Telekom Vertriebsmitarbeiter im Außendienst
Vertriebsmitarbeiter im Außendienst für Telekommunikation verkaufen Festnetz-, Mobilfunk- und Glasfaseranschlüsse direkt beim Kunden – an der Haustür, im Gewerbegebiet oder im Fachhandel. Der Beruf ist stark auf Neukundengewinnung ausgerichtet und wird überwiegend leistungsabhängig bezahlt.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Telekom Vertriebsmitarbeiter im Außendienst verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.100 € | 2.700 € | 3.400 € | 32.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.800 € | 3.700 € | 5.200 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.500 € | 4.800 € | 7.500 € | 57.600 € |
Die Werte entsprechen dem Gesamteinkommen bei üblicher, nicht bei voller Zielerreichung. Im Privatkunden-Direktvertrieb liegt der feste Anteil oft nur bei 40 bis 60 Prozent, bei externen Vertriebspartnern gibt es auch reine Provisionsmodelle ohne Fixum; im Geschäftskundenaußendienst und bei direkter Anstellung beim Netzbetreiber ist der Fixanteil mit 70 bis 80 Prozent deutlich höher, dort greift teilweise der Tarifvertrag der Deutschen Telekom AG.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Telekom Vertriebsmitarbeiter im Außendienst?
Die Tätigkeit ist Direktvertrieb im Wohngebiet oder im Geschäftskundensegment. Im Privatkundengeschäft geht es überwiegend um die Vermarktung von Glasfaser- und Festnetzanschlüssen: Straßenzüge werden nach Ausbaugebieten aufgeteilt, Haushalte werden persönlich angesprochen, Tarife erklärt, Bandbreiten und Vertragslaufzeiten verglichen, Aufträge direkt auf dem Tablet abgeschlossen. Dazu kommen Informationsveranstaltungen in Gemeinden, Standbetreuung in Einkaufszentren und Nachfassbesuche bei Interessenten, die beim ersten Kontakt nicht unterschrieben haben.
Im Geschäftskundenaußendienst verschiebt sich das Bild: kleinere Betriebe, Praxen, Handwerksfirmen und Filialisten werden zu Anschlüssen, Mobilfunkflotten, Cloud-Telefonie und Netzwerklösungen beraten. Hier gibt es mehr Termingeschäft, längere Entscheidungswege und Bestandskunden, deren Verträge verlängert und erweitert werden. Wer für einen Vertriebspartner arbeitet, betreut häufig zusätzlich Fachhändler und Shops im Gebiet, schult deren Personal und kontrolliert Abschlusszahlen.
Gearbeitet wird meist eigenverantwortlich im festen Gebiet, mit täglicher Rückmeldung der Abschlüsse an die Vertriebsleitung und regelmäßigen Teammeetings, oft morgens vor dem Start in die Tour.
Wie wird man Telekom Vertriebsmitarbeiter im Außendienst?
Es gibt keinen geschützten Zugang. Üblich ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Dialogmarketing, im Einzelhandel oder als IT-Systemkaufmann. In der Praxis dominiert der Quereinstieg: Menschen aus Gastronomie, Handwerk, Einzelhandel und aus Callcentern werden eingestellt, weil Kontaktfreude und Belastbarkeit schwerer wiegen als Zeugnisse. Der Einstieg läuft über eine Produktschulung von wenigen Tagen bis zwei Wochen, danach Begleitung durch einen erfahrenen Kollegen im Gebiet. Für Geschäftskunden werden mehr technisches Verständnis und Erfahrung im Lösungsverkauf erwartet. Ein Führerschein ist praktisch immer Voraussetzung, ein Firmenwagen häufig, aber nicht überall vorhanden.
