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Einzelhandel & Filiale

Verkaufsberater / Verkäufer Telekommunikation Coburg

Verkaufsberater für Telekommunikation beraten in Shops und Fachmärkten zu Mobilfunktarifen, Endgeräten und Internetanschlüssen und schließen die Verträge direkt am Point of Sale ab. Die Arbeit ist Beratung und aktiver Verkauf in einem, meist mit persönlichen Umsatz- und Stückzielen.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Verkaufsberater / Verkäufer Telekommunikation Coburg verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.450 € 2.800 € 29.400 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.900 € 3.400 € 34.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.400 € 4.300 € 40.800 €

Shops der Netzbetreiber orientieren sich häufig am Gehaltstarifvertrag für den bayerischen Einzelhandel, Vertriebspartner und Franchisebetriebe zahlen frei und oft mit höherem variablen Anteil. Der feste Anteil liegt meist bei 75 bis 90 Prozent; die genannten Werte gehen von üblicher, nicht von voller Zielerreichung aus.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Verkaufsberater Telekommunikation?

Die Rolle arbeitet im Laden, also nach innen zum Kunden, der von selbst kommt - nicht im Außendienst. Kunden betreten den Shop mit einem konkreten Anlass: Vertrag läuft aus, Handy defekt, Rechnung unklar, Umzug mit DSL- oder Glasfaseranschluss. Aus diesem Anlass wird ein Beratungsgespräch und im Idealfall ein Abschluss. Beraten wird zu Tarifen, Datenvolumen, Familien- und Zusatzkarten, Endgeräten, Zubehör, Versicherungen und zunehmend zu Festnetz- und Glasfaserprodukten sowie TV-Paketen.

Zum Alltag gehören auch technische Handgriffe: SIM-Karten tauschen, Geräte einrichten, Daten übertragen, eSIM aktivieren, Rufnummern portieren. Dazu kommt Servicearbeit, die kein Umsatz bringt, aber Zeit kostet - Reklamationen aufnehmen, Reparaturen abwickeln, Rechnungen erklären, Kündigungen bearbeiten. Ein Teil der Arbeit ist Bestandskundengeschäft: Vertragsverlängerungen aktiv ansprechen, bevor der Kunde zum Wettbewerber wechselt. Wer im Shop einer Vertriebsorganisation in Coburg oder Umgebung arbeitet, betreut häufig auch Geschäftskunden aus dem Handwerk und dem Mittelstand mit kleinen Flottenverträgen.

Wie wird man Verkaufsberater Telekommunikation?

Der klassische Weg ist die dreijährige Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder zum Verkäufer, teils auch zum IT-Systemkaufmann. In der Praxis ist die Branche einer der offensten Bereiche für Quereinsteiger. Wer aus Gastronomie, Friseurhandwerk, Pflege oder aus dem Lebensmitteleinzelhandel kommt und Freude am Gespräch mitbringt, wird eingestellt und intern geschult. Die Produktschulungen der Netzbetreiber und Verbundgruppen dauern wenige Tage bis Wochen, danach folgt Einarbeitung auf der Fläche. Technisches Grundverständnis für Smartphones und Netze lässt sich lernen, Verkaufsfreude schwerer.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist Zieldruck im Wochenrhythmus. Nahezu überall gibt es Stückziele je Produktgruppe, oft heruntergebrochen auf den einzelnen Berater, mit Aushang oder täglichem Kurzmeeting. Wer Zusatzprodukte nicht anspricht, fällt auf. Dazu kommen Öffnungszeiten des Handels: Samstagsarbeit ist Regel, in Einkaufszentren auch späte Schichten, in der Vorweihnachtszeit gibt es kaum Urlaub. Der Tag verläuft überwiegend im Stehen, bei hohem Kundenaufkommen ohne Pausenrhythmus.

Belastend ist die Mischung aus Verkauf und Beschwerdeannahme. Derselbe Berater, der eben ein Neugerät verkauft hat, erklärt zehn Minuten später eine strittige Rechnung. Die Fluktuation in der Branche ist hoch, besonders in Shops von Vertriebspartnern mit starkem Provisionsanteil. Wer die Ziele stabil erreicht, arbeitet dagegen recht selbstständig.

Aussichten

Die Zahl der stationären Shops sinkt langsam, weil Verträge online abgeschlossen werden. Gleichzeitig bleibt Beratung dort gefragt, wo Produkte erklärt werden müssen - Glasfaser, Smart Home, Geschäftskundenflotten. Wer Bestandskunden bindet und Festnetzprodukte verkauft, ist schwer ersetzbar. Entwicklungswege führen zum stellvertretenden Shopleiter, zur Filialleitung, in den Geschäftskundenvertrieb oder in den Außendienst eines Netzbetreibers, wo das Einkommen deutlich höher liegt. Ein weiterer Weg ist die Weiterbildung zum Handelsfachwirt.

Aufgaben

  • Kunden zu Mobilfunktarifen, Endgeräten und Anschlüssen beraten
  • Verträge abschließen, verlängern und Rufnummern portieren
  • Zusatzprodukte wie Versicherung, Zubehör und TV-Pakete verkaufen
  • Smartphones einrichten, Daten übertragen, eSIM aktivieren
  • Reklamationen, Reparaturaufträge und Rechnungsfragen bearbeiten
  • Bestandskunden vor Vertragsende aktiv ansprechen
  • Warenpräsentation, Preisauszeichnung und Kassenabrechnung
  • Persönliche Stück- und Umsatzziele im Blick behalten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung im Einzelhandel oder Quereinstieg mit Verkaufsaffinität
  • Sicheres Deutsch im Kundengespräch, Grundkenntnisse Englisch hilfreich
  • Interesse an Smartphones, Tarifen und Netztechnik
  • Bereitschaft zu Samstagsarbeit und wechselnden Schichten
  • Belastbarkeit bei Beschwerden und Zieldruck
  • Körperliche Ausdauer für einen Arbeitstag im Stehen

Wo man arbeitet

  • Shops der Netzbetreiber in Innenstadt und Einkaufszentrum
  • Shops von Vertriebspartnern und Fachhandelsverbünden
  • Telekommunikationsabteilungen von Elektronikfachmärkten
  • Filialen von Kabel- und Regionalnetzanbietern

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer, jeweils mit IHK-Abschluss. Quereinsteiger werden häufig direkt eingestellt und über Produkt- und Verkaufsschulungen der Anbieter eingearbeitet, die Einarbeitung dauert meist vier bis zwölf Wochen.

Offene Stellen als Verkaufsberater / Verkäufer Telekommunikation Coburg

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