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Einzelhandel & Filiale

Verkäufer Frischetheke Fisch

Verkäufer an der Fischtheke beraten Kunden zu Frischfisch, Meeresfrüchten und Räucherware, filetieren und portionieren die Ware und verkaufen aktiv über die Bedientheke. Der Beruf verbindet Lebensmittelhandwerk mit direktem Kundenkontakt im Einzelhandel.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Verkäufer Frischetheke Fisch verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.450 € 2.700 € 29.400 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.750 € 3.100 € 33.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.150 € 3.700 € 37.800 €

Das Gehalt ist in der Regel ein reines Festgehalt nach dem Tarifvertrag für den Einzelhandel des jeweiligen Bundeslandes, Provision ist unüblich. Nach oben wirken Fachkräftezuschläge für Bedientheken, Zuschläge für frühen Arbeitsbeginn sowie die Übernahme der Thekenverantwortung; nicht tarifgebundene Betriebe und Marktstände zahlen häufig am unteren Rand.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Verkäufer an der Frischetheke Fisch?

Die Arbeit beginnt vor der Öffnung: Ware annehmen, Temperatur und Frische prüfen, Eisbett aufbauen, Fische und Meeresfrüchte dekorativ und verkaufsfördernd auslegen. Danach steht der Verkauf über die Bedientheke im Mittelpunkt. Kunden werden beraten, welcher Fisch sich zum Braten, Dünsten oder Grillen eignet, wie lange er hält und wie er zubereitet wird. Dazu kommt das Handwerk: Fische ausnehmen, entschuppen, filetieren, Lachsseiten trimmen, Garnelen schälen, Ware portionieren und verpacken.

Die Rolle arbeitet nach außen zum Endkunden, betreut aber keinen festen Kundenstamm im klassischen Sinn, sondern gewinnt Laufkundschaft an der Theke. Wer gut verkauft, macht aus einem Kilo Filet zwei und verkauft die Marinade dazu. Fast immer gehören auch Warendisposition, Bestellung für den nächsten Tag, Bruch- und Abschriftenkontrolle sowie die lückenlose Dokumentation der Kühlketten und Reinigungsschritte nach HACCP dazu. Am Abend wird die Theke komplett abgebaut, gereinigt und desinfiziert.

Wie wird man Verkäufer an der Frischetheke Fisch?

Der klassische Weg ist die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer oder die dreijährige zum Kaufmann im Einzelhandel, jeweils mit Schwerpunkt Lebensmittel. Auch Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk mit Fachrichtung Fischwirtschaft ist ein möglicher Abschluss, wird aber nur von wenigen Betrieben angeboten. Sehr verbreitet ist der Quereinstieg: Köche, Metzger, Bäckereifachverkäufer und Menschen aus der Gastronomie bringen Warenkunde und Messerroutine mit und werden im Betrieb angelernt. Verpflichtend sind eine Erstbelehrung nach Infektionsschutzgesetz und regelmäßige Hygieneschulungen.

Was der Beruf verlangt

Es ist körperliche Arbeit in kalter, feuchter Umgebung. Acht Stunden Stehen, Zugluft an der Theke, nasse Hände, Kisten und Eisbehälter heben. Der Geruch begleitet den Arbeitstag, daran gewöhnen sich manche nie. Arbeitsbeginn liegt oft zwischen fünf und sieben Uhr, Samstag ist der wichtigste Verkaufstag und damit Regelarbeitszeit. Vor Weihnachten, Ostern und Karfreitag sind die Wochen lang.

Dazu kommt Verkaufsdruck: Fisch ist teuer und verdirbt schnell, Abschriften fallen im Ergebnis sofort auf. Wer wenig verkauft, wirft weg. Hygienevorgaben sind streng und werden kontrolliert. Der Umgang mit Kunden verlangt Geduld, gerade bei langen Schlangen und Reklamationen. Ein guter Teil der Beschäftigten arbeitet in Teilzeit, die Fluktuation im Bedienthekenbereich ist hoch.

Aussichten

Geschulte Thekenkräfte sind knapp. Bedientheken sind für Vollsortimenter und Verbrauchermärkte ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem Discount, entsprechend werden Fachkräfte gesucht und teils mit Zuschlägen gehalten. Entwicklungswege führen zur Thekenleitung, zur Abteilungsleitung Frische oder zur Marktleitung, im Handwerk zur Meisterprüfung oder zum eigenen Fischfachgeschäft oder Marktstand. Auch der Wechsel in den Außendienst eines Fischgroßhändlers oder in die Betreuung von Gastronomiekunden ist ein realistischer nächster Schritt, weil dort Warenkunde und Verkaufserfahrung gleichzeitig gebraucht werden.

Aufgaben

  • Kunden an der Bedientheke beraten und aktiv verkaufen
  • Fisch ausnehmen, filetieren und portionieren
  • Theke mit Eisbett aufbauen und Ware ansprechend auslegen
  • Wareneingang und Frische prüfen, Kühlketten dokumentieren
  • Tagesbestellung disponieren und Abschriften kontrollieren
  • Salate, Marinaden und Fertigprodukte abfüllen und etikettieren
  • Theke, Geräte und Arbeitsflächen nach Hygieneplan reinigen
  • Aktionen und Saisonware im Markt platzieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung im Einzelhandel oder Lebensmittelhandwerk, oder Quereinstieg mit Anlernphase
  • Erstbelehrung nach Infektionsschutzgesetz und Hygieneschulung
  • Sicherer Umgang mit Messern und Bereitschaft, Fisch zu verarbeiten
  • Körperliche Belastbarkeit: langes Stehen, Kälte, Feuchtigkeit, Heben
  • Freundlichkeit und Ausdauer im Kundenkontakt, auch bei Andrang
  • Bereitschaft zu frühem Arbeitsbeginn und Samstagsarbeit

Wo man arbeitet

  • Verbrauchermärkte und Vollsortimenter mit Frischetheke
  • SB-Warenhäuser
  • Fischfachgeschäfte
  • Markt- und Wochenmarktstände
  • Fischgroßhandel mit Werksverkauf

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer oder die dreijährige zum Kaufmann im Einzelhandel mit Schwerpunkt Lebensmittel, alternativ Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Fachrichtung Fischwirtschaft. Viele Betriebe lernen Quereinsteiger innerhalb weniger Monate an der Theke an. Weiterbildungen zur Thekenleitung oder zum Handelsfachwirt sind nach einigen Berufsjahren möglich.

Offene Stellen als Verkäufer Frischetheke Fisch

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