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Einzelhandel & Filiale

Verkäufer / Quereinsteiger Frischetheke

Verkäuferinnen und Verkäufer an der Frischetheke beraten Kunden an der Bedientheke für Fleisch, Wurst, Käse und Fisch, schneiden und portionieren Ware und halten Theke und Kühlung sauber. Der Einstieg ist auch ohne Ausbildung möglich, oft nach Anlernphase im Markt.

17 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Verkäufer / Quereinsteiger Frischetheke verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.300 € 2.500 € 27.600 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.650 € 2.950 € 31.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.750 € 3.100 € 3.600 € 37.200 €

Maßgeblich sind die regionalen Tarifverträge für den Einzelhandel, die je Bundesland unterschiedliche Gehaltsgruppen und Stufen vorsehen; tarifgebundene Betriebe zahlen zusätzlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Zuschläge für Spät- und Samstagsarbeit. Das Einkommen ist praktisch vollständig fest, Provision gibt es an der Frischetheke nicht; nicht tarifgebundene Händler und Metzgereien zahlen teils unter den genannten Werten, Verantwortung für die Theke bringt eine höhere Gehaltsgruppe.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Verkäuferin an der Frischetheke?

Die Frischetheke ist der Teil des Supermarkts, an dem noch persönlich verkauft wird. Kunden nennen ihren Wunsch, das Personal schneidet Aufschnitt, wiegt Käse ab, portioniert Fleisch, filetiert Fisch oder richtet Salate und Antipasti in Schalen an. Dazu gehört Beratung: welches Stück sich zum Schmoren eignet, wie lange ein Weichkäse noch hält, wie viel Gramm pro Person üblich sind. Ein Teil des Umsatzes entsteht durch aktives Anbieten von Zusatzartikeln und Aktionsware.

Der zweite große Teil der Arbeit ist die Theke selbst. Sie wird morgens dekoriert und bestückt, über den Tag nachgefüllt, abends geräumt, geleert und gereinigt. Ware wird angenommen, auf Temperatur und Qualität geprüft, eingeschlagen, bestellt und bei Ablauf ausgesortiert. Hygienevorschriften, Temperaturkontrollen und Dokumentation gehören dazu, ebenso die Bedienung von Aufschnittmaschine, Waage und Fleischwolf. In kleineren Märkten übernimmt das Thekenpersonal auch Bestellvorschläge und Inventurzählung.

Wie wird man Verkäuferin an der Frischetheke?

Der klassische Weg ist die zweijährige Ausbildung zur Verkäuferin oder die dreijährige zur Kauffrau im Einzelhandel, jeweils dual im Markt und in der Berufsschule. Ebenso passend sind Fleischerei- oder Fachverkäuferausbildungen im Lebensmittelhandwerk mit Schwerpunkt Fleischerei oder Bäckerei.

In der Praxis wird ein großer Teil der Stellen mit Quereinsteigern besetzt. Vorkenntnisse aus Küche, Metzgerei, Gastronomie oder Bäckerei helfen, sind aber keine Bedingung. Eingelernt wird im Markt, meist über einige Wochen an der Seite erfahrener Kolleginnen: Warenkunde, Schnittführung, Kassieren, Reinigungspläne. Vor dem ersten Arbeitstag ist eine Erstbelehrung nach Infektionsschutzgesetz durch das Gesundheitsamt oder einen Arzt nötig, dazu kommen betriebliche Hygieneschulungen. Wer bleiben will, kann später eine externe Prüfung ablegen oder sich zur Thekenleitung entwickeln.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet fast durchgehend im Stehen statt, in gekühlter Umgebung, mit Zugluft und Wechsel zwischen Theke und Kühlhaus. Getragen und gehoben wird regelmäßig, Kartons und Fleischkisten wiegen einiges. Schnittverletzungen sind ein reales Risiko, sauberes Arbeiten mit Messer und Maschine muss sitzen. Der Umgang mit rohem Fisch und Fleisch ist nicht jedem angenehm.

Die Arbeitszeiten richten sich nach den Öffnungszeiten: früher Beginn zum Bestücken, Spätdienste bis nach Ladenschluss, Samstagsarbeit ist die Regel, Sonntagsarbeit die Ausnahme. Vor Feiertagen wird es voll und hektisch. Wartezeiten an der Theke erzeugen Druck, gleichzeitig soll jeder Kunde freundlich beraten werden. Wer schlecht mit Reklamationen oder ungeduldigen Kunden umgehen kann, hat es schwer. Die Fluktuation ist in diesem Bereich hoch, gute Teams halten trotzdem lange zusammen.

Aussichten

Frischetheken sind für Supermärkte ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber Discountern, gleichzeitig finden Händler kaum Fachpersonal. Offene Stellen gibt es deshalb dauerhaft und fast überall, auch in kleineren Orten, und Quereinsteiger werden aktiv gesucht. Teilzeitmodelle sind verbreitet und meist gut verhandelbar.

Entwickeln kann man sich zur stellvertretenden oder verantwortlichen Thekenleitung mit Bestell-, Personaleinsatz- und Umsatzverantwortung, weiter zur Marktleitungsassistenz oder Abteilungsleitung. Möglich sind auch Wechsel in den Bereich Frischeberatung eines Lieferanten oder in den Außendienst für Fleisch- und Käsesortimente, wo Warenkunde aus der Theke direkt verwertbar ist. Fachkundenachweise und Weiterbildungen im Handelsfachwirt-Bereich beschleunigen den Aufstieg.

Aufgaben

  • Kunden an der Bedientheke beraten und bedienen
  • Fleisch, Wurst, Käse und Fisch schneiden, portionieren und verpacken
  • Theke morgens bestücken, dekorieren und über den Tag nachfüllen
  • Warenannahme, Temperatur- und Qualitätskontrolle, Aussortieren abgelaufener Ware
  • Hygienevorschriften einhalten und Reinigung von Maschinen und Theke dokumentieren
  • Aktionsartikel und Zusatzverkäufe aktiv anbieten
  • Bestellungen vorbereiten und bei Inventuren mitzählen
  • Kassieren und Vorbestellungen für Feiertage annehmen

Voraussetzungen

  • Kein bestimmter Schulabschluss nötig, Ausbildung im Einzelhandel oder Lebensmittelhandwerk ist ein Vorteil
  • Erstbelehrung nach Infektionsschutzgesetz vor Arbeitsbeginn
  • Sicherer Umgang mit Messer, Aufschnittmaschine und Waage, wird angelernt
  • Körperliche Belastbarkeit: dauerhaftes Stehen, Kälte, Heben von Kisten
  • Freundlichkeit und Geduld auch bei langer Warteschlange
  • Bereitschaft zu Früh- und Spätdiensten sowie Samstagsarbeit
  • Deutschkenntnisse für die Beratung am Kunden

Wo man arbeitet

  • Supermärkte und Verbrauchermärkte
  • SB-Warenhäuser und Hypermärkte
  • Metzgereien und Fleischereifachgeschäfte
  • Käse- und Feinkostgeschäfte
  • Fischfachgeschäfte und Markthallen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die zweijährige Ausbildung zur Verkäuferin oder die dreijährige zur Kauffrau im Einzelhandel, alternativ eine Ausbildung als Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk mit Schwerpunkt Fleischerei. Quereinsteiger werden im Markt angelernt, meist über einige Wochen an der Theke, und erhalten Hygiene- und Maschinenschulungen. Eine externe Abschlussprüfung kann später nachgeholt werden.

Offene Stellen als Verkäufer / Quereinsteiger Frischetheke

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