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Vertrieb & Verkauf allgemein

Vertriebsmitarbeiter Feuerlöscher

Vertriebsmitarbeiter für Feuerlöscher verkaufen Brandschutzausrüstung und die dazugehörigen Prüf- und Wartungsverträge an Gewerbekunden, Hausverwaltungen und öffentliche Einrichtungen. Die Arbeit findet überwiegend im Außendienst statt, mit einem hohen Anteil an Neukundengewinnung.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Vertriebsmitarbeiter Feuerlöscher verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.700 € 3.300 € 32.400 €
Mit Berufserfahrung 2.800 € 3.500 € 4.500 € 42.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.400 € 6.000 € 52.800 €

Die Werte gelten für übliche, nicht für volle Zielerreichung. Bei Festanstellung liegt der fixe Anteil meist zwischen 60 und 80 Prozent, ein Tarifvertrag greift in der Regel nicht. Ein erheblicher Teil der Stellen wird als Handelsvertretung ohne Grundgehalt ausgeschrieben, dort besteht das Einkommen vollständig aus Provision und schwankt entsprechend stark; entscheidend sind dann Gebietsqualität und die Übernahme eines bestehenden Wartungskundenstamms.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Vertriebsmitarbeiter Feuerlöscher?

Verkauft werden nicht nur Geräte, sondern vor allem wiederkehrende Leistungen: Feuerlöscher, Wandhydranten, Brandschutzzeichen, Rauchwarnmelder sowie die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung alle zwei Jahre. Der typische Kunde ist ein Gewerbebetrieb, eine Arztpraxis, eine Hausverwaltung, eine Schule oder ein Handwerksbetrieb. Der Arbeitstag besteht aus Terminen im zugewiesenen Gebiet, oft mit einem hohen Anteil an Direktansprache vor Ort oder telefonischer Terminvereinbarung. Vor Ort wird der Bestand aufgenommen, der Bedarf nach Größe und Nutzung des Objekts eingeschätzt, ein Angebot erstellt und häufig direkt abgeschlossen. Viele Anbieter kombinieren Verkauf und Service: Der Mitarbeiter tauscht Geräte aus, bringt Prüfplaketten an und dokumentiert. Wer bei einem größeren Brandschutzunternehmen arbeitet, betreut zusätzlich Bestandskunden über Wartungsverträge und verhandelt Rahmenvereinbarungen mit Filialisten oder Kommunen.

Wie wird man Vertriebsmitarbeiter Feuerlöscher?

Es gibt keine eigene Ausbildung. Der Zugang läuft überwiegend über den Quereinstieg, und die Branche ist dafür offen: Handwerker, Gastronomen, ehemalige Einzelhandelsverkäufer und Menschen aus dem Direktvertrieb finden hier Stellen, oft ohne einschlägige Vorerfahrung. Kaufmännische Ausbildungen wie Kaufmann im Groß- und Außenhandel oder Industriekaufmann sind gern gesehen, ebenso eine technische Ausbildung. Das Fachwissen kommt aus Herstellerschulungen. Wer selbst prüfen soll, braucht eine Schulung als befähigte Person für Feuerlöscher nach DIN 14406-4, üblicherweise wenige Tage beim Hersteller oder einem Verband. Der Führerschein Klasse B ist Grundvoraussetzung, weil Geräte transportiert werden.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist zahlengetrieben. Vorgaben zu Terminen pro Tag, Abschlussquoten und Umsatz sind üblich, und ein erheblicher Teil der Stellen ist auf Provisionsbasis ausgeschrieben, teils als Handelsvertreter nach Paragraf 84 HGB ohne festes Grundgehalt. Das erklärt die hohe Fluktuation, besonders in den ersten Monaten. Wer Kaltakquise und häufige Ablehnung nicht aushält, hält im Direktvertrieb dieses Produkts nicht durch. Dazu kommt körperliche Arbeit: Feuerlöscher wiegen, sie müssen getragen, in Treppenhäuser gebracht und ins Fahrzeug geladen werden. Die Fahrleistung im Gebiet ist hoch, Übernachtungen kommen bei großflächigen Gebieten vor. Ein Teil der Branche arbeitet mit aggressiven Verkaufsmethoden an der Grenze zur Täuschung über gesetzliche Pflichten; seriöse Anbieter grenzen sich davon ab, Bewerber sollten den künftigen Arbeitgeber daraufhin prüfen.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil, weil Prüfpflichten aus Arbeitsschutzrecht und Versicherungsauflagen unabhängig von der Konjunktur bestehen. Wer sich einen Bestand an Wartungskunden aufbaut, erhält damit eine wiederkehrende Einnahmebasis, sofern der Arbeitgeber Folgeprovisionen zahlt. Entwicklungswege führen in die Gebiets- oder Verkaufsleitung, in den Key-Account-Vertrieb für Ketten und öffentliche Auftraggeber oder in den technischen Vertrieb anlagentechnischer Brandschutzsysteme, wo die Auftragswerte deutlich höher liegen. Ein gangbarer Weg ist auch die Selbstständigkeit als Brandschutzfachbetrieb, dann mit Sachkundenachweisen und eigenem Servicegeschäft.

Aufgaben

  • Gewerbekunden im zugewiesenen Gebiet telefonisch und vor Ort ansprechen
  • Brandschutzbestand aufnehmen und den gesetzlichen Bedarf ermitteln
  • Angebote für Geräte, Zubehör und Wartungsverträge kalkulieren
  • Feuerlöscher und Brandschutzausrüstung ausliefern und montieren
  • Prüfungen und Instandhaltung dokumentieren, Prüfnachweise ausstellen
  • Bestandskunden zu Prüfterminen kontaktieren und Verträge verlängern
  • Rahmenverträge mit Hausverwaltungen und Filialbetrieben verhandeln
  • Besuchsberichte und Umsatzzahlen im CRM erfassen

Voraussetzungen

  • Führerschein Klasse B, Bereitschaft zu täglicher Fahrleistung
  • Abgeschlossene Berufsausbildung, kaufmännisch oder technisch, Quereinstieg möglich
  • Sicheres Auftreten in der Kaltakquise und Belastbarkeit bei Ablehnung
  • Körperliche Belastbarkeit zum Tragen und Verladen von Löschgeräten
  • Schulung als befähigte Person nach DIN 14406-4 für prüfende Tätigkeiten
  • Grundverständnis für Vorschriften des Arbeits- und Brandschutzes
  • Sorgfalt bei Dokumentation und Prüfnachweisen

Wo man arbeitet

  • Brandschutzfachbetriebe und Wartungsdienstleister
  • Hersteller und Großhändler für Brandschutztechnik
  • Sicherheitstechnische Dienstleister mit Direktvertrieb
  • Selbstständige Handelsvertretungen
  • Technische Prüf- und Servicebetriebe

Der Weg in den Beruf

Ein eigener Ausbildungsberuf existiert nicht. Üblich ist der Einstieg mit einer kaufmännischen oder handwerklichen Ausbildung von drei Jahren, häufig auch der Quereinstieg mit anschließender interner Einarbeitung von wenigen Wochen. Für Prüftätigkeiten kommt eine mehrtägige Herstellerschulung zur befähigten Person nach DIN 14406-4 hinzu.

Offene Stellen als Vertriebsmitarbeiter Feuerlöscher

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