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Vertrieb & Verkauf allgemein

Bachelor BWL

Ein betriebswirtschaftliches Bachelorstudium ist der häufigste akademische Einstieg in den Vertrieb. Es qualifiziert für Rollen im Innendienst, im Key Account Management, im Vertriebscontrolling und für Trainee-Programme großer Unternehmen.

19 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Bachelor BWL verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.500 € 4.200 € 42.000 €
Mit Berufserfahrung 4.000 € 4.800 € 6.000 € 57.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.500 € 7.000 € 9.500 € 84.000 €

Die Werte gelten für übliche, nicht für volle Zielerreichung; in vertriebsnahen Rollen liegt der feste Anteil meist zwischen 75 und 90 Prozent, im reinen Innendienst und im Controlling oft bei 100 Prozent. Am stärksten wirken Branche und Unternehmensgröße: Konzerne in Chemie, Pharma, Automobil oder Software zahlen nach Tarifwerken wie dem Chemie- oder Metall- und Elektrotarif deutlich über kleinen Handelsbetrieben.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Bachelor BWL im Vertrieb?

Der Bachelor in Betriebswirtschaftslehre ist kein Beruf, sondern ein Abschluss, der in sehr unterschiedliche Vertriebsrollen führt. Am häufigsten beginnt der Weg im Vertriebsinnendienst, in einem Traineeprogramm oder als Junior Account Manager. Die Arbeit besteht dann aus Angebotskalkulation, Pflege der Kundendaten im CRM, Auswertung von Umsatz- und Margenzahlen, Vorbereitung von Jahresgesprächen für erfahrene Kollegen und der eigenständigen Betreuung kleinerer Kunden. Wer in ein Traineeprogramm einsteigt, durchläuft mehrere Stationen: Innendienst, Außendienst, oft Marketing oder Controlling, teils eine Auslandsgesellschaft.

Nach zwei bis drei Jahren trennen sich die Wege. Ein Teil geht in den Außendienst und übernimmt ein eigenes Gebiet mit Umsatzverantwortung. Ein anderer Teil bleibt innen und wechselt in analytische Rollen: Vertriebscontrolling, Pricing, Sales Operations. Ein dritter Weg führt über Key Account Management zu Verhandlungen mit Zentraleinkäufern großer Handels- oder Industriekunden. In allen Fällen gilt: Das Studium liefert die Sprache und die Zahlenlogik, das Verkaufen selbst wird im Betrieb gelernt.

Wie wird man Bachelor BWL?

Das Studium dauert sechs bis sieben Semester und endet mit dem Bachelor of Arts oder Bachelor of Science. Voraussetzung ist die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife, an Fachhochschulen häufig auch eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufserfahrung. Universitäten legen den Schwerpunkt stärker auf Theorie und Methoden, Fachhochschulen auf Praxis und Pflichtpraktika. Ein duales Studium verbindet Vorlesungszeiten mit Einsätzen im Unternehmen und mündet oft direkt in eine Festanstellung, meist im Vertrieb des Ausbildungsbetriebs.

Für den Vertrieb sinnvoll sind Schwerpunkte in Marketing, Sales Management, Handelsbetriebslehre oder Wirtschaftsingenieurwesen. Praktika im Innen- oder Außendienst wiegen bei Bewerbungen mehr als die Abschlussnote. Wer aus dem Handwerk, dem Einzelhandel oder der Gastronomie kommt, kann berufsbegleitend studieren; solche Lebensläufe sind im technischen Vertrieb und im Handel eher ein Vorteil als ein Hindernis, weil Produktnähe und Kundenerfahrung mitgebracht werden.

Was der Beruf verlangt

Das Studium selbst ist rechenlastig und selektiv, besonders in Statistik und Rechnungswesen. Der Abschluss allein hebt niemanden heraus, weil BWL zu den am stärksten besetzten Studiengängen zählt. Entscheidend sind Zusatzqualifikationen, Sprachen, Praxiszeiten und die Bereitschaft, den Einstieg auch in einer unscheinbaren Innendienstrolle zu machen.

In den ersten Jahren bedeutet Vertrieb vor allem Fleißarbeit: Listen abtelefonieren, Angebote nachhalten, Reklamationen bearbeiten, Zahlen aufbereiten. Wer in den Außendienst wechselt, arbeitet mit Zielvorgaben, die quartalsweise überprüft werden, und verbringt viel Zeit im Auto oder in Zügen. Traineeprogramme setzen häufig Umzugsbereitschaft voraus. Die Fluktuation in Junior-Vertriebsrollen ist hoch, weil sich erst im Alltag zeigt, wer Ablehnung und Zieldruck aushält.

Aussichten

Die Nachfrage nach betriebswirtschaftlich ausgebildeten Vertriebskräften ist stabil, vor allem im B2B-Bereich, wo Produkte erklärt und Preise kalkuliert werden müssen. Entwicklungswege führen zum Key Account Manager, zur Vertriebsleitung eines Gebiets oder einer Region, in das Vertriebscontrolling oder in produktnahe Rollen wie Produktmanagement. Ein Masterstudium ist für Fach- und Führungspositionen möglich, im Vertrieb aber seltener entscheidend als nachweisbare Umsatzverantwortung.

Aufgaben

  • Angebote kalkulieren und deren Bearbeitung nachhalten
  • Kunden- und Umsatzdaten im CRM-System pflegen und auswerten
  • kleinere Kunden eigenständig betreuen und Nachfragen klären
  • Jahres- und Preisgespräche für erfahrene Kollegen vorbereiten
  • Vertriebskennzahlen, Margen und Absatzberichte aufbereiten
  • Neukundenlisten qualifizieren und Termine anbahnen
  • in Traineeprogrammen Stationen in Innendienst, Außendienst und Marketing durchlaufen
  • bei Messen, Kundenbesuchen und Ausschreibungen mitarbeiten

Voraussetzungen

  • Hochschul- oder Fachhochschulreife, teils Ausbildung mit Berufspraxis
  • abgeschlossenes Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre oder eines verwandten Fachs
  • Sicherheit im Umgang mit Zahlen, Tabellenkalkulation und CRM-Systemen
  • Englisch in Wort und Schrift, in Konzernen häufig Pflicht
  • Bereitschaft, mit Zielvorgaben und Ablehnung zu arbeiten
  • Führerschein Klasse B und Reisebereitschaft für Rollen mit Außendienstanteil

Wo man arbeitet

  • Industrieunternehmen mit eigenem B2B-Vertrieb
  • Groß- und Außenhandelsbetriebe
  • Handelsketten und ihre Zentralen
  • IT-, Software- und Telekommunikationsunternehmen
  • Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister
  • Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen

Der Weg in den Beruf

Das Bachelorstudium BWL dauert sechs bis sieben Semester und endet mit dem Bachelor of Arts oder Bachelor of Science. Ein duales Studium verbindet Vorlesungen mit Praxisphasen im Betrieb und führt häufig direkt in eine Festanstellung. Für den Vertrieb empfehlen sich Schwerpunkte in Marketing, Sales Management oder Handelsbetriebslehre sowie mindestens ein Praktikum im Innen- oder Außendienst.

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