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Einzelhandel & Filiale

Verkäufer Garten

Verkäufer im Gartenbereich beraten Kunden in Gartencentern, Baumärkten und Gartenfachmärkten zu Pflanzen, Erde, Werkzeug und Bewässerung. Die Arbeit findet auf der Fläche statt, im Verkaufsraum wie im Freiverkauf, und folgt stark den Jahreszeiten.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Verkäufer Garten verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.450 € 2.750 € 29.400 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.400 € 4.200 € 40.800 €

In tarifgebundenen Häusern gilt der Tarifvertrag für den Einzelhandel des jeweiligen Bundeslandes, der Verkäufer nach Berufsjahren staffelt; die Spanne ist dort eng. Frei zahlende Gartencenter liegen häufig darunter, das Gehalt besteht fast vollständig aus Festgehalt, Provision ist unüblich und beschränkt sich meist auf kleine Prämien auf Abteilungsumsatz oder Verkauf von Serviceverträgen. Die höheren Werte setzen Warengruppen- oder Abteilungsverantwortung voraus.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Verkäufer Garten?

Der Beruf verbindet Warenkenntnis mit Beratung im direkten Kundenkontakt. Wer im Gartenbereich verkauft, erklärt den Unterschied zwischen Rasendünger und Herbstdünger, sucht zur schattigen Nordseite passende Stauden aus, empfiehlt eine Motorsense in der richtigen Leistungsklasse und rechnet aus, wie viele Säcke Rindenmulch für 30 Quadratmeter gebraucht werden. Anders als im Außendienst geht es nicht darum, Kunden zu gewinnen, sondern die zu bedienen, die in den Markt kommen. Verkauft wird im Gespräch an der Ware.

Dazu kommt die Fläche selbst. Pflanzen müssen gegossen, sortiert, zurückgeschnitten und ausgeräumt werden, wenn sie unverkäuflich geworden sind. Paletten mit Erde und Pflastersteinen werden angenommen, ausgepreist und aufgebaut. Saisonaufbauten wechseln mehrmals im Jahr: Frühjahrsblüher, Beet- und Balkonpflanzen, Grillsortiment, Herbstbepflanzung, Weihnachtsartikel. Bestellungen für Nachschub laufen je nach Haus über den Verkäufer selbst oder über die Abteilungsleitung.

Wie wird man Verkäufer Garten?

Der klassische Weg ist die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer oder die dreijährige zum Kaufmann im Einzelhandel, jeweils in einem Gartencenter oder Baumarkt. Wer aus dem Gartenbau kommt, etwa als Gärtner der Fachrichtung Zierpflanzenbau oder Garten- und Landschaftsbau, bringt die Pflanzenkenntnis mit und lernt das Verkaufen im Betrieb dazu. Quereinstieg ist verbreitet und wird von vielen Häusern ausdrücklich gesucht, besonders für die Saison. Aus Handwerk, Gastronomie oder Logistik gelingt der Wechsel, wenn Interesse an Pflanzen und Technik vorhanden ist; die Sortimentskenntnis baut sich über Herstellerschulungen und Erfahrung auf. Für die Beratung zu Pflanzenschutzmitteln ist ein Sachkundenachweis nach Pflanzenschutzgesetz erforderlich, den der Arbeitgeber üblicherweise ermöglicht.

Was der Beruf verlangt

Die Saison bestimmt den Takt. Von März bis Juni ist die Belastung hoch, Urlaub in dieser Zeit praktisch ausgeschlossen, Samstage sind Regelarbeitstage und oft die umsatzstärksten. Im Winter wird das Personal in manchen Häusern reduziert, befristete Saisonverträge sind nicht selten. Die Arbeit ist körperlich: stehen und gehen den ganzen Tag, Säcke und Pflanzcontainer heben, im Freiverkauf bei Kälte, Regen und Hitze. Wer Rückenprobleme hat oder auf Pollen stark reagiert, sollte das ehrlich prüfen.

Der Beratungsanspruch der Kunden ist hoch, das Wissen dazu umfangreich und ständig in Bewegung. Gleichzeitig steht die Fläche unter Umsatz- und Abschriftendruck, verdorbene Pflanzen kosten Geld. Freundlichkeit auch am achten Samstag hintereinander gehört zur Leistung.

Aussichten

Gartencenter und Baumarktketten suchen dauerhaft Personal, gerade solches mit echter Pflanzenkenntnis, weil diese im Handel knapp geworden ist. Wer bleibt, übernimmt Warengruppenverantwortung, wird stellvertretender Abteilungsleiter, später Abteilungs- oder Marktleiter. Ein Wechsel in den Fachhandel für Gartentechnik, in den Innendienst eines Herstellers oder in den Außendienst als Gebietsverkäufer für Pflanzen, Erden oder Motorgeräte ist ein üblicher Weg, wenn der Kundenkontakt bleiben, die Schichtarbeit aber wegfallen soll.

Aufgaben

  • Kunden zu Pflanzen, Erden, Düngern und Gartentechnik beraten
  • Bedarfsmengen berechnen und passende Produkte zusammenstellen
  • Pflanzen pflegen, gießen, zurückschneiden und Ausschuss aussortieren
  • Warenlieferungen annehmen, auspreisen und in die Fläche bringen
  • Saisonaufbauten und Aktionsflächen gestalten
  • Nachschub bestellen und Bestände kontrollieren
  • Kasse bedienen und Reklamationen bearbeiten
  • Motorgeräte vorführen und Serviceanfragen aufnehmen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung im Einzelhandel oder Gartenbau, alternativ belastbare Praxiserfahrung
  • Kenntnisse zu Pflanzen, Böden und Gartentechnik oder die Bereitschaft, sie schnell aufzubauen
  • Sachkundenachweis Pflanzenschutz für die Beratung zu entsprechenden Mitteln
  • Körperliche Belastbarkeit für Heben, Stehen und Arbeit im Freien
  • Bereitschaft zu Samstagsarbeit und hoher Auslastung in der Frühjahrssaison
  • Freundliches, geduldiges Auftreten im Kundengespräch

Wo man arbeitet

  • Gartencenter
  • Baumärkte mit Gartenabteilung
  • Gartenfachmärkte und Pflanzenmärkte
  • Baumschulen mit Endkundenverkauf
  • Raiffeisen- und Agrarmärkte

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer oder die dreijährige zum Kaufmann im Einzelhandel im dualen System, absolviert in einem Gartencenter oder Baumarkt. Wer eine gärtnerische Ausbildung mitbringt, steigt oft direkt in die Beratung ein. Quereinsteiger beginnen häufig als Saisonkraft und werden bei Eignung übernommen.

Offene Stellen als Verkäufer Garten

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Verkäufer im Baumarkt beraten Kunden zu Werkzeug, Baustoffen, Farben, Sanitär oder Garten, verkaufen aktiv im Markt und halten die Warenpräsentation in Ordnung. Die Arbeit findet ausschließlich in der Filiale statt, im direkten Kontakt mit Laufkundschaft und Handwerkern.

Offene Stellen
0
Monatsbrutto
2.150 – 4.200 €

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