Teamleiter Verkauf
Teamleiter Verkauf führen eine Verkaufsabteilung oder Filialschicht, verantworten Umsatz und Warenpräsentation und arbeiten selbst auf der Fläche mit. Die Rolle verbindet Kundenberatung mit Personalführung im Einzelhandel.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Teamleiter Verkauf verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.700 € | 3.100 € | 3.600 € | 37.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.600 € | 4.200 € | 43.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.500 € | 4.100 € | 5.000 € | 49.200 € |
Viele Stellen sind an den Tarifvertrag Einzelhandel des jeweiligen Bundeslandes gebunden, dort ist die Spanne eng und das Gehalt fast vollständig fest. Außerhalb der Tarifbindung sowie in Fachmärkten und Möbelhäusern kommen variable Anteile von etwa zehn bis zwanzig Prozent auf Abteilungs- oder Filialumsatz hinzu; entscheidend für die Höhe sind Betriebsgröße, Fläche und Umsatzvolumen des verantworteten Bereichs.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Teamleiter Verkauf?
Teamleiter Verkauf verantworten einen abgegrenzten Bereich im Handel: eine Warengruppe, eine Abteilung, eine Etage oder eine komplette Schicht in einer Filiale. Der Arbeitstag besteht zu einem großen Teil aus Verkauf am Kunden - beraten, kassieren, Reklamationen klären, Zusatzverkäufe anstoßen. Dazu kommt die Führung eines Teams von meist drei bis fünfzehn Verkäuferinnen und Verkäufern, Aushilfen und Auszubildenden.
Die Rolle arbeitet nach innen und nach außen gleichzeitig: nach außen zum Kunden, der in die Filiale kommt, nach innen zum Team, das eingeteilt, eingearbeitet und motiviert werden muss. Neukundengewinnung im klassischen Sinn gehört nicht dazu, wohl aber die Bindung von Stammkunden und die Steigerung von Bon- und Frequenzkennzahlen. Hinzu kommen Warenbestellung oder Bestellvorschläge, Inventurvorbereitung, Umsetzung von Werbeaktionen und Flächenkonzepten der Zentrale, Kontrolle von Beständen und Preisen sowie die Auswertung von Tages- und Wochenzahlen.
Wie wird man Teamleiter Verkauf?
Der übliche Weg führt über die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder zum Verkäufer und mehrere Jahre auf der Fläche. Wer Ergebnisse bringt und Verantwortung für Kolleginnen und Kollegen übernehmen will, wird zum stellvertretenden Teamleiter oder Substituten befördert. Viele Handelsunternehmen haben eigene Nachwuchsprogramme, die diesen Schritt in einem bis zwei Jahren strukturieren.
Quereinstieg ist verbreitet und wird offen ausgeschrieben. Gastronomie, Hotellerie und handwerkliche Verkaufsberufe gelten als gute Vorbildung, weil Schichtplanung, Kundenkontakt und Umgang mit Reklamationen dort vorkommen. Ohne kaufmännische Ausbildung wird meist Verkaufserfahrung erwartet und eine Bereitschaft, Handelsfachwirt oder eine interne Führungsqualifikation nachzuholen.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeitszeiten richten sich nach den Öffnungszeiten. Samstagsarbeit ist die Regel, Früh- und Spätschichten wechseln, in der Weihnachtszeit und bei Inventuren wird deutlich mehr gearbeitet. Der Beruf ist körperlich: Stehen über Stunden, Warenannahme, Umbauten der Fläche.
Der Druck kommt von zwei Seiten. Von oben stehen Umsatz-, Ertrags- und Personalkostenziele, die nach unten weitergegeben werden. Von unten stehen ein oft unterbesetztes Team, Krankheitsausfälle und Personalfluktuation, die kurzfristig ausgeglichen werden müssen - meist durch die eigene Arbeitszeit. Wer Konflikte scheut oder unangenehme Gespräche vermeidet, kommt in dieser Rolle nicht weit. Die Fluktuation auf dieser Ebene ist hoch, viele wechseln nach einigen Jahren in die Filialleitung, in den Außendienst der Industrie oder zurück in eine reine Verkaufsrolle.
Aussichten
Die Nachfrage ist konstant hoch, weil Handelsunternehmen Führungsstellen auf der Fläche schwer besetzen können. Wer bereit ist, den Standort zu wechseln, findet zügig eine Stelle. Der nächste Schritt ist die stellvertretende Filialleitung oder Filialleitung, danach Bezirks- oder Regionalleitung mit mehreren Standorten. Ein anderer verbreiteter Weg führt in den Vertrieb auf Herstellerseite - als Außendienstmitarbeiter oder Key Account Manager für Handelskunden, wo die Kenntnis der Fläche direkt nutzbar ist. Der Handelsfachwirt und Weiterbildungen in Warenwirtschaft oder Personalführung verbessern die Chancen deutlich.
Aufgaben
- Kunden beraten und selbst auf der Verkaufsfläche verkaufen
- Dienst- und Einsatzpläne für das Team erstellen
- Neue Mitarbeiter und Auszubildende einarbeiten und anleiten
- Umsatz-, Bon- und Ertragskennzahlen auswerten und Maßnahmen ableiten
- Warenpräsentation, Aktionsflächen und Preisauszeichnung kontrollieren
- Bestellungen auslösen, Bestände prüfen und Inventuren vorbereiten
- Reklamationen und Beschwerdefälle abschließend klären
- Vorgaben der Zentrale auf der Fläche umsetzen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung im Einzelhandel oder mehrjährige Verkaufserfahrung
- Erste Führungserfahrung oder klare Bereitschaft dazu
- Bereitschaft zu Schicht- und Samstagsarbeit
- Belastbarkeit und körperliche Fitness für Stehen und Warenhandling
- Sicherer Umgang mit Kassen- und Warenwirtschaftssystemen
- Konfliktfähigkeit und Durchsetzungsvermögen im Team
Wo man arbeitet
- Filialen von Lebensmittel- und Drogeriehandelsketten
- Fachmärkte für Bau, Möbel, Elektronik oder Sport
- Warenhäuser und Kaufhäuser
- Modefilialen und Fachgeschäfte
- Möbel- und Küchenhäuser
Der Weg in den Beruf
Üblich ist die dreijährige Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder die zweijährige zum Verkäufer, gefolgt von zwei bis fünf Jahren Verkaufspraxis. Der Aufstieg erfolgt meist intern über eine Position als Substitut oder stellvertretender Teamleiter, häufig begleitet von einem Nachwuchsprogramm des Unternehmens. Wer sich weiter qualifizieren will, absolviert den Handelsfachwirt IHK in zwei bis drei Jahren in Teilzeit.
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Filialleiter
Filialleiter führen eine Verkaufsstelle des Einzelhandels eigenverantwortlich: Personal, Umsatz, Ware und Kosten liegen in ihrer Hand. Die Rolle arbeitet nach innen ins Team und nach außen zum Kunden, mit klarer Umsatz- und Ergebnisverantwortung.
- Offene Stellen
- 361
- Monatsbrutto
- 2.900 – 6.500 €
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