Monteur Außendienst
Monteure im Außendienst bauen Anlagen, Maschinen oder Geräte beim Kunden ein, nehmen sie in Betrieb und halten sie instand. Sie arbeiten allein oder im kleinen Team vor Ort und erkennen dabei häufig Bedarf für Ersatzteile, Nachrüstungen oder Serviceverträge.
2 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Monteur Außendienst verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 3.000 € | 3.500 € | 36.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.600 € | 4.300 € | 43.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.700 € | 4.300 € | 5.300 € | 51.600 € |
Das Grundgehalt macht in diesem Beruf meist 90 Prozent und mehr des Einkommens aus; variable Anteile aus Zusatzverkauf liegen üblicherweise nur bei wenigen Hundert Euro im Monat. Deutlich stärker wirken Tarifbindung nach IG Metall oder dem Tarifvertrag des Elektro- und SHK-Handwerks sowie Zuschläge für Rufbereitschaft, Überstunden und Auslöse bei Montageeinsätzen, die das reale Monatseinkommen erheblich über den hier genannten Grundwerten liegen lassen können.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Monteur im Außendienst?
Der Arbeitstag beginnt selten im Betrieb, sondern auf der Straße. Monteure im Außendienst fahren ein festes Gebiet oder wechselnde Baustellen ab, montieren Anlagen, Maschinen, Fenster, Aufzüge, Kälte- oder Heiztechnik, nehmen sie in Betrieb und weisen den Kunden ein. Dazu kommen Wartungen nach Plan und Störungseinsätze, bei denen die Ursache erst gesucht werden muss. Ein Teil der Arbeit ist Dokumentation: Arbeitsberichte, Messwerte, Prüfprotokolle, Materialverbrauch, alles meist über ein Tablet direkt beim Kunden.
Der vertriebliche Anteil ist in vielen Betrieben ausdrücklich Teil der Rolle. Wer vor der Anlage steht, sieht, was verschlissen ist, was fehlt und was der Kunde eigentlich braucht. Aus dieser Beobachtung werden Ersatzteilverkäufe, Nachrüstungen, Wartungsverträge oder ein Hinweis an den Außendienstkollegen für ein Neugerät. Der Monteur gewinnt keine neuen Kunden, er hält bestehende und macht aus ihnen wiederkehrenden Umsatz. Er führt in der Regel niemanden, kann aber als Obermonteur ein Montageteam anleiten.
Wie wird man Monteur im Außendienst?
Üblich ist eine abgeschlossene gewerblich-technische Ausbildung, etwa als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Mechatroniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Industriemechaniker, Kälteanlagenbauer oder Metallbauer. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Der Wechsel in den Außendienst erfolgt meist nach einigen Jahren in der Werkstatt oder Fertigung, weil der Betrieb wissen will, dass jemand allein beim Kunden zurechtkommt.
Quereinstieg ist möglich und kommt häufig vor, vor allem aus dem Handwerk in eine andere Sparte. Betriebe schulen dann auf ihre Produkte und Anlagen ein, oft mehrere Wochen begleitet durch einen erfahrenen Kollegen. Ohne technische Grundausbildung geht es nur in einfachen Montagebereichen. Wo an elektrischen Anlagen, Gas, Kältemitteln oder unter Druck gearbeitet wird, verlangen Vorschriften konkrete Befähigungen und Sachkundenachweise.
Was der Beruf verlangt
Die Tätigkeit ist körperlich. Lasten heben, knien, über Kopf arbeiten, enge Technikräume, Dach, Keller, Kälte, Hitze, Lärm. Dazu Fahrzeiten, die je nach Gebiet mehrere Stunden am Tag ausmachen. Bei Ferndienst oder Anlagenbau kommen Wochenmontagen und Übernachtungen dazu, in Servicebereichen Rufbereitschaft an Wochenenden. Die Arbeitszeit richtet sich nach dem Kunden: Ein Ausfall in der Produktion wird nicht auf morgen verschoben.
Schwer fällt vielen der Alleingang. Beim Kunden gibt es keinen Vorgesetzten, der entscheidet, und Reklamationen treffen zuerst den Monteur, auch wenn der Fehler in der Planung lag. Wer den Verkaufsanteil ernst nimmt, muss dazu über Geld reden können, ohne aufdringlich zu wirken. Wo Zusatzumsatz gemessen wird, gibt es Zielvorgaben, meist moderat, aber vorhanden.
Aussichten
Die Nachfrage ist hoch und stabil. Anlagenbestand, Wärmetechnik, Ladeinfrastruktur, Kälte- und Gebäudetechnik brauchen Wartung, und Fachkräfte fehlen bundesweit. Wer bleibt, hat gute Verhandlungsposition, auch weil Einarbeitung teuer ist. Entwicklungswege führen zum Obermonteur, zur Serviceleitung, in die Anwendungstechnik oder in den technischen Vertrieb, wo die Vor-Ort-Erfahrung zum Verkaufsargument wird. Meister oder Techniker öffnen Führung und Kalkulation. Wer die Reisetätigkeit dauerhaft nicht will, wechselt in den Innendienst, in die Ersatzteil- und Serviceberatung oder in die Montageplanung.
Aufgaben
- Anlagen und Geräte beim Kunden montieren und in Betrieb nehmen
- Wartungen nach Plan durchführen und Verschleißteile tauschen
- Störungen eingrenzen, reparieren und Nacharbeiten abstimmen
- Kunden und Bedienpersonal an der Anlage einweisen
- Ersatzteile, Nachrüstungen und Wartungsverträge anbieten
- Arbeitsberichte, Prüfprotokolle und Materialverbrauch dokumentieren
- Einsätze im Gebiet und Materialbedarf mit der Disposition abstimmen
- Rufbereitschaft und Notdiensteinsätze übernehmen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene gewerblich-technische Ausbildung, etwa Anlagenmechanik, Mechatronik oder Elektrotechnik
- Führerschein Klasse B, häufig BE
- Körperliche Belastbarkeit, Arbeiten in Zwangshaltung und im Freien
- Bereitschaft zu Reisen, Wochenmontagen und Rufbereitschaft
- Selbstständiges Arbeiten und Auftreten gegenüber Kunden
- Je nach Bereich Sachkundenachweise, etwa für Kältemittel, Gas oder Elektroarbeiten
- Grundverständnis für Zusatzverkauf und Serviceangebote
Wo man arbeitet
- Hersteller von Maschinen und Anlagen mit eigenem Serviceaußendienst
- Handwerksbetriebe für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
- Kälte- und Klimatechnikunternehmen
- Aufzugs- und Fördertechnikfirmen
- Technische Handelshäuser mit Montageservice
- Servicedienstleister für Gebäude- und Betriebstechnik
Der Weg in den Beruf
Übliche Grundlage ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung in einem technischen Beruf wie Anlagenmechaniker SHK, Mechatroniker, Industriemechaniker oder Elektroniker mit Abschluss vor der Industrie- oder Handwerkskammer. Nach einigen Jahren in Werkstatt, Fertigung oder Baustelle folgt der Wechsel in den Außendienst, begleitet von Produktschulungen des Betriebs. Weiterführend sind Meister, staatlich geprüfter Techniker oder Sachkundelehrgänge möglich.
Offene Stellen als Monteur Außendienst
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