Firmenkundenberater Komposit Versicherungen Bankenvertrieb
Firmenkundenberater Komposit im Bankenvertrieb betreuen Gewerbe- und Firmenkunden einer Bank bei Sachversicherungen wie Haftpflicht, Gebäude, Inhalt, Betriebsunterbrechung und Flotte. Sie arbeiten im Außendienst, sitzen aber organisatorisch beim Versicherer und beziehen ihre Kontakte über die Filialen.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Firmenkundenberater Komposit Versicherungen Bankenvertrieb verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.400 € | 3.900 € | 4.600 € | 46.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.300 € | 5.200 € | 6.300 € | 62.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 5.500 € | 6.600 € | 8.500 € | 79.200 € |
Die Werte gelten bei üblicher, nicht bei voller Zielerreichung. Der Festanteil liegt in dieser Rolle vergleichsweise hoch, meist bei 75 bis 85 Prozent; der variable Teil richtet sich nach Neugeschäftsbeitrag und Bestandsentwicklung. Beschäftigte bei Versicherern fallen häufig unter den Tarifvertrag für die private Versicherungswirtschaft, in dem diese Funktion typischerweise in den oberen Gehaltsgruppen liegt. Entscheidend für die Höhe sind Größe des Bankpartners, übernommenes Bestandsvolumen und Wirtschaftskraft des Gebiets.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Firmenkundenberater Komposit im Bankenvertrieb?
Die Rolle sitzt an der Schnittstelle zwischen einem Versicherer und einer Bank. Der Versicherer stellt den Spezialisten, die Bank stellt den Kundenzugang. Konkret heißt das: Firmenkundenbetreuer, Gewerbekundenberater und Filialleiter der Bank melden Bedarf, der Komposit-Spezialist übernimmt das Versicherungsthema und berät den Firmenkunden vor Ort im Betrieb.
Komposit steht für das Sachgeschäft ohne Leben und Kranken: Betriebs- und Berufshaftpflicht, Gebäude- und Inhaltsversicherung, Betriebsunterbrechung, Elektronik, Maschinen, Transport, Flotte, D&O und Cyber. Die Beratung beginnt mit einer Risikoaufnahme im Unternehmen, oft mit Betriebsbesichtigung. Danach folgen Deckungsvergleich mit dem bestehenden Schutz, Ausschreibung beim Underwriting, Angebotspräsentation und Vertragsabschluss. Bestandskunden werden über Jahresgespräche, Summenanpassungen und Schadenbegleitung gehalten.
Ein wesentlicher Teil der Arbeit richtet sich nicht an Kunden, sondern an die Bank. Wer keine Meldungen aus den Filialen bekommt, hat keine Termine. Deshalb gehören Vertriebsaktivitäten in den Geschäftsstellen dazu: Schulungen für Bankberater, gemeinsame Kundentermine, Präsenz in Vertriebsmeetings, Nachfassen bei zugesagten Empfehlungen.
Wie wird man Firmenkundenberater Komposit im Bankenvertrieb?
Der häufigste Weg führt über die Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen und mehrere Jahre im gewerblichen Sachgeschäft, entweder im Innendienst, im Underwriting oder in der Agentur. Darauf setzen viele den Fachwirt für Versicherungen und Finanzen oder eine Weiterbildung im Gewerbe- und Industriegeschäft. Auch Bankkaufleute wechseln in diese Rolle, brauchen dann aber fachliche Nachschulung in den Komposit-Sparten.
Studienabsolventen aus Betriebswirtschaft oder Versicherungswirtschaft kommen ebenfalls hinein, meist über Traineeprogramme der Versicherer. Ein Quereinstieg ohne Branchenkenntnis ist in dieser Spezialistenrolle unüblich; die Produkte sind zu erklärungsbedürftig und die Haftung zu groß. Nachweis der Sachkunde nach Gewerbeordnung und regelmäßige Weiterbildung sind Pflicht.
Was der Beruf verlangt
Die größte Reibung liegt in der Abhängigkeit von einem Vertriebspartner, den man nicht führt. Bankberater haben eigene Ziele, und Versicherung steht dort selten oben. Wer nicht beharrlich Beziehungen in die Filialen pflegt, sieht das sofort in der Terminzahl. Zugleich läuft die eigene Zielvorgabe in Beitragsvolumen weiter.
