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Vertriebsinnendienst

Vertriebsassistenz im Autohaus

Die Vertriebsassistenz im Autohaus arbeitet im Innendienst und hält den Verkäufern den Rücken frei: Fahrzeugbestellungen, Zulassungen, Förderanträge, Auslieferungstermine und Kundenkorrespondenz laufen hier zusammen. Eigener Verkauf gehört meist nicht dazu, wohl aber der ständige Kundenkontakt am Telefon und im Showroom.

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Gehalt

Was man als Vertriebsassistenz im Autohaus verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.500 € 2.900 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 3.000 € 3.500 € 36.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.000 € 3.500 € 4.200 € 42.000 €

Das Einkommen ist zu etwa 90 Prozent fest; variable Anteile hängen meist am Ergebnis des gesamten Verkaufsteams und liegen selten über einem Monatsgehalt im Jahr. Tarifgebundene Betriebe zahlen nach den Tarifverträgen des Kfz-Gewerbes des jeweiligen Bundeslandes, die Unterschiede zwischen Nord und Süd sind spürbar; große Autohausgruppen und Herstellerniederlassungen zahlen in der Regel besser als kleine freie Händler.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Vertriebsassistenz im Autohaus?

Die Vertriebsassistenz ist die organisatorische Schaltstelle zwischen Verkäufern, Herstellern, Kunden und Werkstatt. Sie erfasst Fahrzeugaufträge im Händlersystem, bestellt Neuwagen beim Werk, überwacht Liefertermine und meldet Verzögerungen an die Verkäufer, damit diese ihre Kunden informieren können. Sie bereitet Kaufverträge, Leasing- und Finanzierungsunterlagen vor, prüft die Vollständigkeit der Kundendaten und leitet Anträge an die Bank des Herstellers weiter.

Ein großer Teil der Arbeit betrifft Zulassung und Auslieferung: Papiere anfordern, Zulassungsdienst beauftragen, Kennzeichen, Überführungskosten und Sonderausstattungen abrechnen, den Auslieferungstermin mit Aufbereitung und Werkstatt abstimmen. Dazu kommen Förderanträge, Gebrauchtwagenbewertungen in den gängigen Börsen, Inserate mit Bildern und Fahrzeugbeschreibungen, die Pflege der Fahrzeugbestandsliste und die Abrechnung von Herstellerprämien. Bei Kunden meldet sich die Assistenz zu Rückfragen, Terminbestätigungen und Nachfassaktionen; einfache Anfragen beantwortet sie selbst und qualifiziert sie für den Verkauf vor. Der Beruf betreut also Bestandsvorgänge und unterstützt die Neukundengewinnung, führt aber in der Regel nicht.

Wie wird man Vertriebsassistenz im Autohaus?

Der übliche Weg ist die dreijährige Ausbildung zum Automobilkaufmann oder zur Automobilkauffrau, die genau auf diese Aufgaben zugeschnitten ist. Ebenso häufig kommen Kaufleute für Büromanagement, Groß- und Außenhandelskaufleute oder Industriekaufleute in die Rolle. Quereinstieg ist verbreitet und realistisch: Wer aus dem Einzelhandel, aus der Hotellerie oder aus einer Werkstattverwaltung kommt und sicher am Telefon und am Rechner arbeitet, wird eingelernt. Kenntnisse der Händlersoftware, etwa der jeweiligen Herstellersysteme, werden im Betrieb vermittelt. Wichtiger als das Zeugnis ist Genauigkeit bei Papieren und die Fähigkeit, mehrere Vorgänge parallel im Blick zu behalten.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist kleinteilig und unterbrochen. Verkäufer kommen mit dringenden Anliegen zwischen Kundengesprächen, das Telefon klingelt, parallel läuft eine Zulassungsfrist ab. Fehler in Fahrzeugdaten, Zulassungspapieren oder Förderanträgen fallen auf den Kunden zurück und kosten Zeit und Geld, weshalb Sorgfalt unter Zeitdruck die Kernanforderung ist. Zum Monats- und Quartalsende häufen sich die Zulassungen, weil Verkäufer ihre Ziele erreichen müssen; diese Tage sind lang.

