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Einzelhandel & Filiale

OBI PRO Verkäufer Schwerpunkt Handwerkskunden

OBI PRO Verkäufer mit Schwerpunkt Handwerkskunden betreuen im Baumarkt gewerbliche Kunden wie Handwerksbetriebe, Hausverwaltungen und Bauunternehmen. Sie beraten am PRO-Schalter und auf der Fläche, kalkulieren Angebote, organisieren Sonderbestellungen und binden Stammkunden an den Markt.

66 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als OBI PRO Verkäufer Schwerpunkt Handwerkskunden verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.550 € 2.850 € 30.600 €
Mit Berufserfahrung 2.700 € 2.950 € 3.300 € 35.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.100 € 3.450 € 4.000 € 41.400 €

Die Vergütung orientiert sich in den großen Ketten am Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel des jeweiligen Bundeslandes, die Spanne ist deshalb eng; regionale Unterschiede zwischen Ost und West und die Einordnung in die Gehaltsgruppe bestimmen den Wert stärker als Verhandlungsgeschick. Variable Anteile aus Markt- oder PRO-Bereichsprämien liegen meist bei fünf bis zehn Prozent, der feste Anteil überwiegt klar.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein OBI PRO Verkäufer mit Schwerpunkt Handwerkskunden?

Die Rolle sitzt im Einzelhandel, arbeitet aber überwiegend mit gewerblichen Kunden. Am PRO-Schalter oder im PRO-Bereich des Marktes kommen Maler, Trockenbauer, Elektriker, Fliesenleger, Hausmeisterdienste und kleine Bauunternehmen vorbei – meist früh am Morgen, oft in Eile, oft mit einer Materialliste für eine Baustelle. Die Aufgabe ist, diese Liste schnell und richtig abzuarbeiten: Verfügbarkeit prüfen, Alternativen anbieten, wenn ein Artikel fehlt, Mengen umrechnen, Verschnitt einkalkulieren, Angebote mit gewerblichen Konditionen erstellen und Sonderbestellungen beim Lieferanten anstoßen.

Dazu kommt die Bestandsarbeit. Wer im PRO-Geschäft erfolgreich ist, kennt seine Betriebe mit Namen, weiß, welcher Maler welche Grundierung verarbeitet und welcher Trockenbauer welche Profile braucht. Kundenkarten werden angelegt, Rahmenkonditionen hinterlegt, Umsätze beobachtet. Ein Teil der Arbeit ist Neugewinnung: Handwerker, die bisher nur bar an der normalen Kasse zahlen, werden für das PRO-Programm registriert. Telefonische Nachfassaktionen und in manchen Märkten Besuche auf Baustellen oder in Betrieben gehören dazu, der Schwerpunkt liegt aber im Markt. Führungsverantwortung ist in der Einstiegsrolle nicht vorgesehen.

Wie wird man OBI PRO Verkäufer mit Schwerpunkt Handwerkskunden?

Der klassische Weg ist eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder zum Verkäufer, häufig direkt im Baumarkt. Genauso verbreitet und gern gesehen ist der Quereinstieg aus dem Handwerk: Wer selbst als Maler, Fliesenleger oder Sanitärinstallateur gearbeitet hat, bringt genau das Produktwissen und die Sprache mit, die im PRO-Geschäft zählen. Auch Wechsler aus dem Baustoffhandel oder aus dem Großhandel finden Anschluss. Eingearbeitet wird intern, meist über Warenkundeschulungen der Lieferanten und die internen Programme der Kette.

Was der Beruf verlangt

Einzelhandelsöffnungszeiten mit frühem Beginn – das PRO-Geschäft läuft zwischen sechs und neun Uhr am stärksten – und Samstagsarbeit im Schichtplan. Der Job ist körperlich: langes Stehen, Ware kommissionieren, Gebindegewichte von 25 Kilogramm sind Normalfall. Handwerkskunden sind direkt im Ton und ungeduldig, wenn Material fehlt oder eine Lieferung verspätet ist; Reklamationen landen unmittelbar am Schalter. Umsatz- und Registrierungsziele für den PRO-Bereich werden gemessen, der Druck ist aber geringer als im klassischen Außendienst. Die Fluktuation im Einzelhandel ist insgesamt hoch, im PRO-Bereich etwas niedriger, weil die Rolle als Aufstieg innerhalb der Fläche gilt.

Aussichten

Baumärkte bauen ihr Geschäft mit gewerblichen Kunden aus, weil dort höhere Warenkörbe und stabilere Umsätze liegen als im Privatkundengeschäft. Entsprechend werden Mitarbeiter mit Handwerkshintergrund gesucht. Entwicklungswege führen zur Leitung des PRO-Bereichs, zur Bereichs- oder Marktleitung oder aus dem Markt heraus in den Außendienst des Baustoffhandels beziehungsweise in den Herstellervertrieb, wo das Wissen über Verarbeiter unmittelbar verwertbar ist. Wer den Weg dorthin geht, braucht in der Regel einen Führerschein und die Bereitschaft zu Reisetätigkeit.

Aufgaben

  • Handwerkskunden am PRO-Schalter und auf der Fläche beraten
  • Materiallisten für Baustellen zusammenstellen und Mengen kalkulieren
  • Angebote mit gewerblichen Konditionen erstellen und nachfassen
  • Sonderbestellungen und Streckengeschäfte beim Lieferanten auslösen
  • Neue Handwerksbetriebe für das PRO-Kundenprogramm registrieren
  • Liefertermine koordinieren und Reklamationen bearbeiten
  • Warenpräsentation und Bestände im PRO-Bereich pflegen
  • Umsätze der Stammkunden beobachten und Betriebe telefonisch kontaktieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung im Einzelhandel oder im Bauhandwerk
  • Fundierte Warenkenntnis in mindestens einem Baubereich, etwa Trockenbau, Farben oder Sanitär
  • Sicherer Umgang mit Kassen-, Waren- und Angebotssystemen
  • Belastbarkeit für langes Stehen und Heben von Gebinden bis 25 Kilogramm
  • Bereitschaft zu frühem Arbeitsbeginn und Samstagsschichten
  • Klare, direkte Kommunikation mit gewerblichen Kunden

Wo man arbeitet

  • Bau- und Heimwerkermärkte mit gewerblichem Kundenbereich
  • Fachmärkte für Baustoffe und Ausbau
  • Baustofffachhandel mit Abholmarkt
  • Gartencenter und Profi-Abholstationen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder eine zweijährige zum Verkäufer, bevorzugt in einem Baumarkt. Quereinsteiger mit abgeschlossener handwerklicher Ausbildung werden direkt eingestellt und intern über Warenkundeschulungen eingearbeitet. Der Wechsel in den PRO-Bereich erfolgt meist nach ein bis zwei Jahren auf der Verkaufsfläche.

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