Fachlich ist der Anspruch hoch. Wer Bedingungswerke nicht liest, verkauft Deckungslücken, die im Schaden auffallen. Reisezeiten im Gebiet sind erheblich, Termine liegen beim Kunden im Betrieb, Abende gehen für Dokumentation und Angebotsvorbereitung drauf. Wochenendarbeit ist untypisch, Abendveranstaltungen mit der Bank kommen vor. Belastend empfinden viele die Doppelsteuerung durch Versicherer und Bankpartner sowie den Preisdruck durch Makler, die dieselben Kunden ausschreiben.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil und in einigen Sparten steigend. Cyber, Betriebsunterbrechung und Naturgefahren treiben Beratungsbedarf im Mittelstand, und die Banken erhöhen den Druck auf Provisionserträge aus dem Versicherungsgeschäft. Erfahrene Komposit-Spezialisten sind knapp, weil viele Jahrgänge in den Ruhestand gehen.
Entwicklungswege führen in größere Gebiete mit höherem Bestandsvolumen, in die Industriebetreuung, ins Underwriting, in die Vertriebsleitung des Bankenvertriebs oder zum Makler. Auch der Schritt in die eigene Ausschließlichkeitsagentur oder ins Maklergeschäft ist üblich.
Aufgaben
- Risikoaufnahme und Betriebsbesichtigung bei Gewerbe- und Firmenkunden
- Deckungsanalyse bestehender Verträge und Aufdecken von Lücken
- Angebote über das Underwriting einholen, kalkulieren und präsentieren
- Jahresgespräche, Summenanpassungen und Bestandspflege
- Schulung und Aktivierung der Firmenkundenberater in den Bankfilialen
- Gemeinsame Kundentermine mit Bankberatern wahrnehmen
- Schadenfälle begleiten und gegenüber dem Kunden vertreten
- Dokumentation der Beratung nach IDD-Vorgaben
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung im Versicherungs- oder Bankbereich, häufig mit Fachwirt
- Sachkundenachweis nach § 34d GewO und laufende Weiterbildung
- Mehrjährige Erfahrung im gewerblichen Sachgeschäft und Kenntnis der Bedingungswerke
- Sicheres Auftreten gegenüber Geschäftsführern und Bankführungskräften
- Bereitschaft zu täglicher Reisetätigkeit im Gebiet, Führerschein Klasse B
- Ausdauer im Umgang mit einem Vertriebspartner ohne Weisungsbefugnis
Wo man arbeitet
- Versicherungsgesellschaften mit Bankenvertriebseinheit
- Sparkassen und Genossenschaftsbanken als Vertriebspartner
- Regionale Vertriebsdirektionen und Gebietsbüros
- Beim Kunden im Betrieb, Homeoffice für Vor- und Nachbereitung
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen, anschließend mehrere Jahre im gewerblichen Komposit-Geschäft. Darauf folgt meist der Fachwirt für Versicherungen und Finanzen oder eine spartenspezifische Weiterbildung. Alternativ führt ein Studium der Versicherungs- oder Betriebswirtschaft über ein Traineeprogramm in die Spezialistenrolle.
Offene Stellen als Firmenkundenberater Komposit Versicherungen Bankenvertrieb
In der Suche fortsetzenFirmenkundenberater Komposit Versicherungen Bankenvertrieb (m/w/d)
Firmenkundenberater Komposit Versicherungen Bankenvertrieb (m/w/d)
Firmenkundenberater Komposit Versicherungen Bankenvertrieb (m/w/d)
Bewerbung und Einstieg
- Rollenspiel, Case und der Stift: das Vorstellungsgespräch im Vertrieb Vertriebsgespräche laufen anders als andere Vorstellungsgespräche. Was Rollenspiel, Fallau...
- Der Lebenslauf im Vertrieb: welche Zahlen hineingehören Vertriebslebensläufe werden nach Größenordnungen gelesen. Welche Zahlen Sie nennen sollten...
- Das Anschreiben auf eine Vertriebsstelle Im Vertrieb ist das Anschreiben zugleich eine Arbeitsprobe: Wer hier nicht auf den Punkt k...