Telekom Berater Außendienst
Telekom Berater im Außendienst verkaufen Festnetz-, Mobilfunk- und Internetprodukte direkt beim Kunden – an der Haustür, im Privathaushalt oder bei kleinen Gewerbebetrieben. Der Verdienst hängt stark von der Provision ab.
8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Telekom Berater Außendienst verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.000 € | 2.600 € | 3.400 € | 31.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.700 € | 3.500 € | 4.800 € | 42.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.400 € | 4.600 € | 7.000 € | 55.200 € |
Die Werte entsprechen einem üblichen Gesamteinkommen bei normaler, nicht bei voller Zielerreichung. Bei Anstellung liegt das Fixum meist zwischen 1.800 und 2.600 Euro, der Rest kommt aus Abschlussprovision; bei Handelsvertretung nach Paragraf 84 HGB besteht das Einkommen praktisch vollständig aus Provision, ohne Untergrenze und mit Rückbelastung bei Widerruf oder Storno. Entscheidend sind Gebietsqualität, Vermarktungsstand des Netzausbaus und die Provisionsstaffel des jeweiligen Vertriebspartners; ein Konzerntarifvertrag gilt nur bei direkter Anstellung bei der Deutschen Telekom.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Telekom Berater im Außendienst?
Telekom Berater im Außendienst arbeiten für die Deutsche Telekom oder – häufiger – für einen ihrer Vertriebspartner und verkaufen Anschlüsse und Tarife dort, wo die Kunden wohnen und arbeiten. Der Alltag besteht aus Terminen und Ansprachen in einem zugewiesenen Gebiet: Haushalte, die neu an das Glasfasernetz angeschlossen werden, Bestandskunden mit auslaufender Vertragslaufzeit, kleine Handwerksbetriebe, Arztpraxen, Gastronomie. Ein großer Teil der Arbeit ist Neukundengewinnung, oft ohne Voranmeldung an der Tür oder mit Terminen aus einer Vorqualifizierung im Callcenter.
Inhaltlich geht es um Bedarfsklärung und Rechenarbeit: Welche Bandbreite liegt am Standort überhaupt an, was kostet der Wechsel, wie viele Mobilfunkkarten braucht ein Betrieb, welche Kombination aus Festnetz, Mobilfunk und TV rechnet sich. Verträge werden meist direkt vor Ort digital abgeschlossen, mit Bonitätsprüfung und Legitimation. Danach folgt die Nacharbeit: Auftragsstatus verfolgen, Termine für die Technik abstimmen, Rückfragen des Kunden beantworten. Wer im Geschäftskundensegment arbeitet, betreut die gewonnenen Kunden weiter und verkauft nach – Cloud-Telefonie, Standortvernetzung, Sicherheitsprodukte.
Wie wird man Telekom Berater im Außendienst?
Eine bestimmte Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Viele Vertriebspartner stellen Quereinsteiger ein, häufig aus Einzelhandel, Gastronomie, Handwerk oder Fitnessbranche. Vorteile hat, wer eine kaufmännische Ausbildung mitbringt, etwa als Kaufmann für Dialogmarketing, im Einzelhandel oder als IT-Systemkaufmann. Die Produkt- und Systemschulung übernimmt der Arbeitgeber, meist in wenigen Wochen mit anschließender Begleitung durch einen Teamleiter. Für den Geschäftskundenvertrieb wird mehr technisches Verständnis erwartet, teils auch eine abgeschlossene Ausbildung oder erste Vertriebserfahrung.
Wichtig ist die Vertragsform: Ein Teil der Stellen ist eine feste Anstellung mit Fixum, ein anderer Teil ist Handelsvertretung nach Paragraf 84 HGB – selbstständig, auf eigene Rechnung, ohne Urlaubsanspruch und ohne garantiertes Einkommen. Der Unterschied sollte vor Vertragsschluss geklärt werden.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf ist zahlengetrieben. Abschlüsse pro Woche, Kontaktquote, Storno- und Widerrufsquote werden täglich ausgewertet. Ablehnung gehört zum Normalfall, gerade in der Direktansprache an der Haustür – viele Gespräche endet nach einem Satz. Wer das persönlich nimmt, hält nicht lange durch, und die Fluktuation in diesem Feld ist entsprechend hoch.
Die Arbeitszeiten liegen dort, wo Menschen zu Hause sind: nachmittags und abends, im Privatkundengeschäft regelmäßig bis in den Abend und häufig samstags. Der Führerschein und meist ein eigenes oder gestelltes Fahrzeug sind Voraussetzung, das Gebiet wird jeden Tag abgefahren. Körperlich fordert vor allem das dauerhafte Unterwegssein bei jedem Wetter. Dazu kommt Sorgfaltspflicht: Falsch beratene Kunden widerrufen, und Widerrufe kürzen die Provision.
Aussichten
Der Glasfaserausbau sorgt für anhaltende Nachfrage, weil neue Netzgebiete vermarktet werden müssen; im Mobilfunk und bei Geschäftskunden ist der Markt gesättigter und der Wettbewerb hart. Einstiegsstellen gibt es fast überall und laufend. Entwicklungswege führen vom Privatkunden- in den Geschäftskundenvertrieb, in die Teamleitung eines Außendienstteams, in den Key-Account-Bereich für Mittelstandskunden oder in eine eigene Vertriebsagentur mit mehreren Beratern. Die erworbene Erfahrung lässt sich auf andere Direktvertriebsfelder übertragen, etwa Energie oder Versicherung.
Aufgaben
- Privathaushalte und Kleingewerbe im zugewiesenen Gebiet ansprechen
- Bedarf an Festnetz, Internet, Mobilfunk und TV klären
- Tarife vergleichen und Wechselkosten durchrechnen
- Verträge vor Ort digital abschließen und Legitimation durchführen
- Bestandskunden vor Ablauf der Laufzeit erneut binden
- Auftragsstatus und Technikertermine nachverfolgen
- Verkaufszahlen, Kontaktquoten und Stornoquote dokumentieren
- Produkt- und Netzausbaustand im Gebiet aktuell halten
Voraussetzungen
- Kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, kaufmännische Ausbildung von Vorteil
- Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu täglichen Fahrten im Gebiet
- Belastbarkeit bei häufiger Ablehnung und unter Zielvorgaben
- Sicheres Deutsch im Gespräch, verständliche Erklärung technischer Zusammenhänge
- Bereitschaft zu Abend- und Samstagsarbeit
- Grundverständnis für Netztechnik, Tarifstrukturen und Vertragsrecht
- Sauberes Auftreten und Zuverlässigkeit bei der Vertragsdokumentation
Wo man arbeitet
- Vertriebspartner und Vertriebsagenturen der Deutschen Telekom
- Regionale Außendienstteams des Konzerns
- Ausbaugebiete für Glasfaser mit befristeten Vermarktungsprojekten
- Geschäftskundenvertrieb für Mittelstand und Kleingewerbe
- Homeoffice als Basis für Tourenplanung und Nacharbeit
Der Weg in den Beruf
Ein festgelegter Ausbildungsweg existiert nicht; der Einstieg erfolgt meist als Quereinstieg mit einer betrieblichen Produkt- und Verkaufsschulung von zwei bis sechs Wochen und anschließender Begleitung im Gebiet. Wer eine dreijährige kaufmännische Ausbildung mitbringt, etwa als Kaufmann für Dialogmarketing, im Einzelhandel oder als IT-Systemkaufmann, startet leichter im Geschäftskundensegment. Weiterbildungen wie der Fachwirt für Vertrieb sind für den Aufstieg in die Teamleitung üblich.
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