Zum Inhalt springen
Vertriebsinnendienst

Sales Manager Vertriebsinnendienst

Sales Manager im Vertriebsinnendienst betreuen Kunden vom Schreibtisch aus: Sie kalkulieren Angebote, verfolgen sie nach und schließen Aufträge telefonisch oder per Mail ab. Die Rolle verbindet Bestandsbetreuung mit aktivem Verkauf, arbeitet aber ohne eigenes Reisegebiet.

0 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sales Manager Vertriebsinnendienst verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.100 € 3.600 € 37.200 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.900 € 4.600 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.000 € 4.700 € 5.800 € 56.400 €

Im Innendienst liegt der feste Anteil üblicherweise bei 85 bis 95 Prozent, der variable Teil ist meist eine Team- oder Unternehmensprämie und fällt deutlich kleiner aus als im Außendienst. Entscheidend sind Branche und Tarifbindung: In der Metall- und Elektroindustrie oder der Chemie liegen die Werte nach den Flächentarifverträgen der IG Metall bzw. IGBCE spürbar über denen im nicht tarifgebundenen Groß- und Einzelhandel.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sales Manager im Vertriebsinnendienst?

Der Arbeitstag beginnt meist mit dem Postfach und der Angebotsliste. Kundenanfragen werden bewertet, Preise und Lieferzeiten geklärt, Angebote im ERP-System kalkuliert und verschickt. Danach folgt die Nachverfolgung: Wer hat nicht reagiert, wo lohnt ein Anruf, wo muss der Preis nachgeschärft werden. Anders als eine reine Auftragsabwicklung trägt diese Rolle Umsatzverantwortung für einen festen Kundenkreis oder ein Produktsegment und verkauft aktiv - Nachfassen, Cross-Selling, Rahmenverträge verlängern, gelegentlich auch Kaltakquise am Telefon.

Dazu kommt die Schnittstellenarbeit. Der Innendienst sitzt zwischen Außendienst, Einkauf, Produktion, Logistik und Buchhaltung. Wenn eine Lieferung kippt, ruft der Kunde nicht den Außendienst an, sondern den Innendienst. Reklamationen, Ersatzlieferungen, Gutschriften, Mahnläufe - all das landet auf demselben Tisch. Ein Teil der Arbeit ist Datenpflege: Kundenstämme, Preislisten, Konditionen, Opportunities im CRM. Wer das schludrig macht, verliert später die Übersicht über den eigenen Bestand.

Wie wird man Sales Manager im Vertriebsinnendienst?

Der häufigste Weg ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa Industriekaufmann, Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement oder Kaufmann für Büromanagement, gefolgt von einigen Jahren im Innendienst oder in der Auftragsabwicklung. Auch ein Studium in Betriebswirtschaft oder Wirtschaftsingenieurwesen führt hinein, oft direkt auf eine Position mit Umsatzverantwortung. In technischen Branchen sind Techniker und Meister gefragt, die vom Produkt kommen und sich das Kaufmännische angeeignet haben.

Der Quereinstieg ist realistisch und verbreitet. Einzelhandel, Gastronomie, Handwerk, Speditionsdisposition, Kundenservice - überall dort wird der Umgang mit Kunden und mit Beschwerden gelernt, und genau das zählt. Verlangt werden dann Sicherheit am Telefon, verständliches Schreiben und die Bereitschaft, sich in Warenwirtschaftssysteme und ein technisches Sortiment einzuarbeiten. Viele Betriebe steigen mit einer Sachbearbeiterstelle ein und weiten die Verantwortung schrittweise aus.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist ortsfest und weitgehend am Bildschirm. Wer Bewegung und Abwechslung braucht, empfindet das schnell als eng. Die Belastung entsteht nicht durch Reisen, sondern durch Gleichzeitigkeit: Telefon, Postfach, Chat und ein Kollege, der zwischendurch eine Zusage braucht. Unterbrechungen sind der Normalzustand, konzentriertes Kalkulieren muss man sich erkämpfen.

Zieldruck gibt es auch hier, meist über Umsatz, Angebotsquote oder Marge, häufig gekoppelt an einen variablen Gehaltsanteil. Kritisch ist die Rolle als Puffer: Schlechte Nachrichten über Lieferzeiten oder Preiserhöhungen überbringt der Innendienst, nicht der Außendienst. Das verlangt Ruhe und die Fähigkeit, Ärger nicht persönlich zu nehmen. Die Arbeitszeiten sind regelmäßig, oft mit Gleitzeit, teilweise mit Servicezeiten am frühen Morgen oder am späten Nachmittag. Zum Monats-, Quartals- und Jahresende wird es eng, weil Aufträge noch gebucht werden müssen.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und in Industrie, Großhandel und Maschinenbau durchgängig hoch, weil erfahrene Innendienstkräfte mit Produktwissen schwer zu ersetzen sind. Digitalisierung verschiebt die Routinen: Standardaufträge laufen über Portale und Schnittstellen, wodurch der Anteil an Beratung, Kalkulation und Betreuung wächst.

