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Außendienst

Servicetechniker Außendienst

Servicetechniker im Außendienst montieren, warten und reparieren technische Anlagen direkt beim Kunden. Sie arbeiten nach außen, betreuen einen festen Kundenstamm und verkaufen dabei Ersatzteile, Wartungsverträge und Nachrüstungen.

11 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Servicetechniker Außendienst verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.800 € 3.200 € 3.700 € 38.400 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.800 € 4.500 € 45.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.900 € 4.600 € 5.600 € 55.200 €

Der feste Anteil liegt in diesem Beruf hoch, meist bei 90 bis 100 Prozent; variable Bestandteile sind eher eine Prämie auf verkaufte Ersatzteile und Wartungsverträge als eine echte Provision. Entscheidend für die Höhe sind Tarifbindung (IG Metall in der Metall- und Elektroindustrie deutlich über Elektro- oder Kälteanlagenbauerhandwerk), Branche und die Vergütung von Fahrzeit, Auslöse und Rufbereitschaft, die den Monatsverdienst um mehrere Hundert Euro verändern kann.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Servicetechniker im Außendienst?

Servicetechniker im Außendienst fahren zu Kunden, um Maschinen, Anlagen oder Geräte in Betrieb zu nehmen, zu warten, zu reparieren und zu prüfen. Ein Arbeitstag besteht meist aus zwei bis fünf Einsätzen in einem festgelegten Gebiet, dazwischen liegen Fahrzeiten. Vor Ort wird die Störung eingegrenzt, Baugruppen werden getauscht, Software aufgespielt, Messwerte protokolliert, Bedienpersonal eingewiesen. Danach folgt die Dokumentation: Serviceberichte, Arbeitszeitnachweise, Ersatzteilbuchungen, Fotos für Garantiefälle.

Der vertriebliche Anteil ist in vielen Unternehmen ausdrücklich Teil der Rolle. Wer beim Kunden in der Halle steht, sieht den Zustand der Anlagen, kennt das Bedienpersonal und erfährt von geplanten Investitionen. Aus diesem Wissen entstehen Angebote für Ersatzteile, Umbauten, Wartungsverträge und Schulungen. Häufig ist der Techniker der einzige Mitarbeiter, der regelmäßig vor Ort ist, und gibt Hinweise auf Neugeschäft an den Vertriebsaußendienst weiter. Die Rolle betreut bestehende Kunden, gewinnt selten neue und führt in der Regel nicht.

Wie wird man Servicetechniker im Außendienst?

Üblich ist eine abgeschlossene Ausbildung in einem technischen Beruf, etwa Mechatroniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Industriemechaniker, Anlagenmechaniker oder Kälteanlagenbauer. Darauf folgen meist einige Jahre Werkstatt-, Montage- oder Instandhaltungserfahrung, bevor ein Unternehmen ein Gebiet und einen Servicewagen übergibt. Eine Weiterbildung zum Servicetechniker, Techniker oder Meister ist verbreitet, aber nicht überall Bedingung.

Quereinstieg ist möglich, wenn die technische Grundlage stimmt: Handwerker aus dem Elektro-, Sanitär- oder Kfz-Bereich wechseln regelmäßig in den technischen Service. Ohne technische Ausbildung ist der Einstieg dagegen schwierig, weil Haftung, Prüfpflichten und Elektrofachkraftstatus formale Nachweise verlangen. Die produktspezifische Einarbeitung übernimmt der Hersteller, sie dauert je nach Anlagentechnik mehrere Monate und wird durch Werksschulungen ergänzt.

Was der Beruf verlangt

Die Belastung liegt weniger im Zieldruck als in der Zeit auf der Straße und in der Verfügbarkeit. Je nach Gebietsgröße kommen 20.000 bis 60.000 Kilometer im Jahr zusammen, bei überregionalen Einsätzen auch Übernachtungen und Wochen mit vier Auswärtstagen. Rufbereitschaft an Abenden und Wochenenden ist in vielen Bereichen üblich, ebenso Einsätze zu Zeiten, in denen die Produktion des Kunden steht, also nachts, am Wochenende oder in Werksferien.

Körperlich ist die Arbeit fordernd: Arbeiten über Kopf, in Schaltschränken, auf Leitern, in Hitze, Lärm oder Kälte. Dazu gehört der Umgang mit Kunden, die eine stehende Anlage teuer bezahlen und entsprechend angespannt sind. Wer nur schrauben will, tut sich mit dem Berichtswesen und dem Verkaufsanteil schwer. Wer nur reden will, scheitert an der Technik. Verlangt werden Führerschein, saubere Dokumentation, Selbstorganisation und die Bereitschaft, allein zu entscheiden, wenn niemand zum Nachfragen da ist.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und seit Jahren stabil, weil qualifizierte Techniker in Industrie, Medizintechnik, Gebäudetechnik und Landtechnik gleichzeitig gesucht werden. Wechsel sind entsprechend leicht, die Fluktuation liegt vor allem dort hoch, wo Reisezeiten und Bereitschaft schlecht ausgeglichen werden. Entwicklungswege führen in die Serviceleitung oder Einsatzplanung, in den technischen Innendienst und Support, in Anwendungstechnik und Schulung oder in den Vertriebsaußendienst, für den Servicetechniker durch ihre Produktkenntnis gute Voraussetzungen mitbringen.

Aufgaben

  • Anlagen und Geräte beim Kunden in Betrieb nehmen und einweisen
  • Wartungen, Prüfungen und Instandsetzungen im eigenen Gebiet durchführen
  • Störungen eingrenzen, Ersatzteile tauschen, Software aktualisieren
  • Serviceberichte, Prüfprotokolle und Stundennachweise erstellen
  • Ersatzteile, Nachrüstungen und Wartungsverträge anbieten
  • Verkaufschancen erkennen und an den Vertriebsaußendienst weitergeben
  • Einsätze und Fahrtrouten selbst planen und mit der Disposition abstimmen
  • Rufbereitschaft für Notdienste übernehmen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene technische Ausbildung, etwa Mechatroniker, Elektroniker oder Industriemechaniker
  • Elektrofachkraftstatus oder die Bereitschaft, ihn zu erwerben
  • Führerschein Klasse B, hohe Reisebereitschaft
  • Sicheres Auftreten beim Kunden und Verständnis für den Verkaufsanteil der Rolle
  • Sorgfalt bei Dokumentation und Ersatzteilbuchung
  • Körperliche Belastbarkeit für Arbeiten in Höhe, Enge, Hitze und Lärm
  • Englischkenntnisse für Dokumentationen und Herstellersoftware

Wo man arbeitet

  • Maschinen- und Anlagenbauer mit eigenem Serviceaußendienst
  • Hersteller von Medizin-, Labor- oder Gebäudetechnik
  • Handelsvertretungen und autorisierte Servicepartner
  • Betriebe der Kälte-, Klima- und Heizungstechnik
  • Land-, Bau- und Fördertechnik
  • Dienstleister für technische Instandhaltung

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung in einem elektro- oder metalltechnischen Beruf mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer. Nach zwei bis vier Jahren Praxis in Werkstatt, Montage oder Instandhaltung folgt der Wechsel in den Außendienst mit eigenem Gebiet und Servicefahrzeug. Weiterbildungen zum staatlich geprüften Techniker oder Meister sowie Werksschulungen des Herstellers ergänzen den Weg.

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