa aus einer Ausbildung als Kosmetiker oder Friseur, hat es in der Beratung leichter. Interne Schulungen der Hersteller zu Pflegeserien, Naturkosmetik oder dekorativer Kosmetik ergänzen die Einarbeitung.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist körperlich. Stehen über viele Stunden, Kartons heben, Regale bestücken, Paletten bewegen. Die Arbeitszeiten liegen in Schichten innerhalb der Öffnungszeiten, samstags gehört dazu, in Innenstadt- und Bahnhofslagen auch späte Abende. In der Vorweihnachtszeit und bei Aktionswochen steigt die Belastung deutlich.

Die Personaldecke ist in vielen Filialen knapp. Das bedeutet, dass Beratung, Kasse und Warenpflege parallel laufen und Wartezeiten an der Kasse zu Reibung mit Kunden führen. Unfreundliche Kundschaft, Diebstahl und Reklamationen gehören zum Alltag. Umsatz- und Kundenkartenziele werden je nach Kette pro Filiale ausgewertet, der Druck ist dabei geringer als im Außendienst, aber vorhanden. Die Fluktuation im Einzelhandel ist hoch, viele Stellen sind Teilzeit.

Aussichten

Drogeriemärkte suchen dauerhaft Personal, der Einstieg ist auch ohne Ausbildung möglich. Die Nachfrage ist stabil, weil die Warengruppen kaum vom Onlinehandel verdrängt wurden und das Filialnetz weiter wächst. Wer bleibt, kann sich zum stellvertretenden Filialleiter und zur Filialleitung entwickeln; darüber liegen Bezirks- und Gebietsleitung mit Verantwortung für mehrere Standorte. Alternativ führt der Weg über eine Spezialisierung in Parfümerie oder Kosmetikberatung, über die Weiterbildung zum Handelsfachwirt oder in den Außendienst eines Herstellers, wo Filialerfahrung geschätzt wird.

Aufgaben

  • Kunden zu Pflege-, Kosmetik- und Gesundheitsprodukten beraten
  • Ware annehmen, auspacken und in die Regale einsortieren
  • Kasse bedienen und Kassenabrechnung mitverantworten
  • Aktionsflächen und Zweitplatzierungen aufbauen
  • Bestände prüfen, Nachbestellungen anstoßen, Retouren bearbeiten
  • Reklamationen und Umtausch abwickeln
  • Kundenkarten und Serviceangebote aktiv ansprechen
  • Verkaufsfläche sauber und ordentlich halten

Voraussetzungen

  • Ausbildung im Einzelhandel oder Bereitschaft zum Quereinstieg mit Einarbeitung
  • Freundliches Auftreten und Geduld im Kundenkontakt
  • Körperliche Belastbarkeit: langes Stehen, Heben von Kartons
  • Bereitschaft zu Schichtdienst und Samstagsarbeit
  • Grundrechnen und Sorgfalt bei Kasse und Beständen
  • Interesse an Pflege-, Kosmetik- und Gesundheitsprodukten
  • Gute Deutschkenntnisse für die Beratung

Wo man arbeitet

  • Filialen von Drogerieketten
  • Parfümerien
  • Drogerieabteilungen in Verbrauchermärkten und Kaufhäusern
  • Reformhäuser und Naturkosmetikgeschäfte

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die zweijährige duale Ausbildung zum Verkäufer mit Schwerpunkt im Drogeriebereich, die mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer endet. Häufig wird ein drittes Jahr angeschlossen, das zum Abschluss als Kaufmann im Einzelhandel führt. Ein Quereinstieg ohne Ausbildung ist bei den großen Ketten möglich, die Einarbeitung erfolgt dann in der Filiale und über Herstellerschulungen.

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