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Versicherung & Finanzvertrieb

Vertriebsassistent Privatkunden Versicherungen Bankenvertrieb

Vertriebsassistenten für Privatkundenversicherungen im Bankenvertrieb unterstützen Bankberater und Versicherungsspezialisten vom Innendienst aus: Sie bereiten Beratungstermine vor, rechnen Angebote, pflegen Bestände und halten telefonisch Kontakt zu Privatkunden.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Vertriebsassistent Privatkunden Versicherungen Bankenvertrieb verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.000 € 3.400 € 36.000 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.600 € 4.100 € 43.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.700 € 4.200 € 4.900 € 50.400 €

Die Stellen sind meist tarifgebunden - Tarifvertrag für das private Bankgewerbe, TVöD-S bei Sparkassen oder der Tarifvertrag für die Versicherungswirtschaft -, deshalb ist die Spanne eng. Der feste Anteil liegt üblicherweise bei 90 Prozent und mehr; variable Bestandteile sind eine Filial- oder Teamprämie im Bereich eines Monatsgehalts pro Jahr, nicht eine individuelle Abschlussprovision.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Vertriebsassistent Privatkunden Versicherungen im Bankenvertrieb?

Banken und Sparkassen verkaufen Versicherungen ihrer Kooperationspartner an Privatkunden - Hausrat, Haftpflicht, Unfall, Risikoleben, private Altersvorsorge, Kfz. Der Vertriebsassistent arbeitet im Innendienst und hält den Vertrieb dieser Produkte am Laufen. Er wertet Kundenlisten und Vertriebsimpulse aus dem System aus, telefoniert Privatkunden an und vereinbart Termine für Berater in der Filiale oder für den Versicherungsspezialisten. Er rechnet Angebote in den Tarifrechnern der Partnergesellschaft, stellt Unterlagen für Beratungsgespräche zusammen und erfasst Anträge nach dem Termin vollständig und regelkonform.

Dazu kommt die laufende Bestandsarbeit: Vertragsänderungen, Adressen, Beitragsanpassungen, Kündigungen abwehren, Ablaufinformationen an Kunden weitergeben, einfache Schadenmeldungen aufnehmen und an den Versicherer weiterleiten. Ein Teil der Arbeit ist Berichtswesen - Abschlusszahlen, Terminquoten und Bestandsentwicklung für die Filial- oder Regionalleitung. Die Rolle betreut überwiegend bestehende Kunden der Bank, gewinnt aber innerhalb dieses Bestandes neue Verträge. Geführt wird in der Regel nicht.

Wie wird man Vertriebsassistent Privatkunden Versicherungen im Bankenvertrieb?

Der übliche Weg ist eine kaufmännische Ausbildung: Bankkaufmann oder Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen, beide dreijährig und dual. Auch Kaufleute für Büromanagement mit Erfahrung in einem Finanzdienstleister kommen unter. Quereinstieg ist möglich und häufig, etwa aus dem Einzelhandel, aus Servicecentern oder aus der Sachbearbeitung - dann folgt eine mehrmonatige interne Qualifizierung. Für die Beratung zu Versicherungen ist die Sachkunde nach § 34d Gewerbeordnung nötig, im Angestelltenverhältnis meist über die IHK-Sachkundeprüfung oder eine als gleichwertig anerkannte Ausbildung. Wer nur vorbereitet und Termine vereinbart, braucht sie nicht zwingend, wer selbst berät, schon.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten sind planbar, Filialöffnungszeiten und gelegentliche Abendtermine ausgenommen. Der Druck kommt aus der Zielsystematik: Filialen haben Stückzahlvorgaben für Versicherungsabschlüsse, und der Assistent liefert die Termine dafür. Telefonieren gegen Widerstand gehört dazu, viele Angerufene haben kein Interesse an einem Versicherungsgespräch mit ihrer Bank. Wer das persönlich nimmt, hält die Rolle nicht lange durch.

Daneben steht viel Formalismus. Beratungsdokumentation, Datenschutz, Geeignetheitsprüfung, Widerrufsfristen - Fehler werden von der Revision gefunden und müssen nachgearbeitet werden. Zwei IT-Welten parallel zu bedienen, das Kernbanksystem und die Anwendungen des Versicherungspartners, ist Alltag und mühsam. Sorgfalt zählt in dieser Rolle genauso viel wie Verkaufsgeschick.

Aussichten

Banken und Sparkassen bauen Filialen ab, das Versicherungsgeschäft im Bankenvertrieb bleibt dagegen ein wichtiger Ertragspfeiler, weil es Provisionen ohne Zinsrisiko bringt. Assistenzstellen werden dabei zunehmend in Kompetenzcenter und Kundenservicecenter zusammengezogen, seltener in einzelnen Filialen besetzt. Wer die Sachkunde erwirbt und Abschlüsse selbst verantwortet, wechselt in die Beratung von Privatkunden, in die Spezialistenrolle für Vorsorge oder in den Außendienst der Partnergesellschaft. Fachwirtabschlüsse für Versicherungen und Finanzen oder Bankfachwirt sind die üblichen nächsten Schritte, ebenso ein Wechsel in die Vertriebssteuerung.

Aufgaben

  • Kundenlisten und Vertriebsimpulse aus dem System auswerten
  • Privatkunden telefonisch ansprechen und Beratungstermine vereinbaren
  • Angebote in den Tarifrechnern der Partnergesellschaft kalkulieren
  • Beratungsunterlagen vorbereiten und Anträge nachbearbeiten
  • Bestandsvorgänge bearbeiten: Vertragsänderungen, Beitragsanpassungen, Kündigungsbearbeitung
  • einfache Schadenmeldungen aufnehmen und weiterleiten
  • Abschlusszahlen und Terminquoten für die Filial- oder Regionalleitung aufbereiten
  • Berater in der Filiale zu Produkten und Prozessen der Versicherungspartner unterstützen

Voraussetzungen

  • abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, meist Bankkaufmann oder Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen
  • Sachkundenachweis nach § 34d GewO, sofern selbst beraten wird
  • Sicherheit am Telefon und Ausdauer bei Absagen
  • sorgfältige, dokumentationsfeste Arbeitsweise
  • Umgang mit Kernbanksystem, CRM und Tarifrechnern
  • Grundverständnis für Privatkundenversicherungen und Altersvorsorge

Wo man arbeitet

  • Filialen von Banken und Sparkassen
  • Kunden- und Kompetenzcenter von Kreditinstituten
  • Vertriebsdirektionen von Versicherern mit Bankkooperation
  • Genossenschaftsbanken und deren Verbundpartner

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Bankkaufmann oder zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen. Quereinsteiger mit kaufmännischer Vorerfahrung werden intern über mehrmonatige Produkt- und Vertriebsschulungen qualifiziert. Für eigenständige Beratung kommt die IHK-Sachkundeprüfung nach § 34d GewO hinzu.

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