Was der Beruf verlangt
Der Alltag besteht aus Kaltakquise und damit aus Ablehnung. Wer an der Haustür verkauft, hört an einem Tag deutlich mehr Nein als Ja, wird abgewiesen, gelegentlich beschimpft und muss trotzdem an der nächsten Klingel freundlich bleiben. Die Arbeit findet dann statt, wenn Menschen zu Hause sind: späte Nachmittage, Abende, oft auch Samstage. Bei Ausbaukampagnen sind Wochen mit sechs Arbeitstagen und wechselnden Einsatzorten samt Übernachtung nicht selten. Körperlich zählen viele Kilometer zu Fuß bei jedem Wetter.
Dazu kommt Zieldruck. Abschlusszahlen werden meist wöchentlich ausgewertet, ein großer Teil des Einkommens hängt daran. Die Fluktuation in diesem Segment ist hoch, besonders bei externen Vertriebspartnern; viele steigen im ersten Jahr wieder aus. Wer bleibt, braucht Selbstorganisation, Frusttoleranz und die Fähigkeit, seriös zu beraten, statt Abschlüsse zu erzwingen – Widerrufsquoten und Beschwerden werden ausgewertet.
Aussichten
Der Glasfaserausbau sorgt seit Jahren für konstanten Bedarf an Direktvertrieb, weil Anschlüsse in Ausbaugebieten aktiv vermarktet werden müssen. Gleichzeitig verschiebt sich Volumen in Online- und Telefonkanäle, was reine Haustürteams langfristig unter Druck setzt. Entwicklungswege führen vom Privatkunden- in den Geschäftskundenaußendienst, in die Teamleitung mehrerer Vertriebsmitarbeiter, in die Gebiets- oder Regionalleitung oder in den Fachhandels- und Partnervertrieb. Wer nachweisbar Zahlen liefert, wechselt mit dieser Referenz auch in andere erklärungsbedürftige Branchen wie Energie oder Versicherungen.
Aufgaben
- Haushalte und Betriebe im zugeteilten Gebiet persönlich ansprechen
- Bedarf an Bandbreite, Telefonie und Mobilfunk ermitteln
- Tarife, Laufzeiten und Anschlusstechnik verständlich erklären
- Verträge vor Ort digital abschließen und dokumentieren
- Interessenten nachfassen und Termine wiederholt anlaufen
- Informationsstände und Aktionen in Ausbaugebieten betreuen
- Bestandskunden zu Vertragsverlängerungen und Zusatzprodukten beraten
- Abschlusszahlen und Gebietsergebnisse an die Vertriebsleitung melden
Voraussetzungen
- Kaufmännische Ausbildung oder einschlägige Vertriebserfahrung, Quereinstieg verbreitet
- Führerschein Klasse B
- Sicheres, freundliches Auftreten im direkten Kundenkontakt
- Hohe Frusttoleranz bei Ablehnung und Kaltakquise
- Bereitschaft zu Spätnachmittagen, Abendterminen und Samstagsarbeit
- Grundverständnis für Netz- und Anschlusstechnik
- Körperliche Belastbarkeit für lange Wegstrecken bei jedem Wetter
Wo man arbeitet
- Direktvertriebsgesellschaften und Vertriebspartner von Telekommunikationsanbietern
- Regionale Vertriebsorganisationen von Netzbetreibern
- Glasfaser- und Ausbauunternehmen
- Fachhandels- und Shoporganisationen im Telekommunikationsbereich
Der Weg in den Beruf
Ein formaler Abschluss ist nicht vorgeschrieben; verbreitet sind kaufmännische Ausbildungen wie Kaufmann für Dialogmarketing, im Einzelhandel oder als IT-Systemkaufmann mit jeweils drei Jahren Dauer. Der Einstieg erfolgt häufig als Quereinsteiger über eine Produkt- und Verkaufsschulung von einigen Tagen bis zwei Wochen, gefolgt von begleiteten Touren im Gebiet. Für den Geschäftskundenaußendienst werden meist mehrere Jahre Vertriebserfahrung und technisches Verständnis erwartet.
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