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Einzelhandel & Filiale

Verkäufer / Einzelhandelskaufmann / Mitarbeiter Markt

Verkäufer und Einzelhandelskaufleute beraten Kunden im Markt, kassieren, füllen Ware auf und halten die Fläche in Ordnung. Der Beruf arbeitet direkt am Kunden im Laden, mit festen Öffnungszeiten und häufiger Samstagsarbeit.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Verkäufer / Einzelhandelskaufmann / Mitarbeiter Markt verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.050 € 2.300 € 2.600 € 27.600 €
Mit Berufserfahrung 2.350 € 2.650 € 3.100 € 31.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.200 € 3.900 € 38.400 €

Maßgeblich sind die regionalen Tarifverträge für den Einzelhandel, die je Bundesland gelten; tarifgebundene Häuser zahlen zusätzlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Zuschläge für Spätarbeit. Das Gehalt ist praktisch vollständig fest, Provision spielt nur im beratungsintensiven Nonfood-Handel eine Rolle und liegt dort meist unter zehn Prozent; nicht tarifgebundene Betriebe und Beschäftigung ohne Berufsabschluss liegen deutlich am unteren Rand.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Mitarbeiter im Markt?

Die Arbeit findet auf der Verkaufsfläche statt, nicht am Schreibtisch. Der Tag beginnt meist mit der Warenannahme: Paletten und Rollcontainer werden kontrolliert, aufgelöst und die Artikel in die Regale gebracht. Dazu gehört das Prüfen von Mindesthaltbarkeitsdaten, das Auszeichnen von Preisen und das Umbauen von Zweitplatzierungen und Aktionsflächen. Wer im Lebensmittelhandel an der Frischetheke steht, schneidet Wurst und Käse, portioniert Fleisch oder legt Backwaren aus.

Der zweite Teil ist der Kundenkontakt. Kunden fragen nach Artikeln, wollen beraten werden, reklamieren, geben Ware zurück. Kassieren gehört in fast jeder Filiale dazu, ebenso das Abrechnen der Kasse, Retouren, Leergutannahme und die Bearbeitung von Bestellungen im Fachhandel. Im Nonfood-Bereich, etwa im Möbel-, Elektro- oder Modehandel, verschiebt sich das Gewicht deutlich zur Beratung und zum Verkaufsabschluss, teils mit Zusatzverkäufen von Garantien, Finanzierungen oder Zubehör. Ausgebildete Einzelhandelskaufleute übernehmen zusätzlich Aufgaben in der Warendisposition, in der Inventurvorbereitung und in der Einarbeitung neuer Kollegen.

Wie wird man Verkäufer oder Einzelhandelskaufmann?

Es gibt zwei anerkannte Ausbildungen: Verkäufer dauert zwei Jahre, Kaufmann im Einzelhandel drei Jahre. Beide sind dual, also Betrieb plus Berufsschule. Wer die Verkäuferausbildung abgeschlossen hat, kann das dritte Jahr anhängen und den Kaufmannsabschluss nachholen. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; in der Praxis stellen Betriebe überwiegend mit Hauptschul- oder Realschulabschluss ein.

Der Quereinstieg ist in diesem Feld einfacher als in fast jedem anderen Vertriebsberuf. Viele Märkte suchen Aushilfen und Vollzeitkräfte ohne Ausbildung und lernen sie an Kasse und Regal an. Wer aus Gastronomie, Pflege oder Handwerk kommt, bringt Schichttauglichkeit und Kundenumgang oft schon mit. Ohne Abschluss bleibt die Bezahlung allerdings länger am unteren Rand, und der Weg in Führungspositionen ist deutlich schwerer.

Was der Beruf verlangt

Die Belastung ist körperlich. Stehen über die ganze Schicht, Heben von Kisten und Getränkekästen, Arbeit im Kühlbereich, viel Bücken. Die Öffnungszeiten bestimmen die Arbeitszeit: Früh- und Spätschichten, Samstage regelmäßig, in verkaufsoffenen Zeiten auch lange Tage. Vor Weihnachten, Ostern und in Inventurwochen wird es eng. Personalmangel und kurzfristige Krankheitsausfälle führen dazu, dass Dienstpläne oft spät stehen und Einsätze verschoben werden.

Der Umgang mit Kunden ist der Kern der Arbeit und gleichzeitig ihr anstrengendster Teil. Beschwerden, Diebstahl, gelegentlich Aggression gehören dazu. Umsatz- und Aktionsziele werden je Filiale gemessen, im beratungsintensiven Nonfood-Handel teils auch je Mitarbeiter. Die Fluktuation ist hoch, besonders bei Kräften ohne Abschluss.

Aussichten

Die Nachfrage ist bundesweit stabil bis hoch, Märkte suchen dauerhaft Personal, auch in kleineren Orten. Damit ist der Beruf ein verlässlicher Einstieg und ein guter Ausgangspunkt für einen Wechsel. Nach einigen Jahren führen die Wege zur Abteilungsleitung, zum Substituten und zur Marktleitung, im Filialverbund auch zum Bezirksleiter. Wer den Handelsfachwirt oder den geprüften Handelsbetriebswirt macht, verbessert die Chancen deutlich. Viele nutzen die Flächenerfahrung außerdem für den Sprung in den Außendienst der Industrie, in den Großhandel oder in den Innendienst - Produktkenntnis und Verkaufsroutine sind dort gefragt.

Aufgaben

  • Kunden auf der Fläche beraten und Ware finden helfen
  • Kasse bedienen, abrechnen und Retouren bearbeiten
  • Warenlieferungen annehmen, prüfen und einräumen
  • Regale auffüllen, Preise auszeichnen, Frischeware kontrollieren
  • Aktionsflächen und Zweitplatzierungen aufbauen
  • Reklamationen und Umtausch abwickeln
  • Bestellungen auslösen und Bestände überwachen
  • Bei Inventuren zählen und Differenzen klären

Voraussetzungen

  • Ausbildung als Verkäufer oder Kaufmann im Einzelhandel, oft auch Quereinstieg ohne Abschluss möglich
  • Körperliche Belastbarkeit: langes Stehen, Heben, Arbeit im Kühlbereich
  • Bereitschaft zu Früh- und Spätschicht sowie Samstagsarbeit
  • Freundlichkeit und Geduld auch bei Beschwerden
  • Grundrechnen und Sorgfalt beim Kassieren
  • Gesundheitszeugnis nach Infektionsschutzgesetz bei Arbeit mit unverpackten Lebensmitteln

Wo man arbeitet

  • Supermärkte und Discounter
  • Fachmärkte für Elektro, Bau, Garten oder Möbel
  • Modefilialen und Drogerien
  • Bäckereien, Metzgereien und Getränkemärkte
  • Kauf- und Warenhäuser

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die duale Ausbildung zum Verkäufer über zwei Jahre oder zum Kaufmann im Einzelhandel über drei Jahre, jeweils mit IHK-Abschluss. Nach der zweijährigen Verkäuferausbildung lässt sich das dritte Jahr anhängen. Wer ohne Abschluss einsteigt, wird im Betrieb angelernt und kann die Prüfung später als Externer nachholen.

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