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Vertrieb & Verkauf allgemein

Sales Manager Export

Sales Manager Export verkaufen Produkte eines Unternehmens an Kunden im Ausland, betreuen Händler und Importeure in ihren Märkten und gewinnen neue Vertriebspartner. Die Rolle arbeitet nach außen, mit hohem Reiseanteil und in mehreren Sprachen.

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Gehalt

Was man als Sales Manager Export verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.400 € 3.900 € 4.600 € 46.800 €
Mit Berufserfahrung 4.300 € 5.200 € 6.300 € 62.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.500 € 6.800 € 9.000 € 81.600 €

Die Werte entsprechen dem Gesamtgehalt bei üblicher, nicht bei voller Zielerreichung; der feste Anteil liegt im Exportvertrieb meist bei 80 bis 90 Prozent, weil Wechselkurse und Marktlagen den variablen Teil schwer steuerbar machen. Am stärksten wirken Branche und Betriebsgröße: Maschinenbau und Industriezulieferer mit Tarifbindung nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie zahlen deutlich über kleinen Konsumgüterherstellern, und Fernmärkte mit hoher Reiselast werden besser vergütet als europanahe Gebiete.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sales Manager Export?

Sales Manager Export verantworten den Umsatz eines Unternehmens in bestimmten Auslandsmärkten. Sie betreuen dort Händler, Importeure, Distributoren oder Endkunden, verhandeln Jahresvereinbarungen, Preise und Konditionen und arbeiten daran, in ihrem Gebiet neue Vertriebspartner zu gewinnen. Ein typischer Monat besteht aus zwei Teilen: Reisen zu Kunden und Messen im Ausland sowie Schreibtischarbeit im Innendienst zwischen den Reisen. Dort werden Angebote kalkuliert, Anfragen mit Technik und Produktion geklärt, Forecasts gepflegt und Aufträge mit Auftragsabwicklung, Versand und Zoll koordiniert.

Anders als im Inlandsvertrieb gehören Exportformalien zum Alltag: Incoterms, Zahlungssicherung über Akkreditive, Ursprungszeugnisse, Ausfuhrgenehmigungen, länderspezifische Zulassungen und Produktanpassungen. Wer Distributoren führt, verkauft nicht nur, sondern schult, kontrolliert Absatzzahlen, verhandelt Gebietsschutz und trennt sich notfalls von Partnern, die nicht liefern. Personalverantwortung besteht meist nicht; wer sie hat, führt oft Area Sales Manager oder einen Exportinnendienst.

Wie wird man Sales Manager Export?

Der häufigste Weg führt über ein Studium in Betriebswirtschaft, Außenwirtschaft, International Business oder Wirtschaftsingenieurwesen. Ebenso verbreitet ist der Weg über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Industriekaufmann oder Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement, mit anschließenden Jahren im Exportinnendienst oder in der Auftragsabwicklung. Aus dieser Position heraus wird häufig intern in den Außendienst gewechselt, weil Produkt- und Marktkenntnis schwerer zu ersetzen ist als Verkaufserfahrung.

Quereinstieg gelingt über technische Berufe, wenn das Produkt erklärungsbedürftig ist, und über Sprachbiografien: Wer eine Zielmarktsprache muttersprachlich beherrscht und die Geschäftskultur kennt, wird auch ohne klassischen Vertriebslebenslauf eingestellt. Englisch verhandlungssicher ist Grundvoraussetzung, eine zweite Fremdsprache je nach Gebiet meist erwartet.

Was der Beruf verlangt

Die Reisetätigkeit ist der Kern der Belastung. Zwischen dreißig und sechzig Reisetage im Jahr sind üblich, bei Fernmärkten mit Reisen von ein bis zwei Wochen, Zeitzonenwechsel und Wochenenden, die für Anreise oder Messeaufbau draufgehen. Zwischen den Reisen laufen Telefonate und Videokonferenzen zu Randzeiten, weil Asien vormittags und Amerika abends erreichbar ist.

Dazu kommt Zieldruck: Umsatz- und Margenziele pro Land, oft mit variabler Vergütung verknüpft, in Märkten, die von Wechselkursen, Zöllen, Sanktionen und politischen Lagen bewegt werden und damit von Faktoren, die niemand im Gebiet steuern kann. Wer Verhandlungen ungern über Monate offen lässt, tut sich schwer, denn Entscheidungswege bei Importeuren sind lang. Verlässlichkeit in Dokumentation und Zollrecht ist Pflicht; Fehler dort kosten Geld und im Fall der Exportkontrolle mehr als das.

Aussichten

Deutsche Industrie- und Konsumgüterhersteller sind exportabhängig, entsprechend besteht anhaltende Nachfrage nach Leuten, die Auslandsmärkte betreuen können. Besonders gesucht sind Kombinationen aus technischem Verständnis und Sprachen für Märkte, in denen Deutschland Marktanteile ausbaut. Entwicklungswege führen zum Area oder Regional Sales Manager mit mehreren Ländern, zum Exportleiter mit Teamverantwortung, in die Leitung einer Auslandsgesellschaft oder in Vertriebsleitung und Business Development. Der Wechsel zwischen Branchen ist möglich, solange Markt- und Kulturkenntnis erhalten bleibt.

Aufgaben

  • Umsatz- und Margenverantwortung für zugeteilte Exportmärkte
  • Betreuung und Steuerung von Händlern, Importeuren und Distributoren
  • Gewinnung neuer Vertriebspartner und Endkunden im Ausland
  • Angebote kalkulieren und Preis- sowie Konditionsverhandlungen führen
  • Kundenbesuche und Messeauftritte im Ausland planen und durchführen
  • Abstimmung mit Auftragsabwicklung, Versand, Zoll und Technik
  • Marktbeobachtung, Forecasts und Berichte an die Vertriebsleitung
  • Klärung von Zulassungen, Incoterms und Zahlungssicherung

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung oder Studium mit wirtschaftlichem oder technischem Schwerpunkt
  • Verhandlungssicheres Englisch, je nach Gebiet eine weitere Fremdsprache
  • Kenntnisse in Exportabwicklung, Incoterms und Zahlungsarten
  • Bereitschaft zu regelmäßigen Auslandsreisen, auch mehrwöchig
  • Interkulturelle Sicherheit und Geduld in langen Verhandlungsprozessen
  • Führerschein Klasse B und Reisetauglichkeit

Wo man arbeitet

  • Industrie- und Maschinenbauunternehmen
  • Konsumgüter- und Lebensmittelhersteller
  • Groß- und Außenhandelsbetriebe
  • Zulieferer der Automobil- und Elektroindustrie
  • Mittelständische Hersteller mit eigener Exportabteilung

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Betriebswirtschaft, Außenwirtschaft oder Wirtschaftsingenieurwesen, das drei bis fünf Jahre dauert. Alternativ führt eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Industriekaufmann oder Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement, über mehrere Jahre im Exportinnendienst in die Rolle. Weiterbildungen zum Fachwirt Außenwirtschaft oder zertifizierte Exportkontrollschulungen sind gängige Ergänzungen.

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