Außendienstmitarbeiter für die Buderus
Außendienstmitarbeiter für Buderus betreuen Heizungsbauer, SHK-Fachbetriebe, Planungsbüros und den Sanitärgroßhandel in einem festen Gebiet und verkaufen Wärmeerzeuger, Wärmepumpen und Systemtechnik. Die Rolle arbeitet nach außen, überwiegend im Bestand, mit klarem Umsatz- und Absatzziel.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Außendienstmitarbeiter für die Buderus verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.300 € | 3.900 € | 4.500 € | 46.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.200 € | 5.000 € | 5.900 € | 60.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.200 € | 6.200 € | 7.500 € | 74.400 € |
Bei Herstellern wie Bosch Thermotechnik gilt in der Regel der Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie, was die Spanne nach unten absichert; der feste Anteil liegt im technischen Außendienst der Heiztechnik üblicherweise bei 80 bis 90 Prozent, der Rest ist eine an Absatz- und Gebietsziele gekoppelte Prämie. Angegeben sind Werte bei üblicher Zielerreichung; Firmenwagen, Gebietsgröße und Bestandsstärke wirken stärker auf das reale Einkommen als die Branche.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Außendienstmitarbeiter für Buderus?
Buderus ist eine Marke der Bosch Thermotechnik und verkauft Heiztechnik nicht direkt an Endkunden, sondern über den dreistufigen Vertriebsweg: Hersteller, Sanitärgroßhandel, Fachhandwerk. Der Außendienst arbeitet genau in diesem Dreieck. Er besucht SHK-Betriebe im Gebiet, stellt neue Geräte und Systemlösungen vor, kalkuliert Objekte, klärt technische Auslegungen und begleitet größere Anfragen von der ersten Skizze bis zur Bestellung beim Großhandel. Dazu kommen Gespräche mit Planern, Architekten, Wohnungsbaugesellschaften und Kommunen, die Anlagen ausschreiben, sowie die Zusammenarbeit mit den Innendienst- und Niederlassungsteams, die Angebote schreiben und Liefertermine halten.
Der Alltag besteht aus Terminen im Auto und am Küchentisch des Handwerksbetriebs, aus Objektbesichtigungen, Schulungen in der Niederlassung, Messeauftritten und der Pflege der Kundendaten im CRM. Ein erheblicher Teil der Arbeit ist Beziehungsarbeit: Ein Heizungsbauer entscheidet sich für eine Marke, weil Technik, Verfügbarkeit, Service und Ansprechpartner zusammenpassen. Neukundengewinnung findet statt, ist aber selten der Schwerpunkt; im Kern geht es darum, den Anteil an den Aufträgen bestehender Partnerbetriebe zu halten und auszubauen.
Wie wird man Außendienstmitarbeiter für Buderus?
Der klassische Weg führt über eine Ausbildung im Bereich Anlagenmechanik Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit anschließender Weiterbildung zum Meister oder Techniker. Ebenso verbreitet sind Ingenieure der Versorgungstechnik oder des Maschinenbaus sowie Kaufleute mit technischem Verständnis. Quereinstieg ist möglich, aber fast immer aus dem Umfeld: aus dem Sanitärgroßhandel, aus dem technischen Innendienst, aus dem Werkskundendienst oder aus einem Handwerksbetrieb, der die Kundenseite kennt. Ohne belastbares Wissen über Hydraulik, Heizlastberechnung, Förderrecht und Wärmepumpentechnik fehlt im Gespräch mit dem Handwerker die Grundlage. Hersteller schulen intensiv nach, setzen aber technische Vorkenntnisse voraus.
Was der Beruf verlangt
Das Gebiet wird selbst organisiert, und das heißt auch: viel Fahrzeit. Fünfzehnhundert bis dreitausend Kilometer im Monat sind normal, in Flächengebieten kommen Übernachtungen dazu. Der Arbeitstag beginnt früh, weil Handwerker früh beginnen, und endet oft mit Angebotsnachbereitung und Berichtswesen am Abend. Der Zieldruck ist real und wird monatlich gemessen, meist über Absatzzahlen einzelner Produktgruppen. Die Marktlage der Heiztechnik schwankt derzeit stark: Förderpolitik, Zinsniveau und Baukonjunktur wirken unmittelbar auf die Stückzahlen, ohne dass der Einzelne daran etwas ändern kann. Wer schlecht damit umgeht, dass ein gutes Jahr auf ein schwaches folgt, wird in dieser Rolle nicht glücklich. Hinzu kommen Beschwerdefälle, Lieferengpässe und Gewährleistungsdiskussionen, die im Außendienst landen, weil er das Gesicht der Marke ist.
Aussichten
Die Nachfrage nach technischem Außendienst in der Gebäudetechnik ist stabil, weil Heizungsmodernisierung und Wärmepumpenhochlauf über Jahre Thema bleiben und Fachkräfte mit Hydraulik- und Systemwissen knapp sind. Entwicklungswege führen zum Key-Account für Wohnungswirtschaft und Bauträger, in den Planer- oder Objektvertrieb, in die Gebietsverkaufsleitung mit Personalverantwortung oder in Produktmanagement und Anwendungstechnik. Wer wechseln will, findet mit dieser Erfahrung leicht bei anderen Herstellern, im Großhandel oder bei Komponentenlieferanten eine Stelle.
Aufgaben
- Betreuung der SHK-Fachbetriebe im zugeteilten Gebiet
- Vorstellung von Wärmepumpen, Kesseln, Speichern und Regelungstechnik
- Technische Auslegung und Kalkulation von Objekten
- Gespräche mit Planungsbüros, Bauträgern und Wohnungsunternehmen
- Zusammenarbeit mit Sanitärgroßhandel und Niederlassungsinnendienst
- Durchführung von Produktschulungen und Betreuung von Messeständen
- Pflege von Kundendaten, Berichten und Forecast im CRM
- Klärung von Reklamations- und Gewährleistungsfällen vor Ort
Voraussetzungen
- Technische Ausbildung im Bereich SHK, Versorgungstechnik oder vergleichbar, häufig mit Meister-, Techniker- oder Ingenieurabschluss
- Kenntnisse in Heizungstechnik, Hydraulik, Heizlastberechnung und Förderprogrammen
- Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu hoher Reisetätigkeit
- Selbstorganisation bei der Gebiets- und Tourenplanung
- Verhandlungssicherheit und Verbindlichkeit im Umgang mit Handwerksbetrieben
- Belastbarkeit gegenüber Monatszielen und schwankender Marktlage
- Sicherer Umgang mit CRM, Kalkulations- und Auslegungssoftware
Wo man arbeitet
- Vertriebsniederlassungen von Heiztechnikherstellern
- Homeoffice mit festem Verkaufsgebiet
- Betriebe des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks
- Sanitärgroßhandel und Abholmärkte
- Baustellen und Objekte der Wohnungswirtschaft
- Planungs- und Ingenieurbüros
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK, danach einige Jahre Praxis und eine Weiterbildung zum Meister oder staatlich geprüften Techniker. Alternativ führt ein Studium der Versorgungs- oder Gebäudetechnik in die Rolle. Der Einstieg in den Außendienst erfolgt danach meist über den technischen Innendienst, den Werkskundendienst oder eine mehrmonatige herstellerinterne Einarbeitung mit Produktschulungen.
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