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Einzelhandel & Filiale

Verkäuferin / Modeberaterin

Modeberaterinnen und Modeberater verkaufen Bekleidung, Schuhe und Accessoires in der Filiale, beraten Kundschaft zu Passform und Kombination und halten die Verkaufsfläche in Ordnung. Die Arbeit ist Präsenzverkauf am Kunden, mit fester Öffnungszeit und Samstagsdienst.

5 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Verkäuferin / Modeberaterin verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.350 € 2.600 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.700 € 3.100 € 32.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.200 € 3.900 € 38.400 €

In tarifgebundenen Häusern richtet sich die Vergütung nach dem Gehaltstarifvertrag für den Einzelhandel des jeweiligen Bundeslands; dort ist die Spanne eng, dazu kommen Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Das Einkommen besteht fast vollständig aus Festgehalt, Umsatzprämien liegen meist bei wenigen Prozent; nach oben unterscheiden sich Boutiquen und Premiummarken, Filialverantwortung und der Standort deutlich, und viele Stellen sind Teilzeit.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Modeberaterin?

Modeberaterinnen und Modeberater arbeiten auf der Verkaufsfläche und betreuen Kundschaft, die von selbst in die Filiale kommt. Sie sprechen Besucher an, fragen nach Anlass, Größe und Vorstellungen, holen Ware aus dem Lager, richten Kabinen ein und schlagen Alternativen oder Ergänzungsteile vor. Ein guter Teil des Umsatzes entsteht aus dem zweiten und dritten Teil, das mit an die Kabine kommt.

Neben der Beratung gehört die Fläche dazu: Ware annehmen, auszeichnen, einsortieren, Größen auffüllen, Rückläufer aus den Kabinen aufarbeiten, Tische und Ständer nach den Vorgaben des Visual Merchandising bestücken. Kassieren, Umtausch und Reklamationen bearbeiten, Kundenkarten und Newsletter anbieten, bei Inventuren zählen. In kleineren Läden kommen Bestellvorschläge und Warendisposition hinzu. Die Rolle arbeitet nach innen an einen laufenden Kundenstrom, nicht nach außen, und betreut in Fachgeschäften auch feste Stammkundschaft mit Terminen und Vormerkungen.

Wie wird man Modeberaterin?

Der klassische Weg ist die duale Ausbildung zur Verkäuferin in zwei Jahren oder zur Kauffrau im Einzelhandel in drei Jahren, jeweils im Betrieb und in der Berufsschule. Vorausgesetzt wird üblicherweise ein Hauptschul- oder Realschulabschluss. Für den Einstieg ohne Ausbildung ist die Branche offen: Quereinsteiger aus Gastronomie, Friseurhandwerk oder anderen Dienstleistungsberufen werden häufig als Verkaufskräfte eingestellt und intern angelernt, oft zunächst in Teilzeit oder befristet in der Saison. Wer bleibt, kann die Ausbildung nachholen oder über eine Externenprüfung abschließen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeit liegt in den Öffnungszeiten: Spätdienste bis 20 Uhr, Samstage fast durchgehend, in Innenstadt- und Centerlagen zusätzlich verkaufsoffene Sonntage. Freie Wochenenden sind die Ausnahme, die Dienstpläne wechseln. Vor Weihnachten, im Schlussverkauf und bei Kollektionswechseln ist der Druck deutlich höher.

Körperlich heißt der Beruf stehen, gehen und heben, sechs bis acht Stunden am Tag, mit Kartons im Lager und Ware auf Bügeln. Dazu kommt Freundlichkeit auf Abruf, auch bei Reklamationen und bei Kundschaft, die zehn Teile probiert und nichts kauft. Viele Häuser messen Kennzahlen je Mitarbeiter: Umsatz pro Stunde, Teile pro Bon, Abschlussquote. Der Anteil an Teilzeit- und Aushilfsstellen ist hoch, die Fluktuation in Filialen der Systemanbieter ebenfalls.

Aussichten

Verkaufskräfte werden laufend gesucht, weil viele Beschäftigte die Branche nach einigen Jahren wieder verlassen. Wer Ausbildung, Zuverlässigkeit im Schichtdienst und Verkaufszahlen mitbringt, findet ohne lange Suche eine Stelle. Der stationäre Modehandel schrumpft zwar in Flächen und Standorten, gleichzeitig verlagert sich das Angebot auf beratungsintensive Konzepte, in denen Personal der wesentliche Unterschied zum Onlinehandel ist.

Entwicklungswege führen über Erst- oder Fachkraft zur stellvertretenden Filialleitung und zur Filialleitung, mit Personalverantwortung, Dienstplanung und Umsatzsteuerung. Möglich sind auch Wechsel in den Einkauf, ins Visual Merchandising, in die Bezirksleitung mit mehreren Filialen oder in den Außendienst einer Modemarke, wo Fachwissen aus dem Verkauf gefragt ist. Weiterbildungen wie Handelsfachwirt oder Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel sind der übliche formale Schritt.

Aufgaben

  • Kundschaft auf der Fläche ansprechen und zu Passform, Größe und Kombination beraten
  • Ware aus dem Lager holen, Kabinen betreuen und Zusatzteile anbieten
  • Kasse bedienen, Umtausch und Reklamationen abwickeln
  • Lieferungen annehmen, auszeichnen und Größen auf der Fläche auffüllen
  • Tische, Ständer und Schaufenster nach Merchandising-Vorgaben bestücken
  • Kundenkarten, Treueprogramme und Services anbieten
  • an Inventuren und Bestandskontrollen mitarbeiten
  • Stammkundschaft mit Terminen, Vormerkungen und Rückrufen betreuen

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Ausbildung als Verkäuferin oder Kauffrau im Einzelhandel, oft auch Quereinstieg möglich
  • Bereitschaft zu Spätdiensten, Samstagsarbeit und wechselnden Dienstplänen
  • körperliche Belastbarkeit für langes Stehen, Gehen und Heben
  • freundliches, aktives Ansprechen fremder Menschen
  • gutes Deutsch, Grundkenntnisse Englisch in Touristenlagen hilfreich
  • Gespür für Kollektionen, Materialien und Trends
  • Sorgfalt bei Kasse, Warenpflege und Bestandsführung

Wo man arbeitet

  • Filialen von Modeketten und Systemanbietern
  • Modefachgeschäfte und Boutiquen
  • Warenhäuser und Kaufhäuser
  • Outlet-Center und Factory Outlets
  • Sport- und Schuhfachmärkte
  • Concept Stores und Markenflagshipstores

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die duale Ausbildung zur Verkäuferin (zwei Jahre) oder zur Kauffrau im Einzelhandel (drei Jahre) mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer. Wer ohne Abschluss einsteigt, wird meist als Verkaufskraft angelernt und kann die Prüfung später als Externe nachholen. Aufbauend sind Handelsfachwirt oder Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel möglich.

Offene Stellen als Verkäuferin / Modeberaterin

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