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Vertriebsleitung

Sales Director

Der Sales Director verantwortet den Vertrieb eines Unternehmens oder eines großen Geschäftsbereichs, führt Vertriebsleiter und Teams und trägt die Umsatz- und Ergebnisverantwortung. Die Rolle arbeitet strategisch, steht aber selbst bei Schlüsselkunden am Tisch.

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Gehalt

Was man als Sales Director verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 7.000 € 9.000 € 11.500 € 108.000 €
Mit Berufserfahrung 9.000 € 12.000 € 16.000 € 144.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 12.000 € 16.000 € 25.000 € 192.000 €

Die Werte gehen von üblicher, nicht voller Zielerreichung aus; der feste Anteil liegt auf dieser Ebene meist bei 70 bis 80 Prozent, der Rest hängt an Unternehmens- und Bereichsergebnis. Entscheidend sind Unternehmensgröße und Branche: Ein Sales Director im mittelständischen Maschinenbau liegt deutlich unter einem Kollegen mit Konzernverantwortung in Software oder Pharma. Tarifbindung besteht in der Regel nicht, häufig kommen Firmenwagen, Langfristboni oder Aktienprogramme hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sales Director?

Ein Sales Director verantwortet den Vertrieb eines Unternehmens, einer Region oder einer Geschäftseinheit. Anders als ein Vertriebsleiter, der meist ein Team direkt führt, führt der Sales Director in der Regel Führungskräfte: Regionalleiter, Key-Account-Leiter, Innendienstleitung. Der Arbeitsalltag besteht aus Planung, Steuerung und Gesprächen. Er leitet die Umsatz- und Margenziele aus der Unternehmensplanung ab, verteilt sie auf Regionen, Kanäle und Kundengruppen und verhandelt diese Zahlen zugleich nach oben mit der Geschäftsführung und nach unten mit den Teams.

Dazu kommt die Arbeit an der Struktur: Gebiete neu schneiden, Vergütungsmodelle anpassen, entscheiden, ob ein Markt über eigene Leute, über Handelsvertreter oder über Distributoren bearbeitet wird. Bei Schlüsselkunden und großen Rahmenverträgen ist der Sales Director selbst im Termin, oft dort, wo es eskaliert oder wo Preise für ein ganzes Jahr festgelegt werden. Ein erheblicher Teil der Zeit geht an Personalthemen: einstellen, entwickeln, trennen. Vertriebsorganisationen haben Fluktuation, und diese Rolle spürt sie zuerst.

Wie wird man Sales Director?

Es gibt keinen Ausbildungsweg, der direkt hierhin führt. Üblich ist ein Studium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder einem fachlich passenden Bereich, gefolgt von zehn bis fünfzehn Jahren Vertriebspraxis mit mindestens einer erfolgreich geführten Teamleitung. Der häufigste Pfad läuft über Außendienst, Key Account Management und Vertriebsleitung. Aufsteiger ohne Studium kommen vor, meist über nachgewiesene Ergebnisse in einer mittelständischen Struktur und ergänzt um eine Weiterbildung wie Betriebswirt oder ein Executive-Programm. Wer aus dem Handwerk oder der Technik kommt, hat bei technisch geprägten Herstellern reale Chancen, braucht dann aber belastbare Kenntnisse in Kalkulation, Controlling und Personalführung.

Was der Beruf verlangt

Die Rolle steht dauerhaft unter Zieldruck, und der Druck ist nicht delegierbar. Ein verfehltes Quartal wird auf dieser Ebene erklärt, nicht weitergegeben. Reisetätigkeit liegt häufig bei mehreren Tagen pro Woche, bei internationaler Verantwortung mit entsprechender Flugzeit; Abendessen mit Kunden und Wochenenden mit Messen gehören dazu. Arbeitszeiten von deutlich über vierzig Stunden sind die Regel, Erreichbarkeit wird erwartet.

Schwer fällt vielen der Wechsel vom Verkaufen zum Führen von Führungskräften. Der eigene Verkaufserfolg zählt kaum noch, gemessen wird die Leistung anderer. Dazu kommen unangenehme Entscheidungen: Gebiete zusammenlegen, Provisionsmodelle kürzen, langjährige Mitarbeiter trennen. Wer Konflikte meidet, hält die Position nicht lange. Die Verweildauer auf Sales-Director-Stellen ist kürzer als in vielen anderen Führungsrollen, weil sie unmittelbar an Zahlen hängt.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil, der Markt aber eng, weil es pro Unternehmen wenige solcher Stellen gibt. Besetzt wird häufig über Personalberater und über Netzwerke, seltener über Ausschreibungen. Gute Aussichten haben Kandidaten mit Erfahrung in mehreren Vertriebskanälen, mit internationaler Verantwortung und mit belegbarer Erfahrung im Umbau von Organisationen, etwa bei der Einführung datengetriebener Steuerung oder digitaler Vertriebskanäle. Weiterführende Wege sind Chief Sales Officer, Geschäftsführung mit Vertriebsressort oder der Wechsel in die Beratung und Interimsleitung.

Aufgaben

  • Umsatz-, Absatz- und Margenziele planen und auf Regionen und Kanäle verteilen
  • Vertriebsleiter und Key-Account-Verantwortliche führen und entwickeln
  • Vertriebsstrategie, Kanalstruktur und Gebietszuschnitt festlegen
  • Preis- und Rabattpolitik verantworten und Rahmenverträge verhandeln
  • Jahresgespräche mit Schlüsselkunden und Zentraleinkäufen führen
  • Vergütungs- und Zielsysteme für den Vertrieb gestalten
  • Forecast, Pipeline und Kennzahlen an die Geschäftsführung berichten
  • Personal auswählen, Nachfolgen planen und Trennungen durchführen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Studium in Wirtschaft, Technik oder vergleichbare Qualifikation
  • Mehrjährige Vertriebserfahrung mit nachweisbaren Ergebnissen, davon mehrere Jahre in Führung
  • Sicherer Umgang mit Kalkulation, Forecast, CRM-Daten und Vertriebscontrolling
  • Verhandlungsfähigkeit auf Einkaufsleiter- und Geschäftsführungsebene
  • Verhandlungssicheres Englisch, bei internationaler Verantwortung weitere Sprachen
  • Hohe Reisebereitschaft und Belastbarkeit unter dauerhaftem Zieldruck
  • Bereitschaft, personelle Entscheidungen zu treffen und zu vertreten

Wo man arbeitet

  • Industrie- und Konsumgüterhersteller
  • Technologie- und Softwareunternehmen
  • Großhandel und Distributoren
  • Dienstleistungskonzerne und Finanzunternehmen
  • Mittelständische Unternehmen mit internationalem Vertrieb

Der Weg in den Beruf

Übliche Grundlage ist ein wirtschaftswissenschaftliches oder technisches Studium mit anschließend zehn bis fünfzehn Jahren Vertriebspraxis über Außendienst, Key Account Management und Vertriebsleitung. Aufstiege ohne Studium sind möglich, meist mit einer Weiterbildung zum Betriebswirt oder einem MBA beziehungsweise Executive-Programm. Die Position wird nicht ausgebildet, sondern über Ergebnisse und Führungserfahrung erreicht.

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Vertriebsleiter

Vertriebsleiter führen ein Vertriebsteam, verantworten Umsatz- und Ertragsziele eines Gebiets, einer Region oder eines Landes und übersetzen die Unternehmensstrategie in konkrete Vertriebsarbeit. Die Rolle führt disziplinarisch und ist zugleich selbst noch bei Schlüsselkunden im Einsatz.

Offene Stellen
3
Monatsbrutto
5.000 – 15.000 €

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