Die Arbeitszeiten orientieren sich an den Öffnungszeiten des Autohauses. Samstagsdienste sind je nach Betrieb üblich, oft im Wechsel. Enttäuschte Kunden mit verspäteten Fahrzeugen landen häufig zuerst bei der Assistenz, ohne dass sie an der Lieferzeit etwas ändern kann. Wer eigene Abschlüsse und Provision sucht, ist hier falsch: Das Einkommen ist überwiegend fest, die Anerkennung indirekt.

Aussichten

Autohäuser suchen kaufmännisch geschulte Kräfte durchgehend, weil Verwaltungsaufwand pro Fahrzeug durch Förderprogramme, Leasingmodelle und Agenturvertrieb eher zugenommen hat. Die Stellen sind über die gesamte Fläche verteilt, auch außerhalb der Ballungsräume. Entwicklungswege führen in den aktiven Verkauf von Gebraucht- oder Neuwagen, in die Disposition und Fahrzeuglogistik, in das Finanzierungs- und Versicherungsgeschäft oder über den geprüften Automobilverkäufer und den Betriebswirt des Kfz-Gewerbes in Leitungsfunktionen. Die Verlagerung zum Agenturmodell einzelner Hersteller verändert Zuständigkeiten, lässt den Bedarf an Auftragsabwicklung aber bestehen.

Aufgaben

  • Fahrzeugaufträge erfassen und Neuwagen beim Hersteller bestellen
  • Liefertermine überwachen und Verzögerungen an Verkäufer und Kunden melden
  • Kaufverträge, Leasing- und Finanzierungsunterlagen vorbereiten
  • Zulassungen, Überführungen und Auslieferungstermine organisieren
  • Förderanträge und Herstellerprämien beantragen und abrechnen
  • Gebrauchtwagen in Online-Börsen inserieren und Bestandslisten pflegen
  • Kundenanfragen am Telefon annehmen und für den Verkauf qualifizieren
  • Provisionsabrechnungen und Verkaufsstatistiken für die Verkaufsleitung erstellen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, bevorzugt als Automobilkaufmann oder Automobilkauffrau
  • Sicherer Umgang mit Warenwirtschafts- und Händlersystemen sowie Excel
  • Sorgfalt bei Fahrzeugdaten, Fristen und Zulassungspapieren
  • Freundliches, belastbares Auftreten am Telefon und im Showroom
  • Organisationsvermögen bei mehreren parallelen Vorgängen
  • Bereitschaft zu Samstagsdiensten im Wechsel
  • Führerschein Klasse B, häufig für Überführungsfahrten

Wo man arbeitet

  • Markengebundene Autohäuser
  • Freie Autohändler und Gebrauchtwagenzentren
  • Nutzfahrzeug- und Landmaschinenhändler
  • Autohausgruppen mit zentraler Verwaltung
  • Herstellereigene Niederlassungen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Automobilkaufmann oder zur Automobilkauffrau mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer. Alternativ führen andere kaufmännische Ausbildungen oder ein Quereinstieg mit Büro- und Verkaufserfahrung in die Rolle, wobei die Händlersoftware im Betrieb angelernt wird. Weiterbildungen zum geprüften Automobilverkäufer oder zum Betriebswirt des Kfz-Gewerbes eröffnen den Weg in Verkauf und Leitung.

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Automobilverkäufer

Automobilverkäufer beraten Privat- und Geschäftskunden im Autohaus beim Kauf von Neu- und Gebrauchtwagen, kalkulieren Finanzierung und Eintauschfahrzeug und schließen den Kaufvertrag ab. Das Einkommen hängt stark von der verkauften Menge ab.

Offene Stellen
13
Monatsbrutto
2.200 – 7.500 €

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