Entwicklungswege führen zur Teamleitung Innendienst, in das Key-Account-Management, in den Außendienst mit eigenem Gebiet oder in angrenzende Funktionen wie Angebotsmanagement, Preisgestaltung oder Auftragsplanung. Wer eine Weiterbildung zum Fachwirt oder Betriebswirt anschließt, erweitert die Möglichkeiten deutlich. Der Wechsel in den Außendienst ist der übliche Schritt für alle, die mehr Verdienst und weniger Schreibtisch wollen.

Aufgaben

  • Angebote kalkulieren, erstellen und systematisch nachverfolgen
  • Bestandskunden telefonisch und schriftlich betreuen und weiterentwickeln
  • Aufträge erfassen, Liefertermine klären und Bestellungen überwachen
  • Preise, Konditionen und Rahmenverträge mit Kunden abstimmen
  • Reklamationen aufnehmen, Ursachen klären und Gutschriften veranlassen
  • Den Außendienst mit Auswertungen, Terminen und Unterlagen unterstützen
  • Kunden- und Opportunity-Daten im CRM- und ERP-System pflegen
  • Cross- und Up-Selling im zugeordneten Kundenkreis umsetzen

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung, Studium oder vergleichbare Praxiserfahrung im Vertrieb
  • Sicheres Auftreten am Telefon und verständliche schriftliche Ausdrucksweise
  • Routine mit ERP- und CRM-Systemen sowie mit Tabellenkalkulation
  • Rechnerische Sicherheit für Kalkulation, Margen und Rabatte
  • Belastbarkeit bei vielen parallelen Vorgängen und bei Beschwerden
  • Englischkenntnisse bei internationalem Kundenkreis
  • Bereitschaft, technisches Produktwissen aufzubauen

Wo man arbeitet

  • Industrieunternehmen und Maschinenbau
  • Technischer Groß- und Fachhandel
  • Hersteller von Konsum- und Verbrauchsgütern
  • IT- und Software-Anbieter
  • Dienstleistungs- und Logistikunternehmen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Industriekaufmann oder Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement, häufig verkürzbar auf zweieinhalb Jahre. Alternativ führt ein betriebswirtschaftliches Studium oder ein duales Studium in Vertriebsmanagement direkt in die Rolle. Quereinsteiger starten meist als Vertriebssachbearbeiter und übernehmen nach ein bis drei Jahren eigene Kundenverantwortung.

Offene Stellen als Sales Manager Vertriebsinnendienst

In der Suche fortsetzen

Zu diesem Beruf steht gerade keine Anzeige im Bestand. Der Bestand wird täglich abgeglichen; die Suche zeigt auch verwandte Bezeichnungen.

Verwandte Berufe

Account Manager

Account Manager betreuen einen festen Kundenstamm, entwickeln bestehende Geschäftsbeziehungen weiter und verkaufen dabei zusätzliche Produkte oder Leistungen. Die Rolle arbeitet überwiegend nach außen, oft mit einem eigenen Umsatzziel pro Kunde.

Offene Stellen
64
Monatsbrutto
3.200 – 8.500 €

Inside Sales Representative

Inside Sales Representatives verkaufen vom Schreibtisch aus: per Telefon, E-Mail und Videocall betreuen sie Bestandskunden und gewinnen neue, ohne dafür zu reisen. Sie arbeiten mit festen Aktivitäts- und Umsatzzielen im CRM.

Offene Stellen
3
Monatsbrutto
2.600 – 6.200 €

Key Account Manager

Key Account Manager betreuen die größten und wichtigsten Kunden eines Unternehmens – meist Handelsketten, Konzerne oder Einkaufsverbände. Sie verhandeln Jahresverträge, Konditionen und Listungen und arbeiten dabei eng mit Einkauf, Marketing und Logistik zusammen.

Offene Stellen
67
Monatsbrutto
3.800 – 11.000 €

Kundenberater im Außendienst

Kundenberater im Außendienst betreuen einen festen Kundenstamm in einem zugewiesenen Gebiet, beraten vor Ort und verkaufen Produkte oder Dienstleistungen. Der Arbeitsplatz ist überwiegend das Auto und der Betrieb des Kunden.

Offene Stellen
2
Monatsbrutto
2.800 – 7.000 €

Vertrieb.digital verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz