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Vertriebsinnendienst

Vertriebsassistenz

Die Vertriebsassistenz arbeitet im Innendienst und hält den Vertrieb organisatorisch am Laufen: Angebote vorbereiten, Termine koordinieren, Daten im CRM pflegen und Außendienst wie Vertriebsleitung entlasten. Eigene Umsatzverantwortung gehört in der Regel nicht dazu.

12 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Vertriebsassistenz verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.750 € 3.100 € 33.000 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.300 € 3.800 € 39.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 3.900 € 4.600 € 46.800 €

Das Gehalt ist überwiegend fest, der variable Anteil liegt meist bei null bis zehn Prozent und ist häufig an den Teamerfolg gekoppelt, nicht an eigene Abschlüsse. Ausschlaggebend sind Branche und Betriebsgröße: In tarifgebundenen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie oder der Chemie liegen die Werte deutlich über denen im Einzelhandel oder bei kleinen Dienstleistern.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Vertriebsassistenz?

Eine Vertriebsassistenz sitzt im Innendienst und ist die organisatorische Schaltstelle zwischen Außendienst, Kunden, Vertriebsleitung und den angrenzenden Abteilungen. Der Tag besteht aus Angebotsvorbereitung nach Vorgaben des Außendienstes, Terminkoordination für Kundenbesuche und Messen, Pflege von Kunden- und Umsatzdaten im CRM, Erstellung von Auswertungen und Präsentationen für Vertriebsmeetings sowie der Bearbeitung eingehender Kundenanfragen am Telefon und per Mail. Dazu kommen Aufträge erfassen, Liefertermine mit Logistik und Produktion abstimmen, Reklamationen aufnehmen und weiterleiten, Reisekosten abrechnen und Vertriebsunterlagen aktuell halten.

Die Rolle arbeitet überwiegend nach innen und betreut Bestandskunden begleitend, sie gewinnt keine neuen Kunden und führt keine Mitarbeiter. Verkaufsgespräche werden vorbereitet, nicht geführt. In kleineren Unternehmen ist die Grenze zum Vertriebsinnendienst allerdings fließend: Dort übernimmt die Assistenz häufig auch eigene Kundenkontakte, kalkuliert Standardangebote selbst und wird zur ersten Ansprechperson für einen Teil des Kundenstamms.

Wie wird man Vertriebsassistenz?

Der übliche Weg führt über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kauffrau oder Kaufmann für Büromanagement, im Groß- und Außenhandel, in der Industrie oder im Einzelhandel. Auch Bürokaufleute, Hotelfachkräfte und Fremdsprachenkorrespondenten finden hier Anschluss. Ein Studium ist nicht erforderlich, Betriebswirtschaft schadet aber nicht und beschleunigt den Aufstieg.

Der Quereinstieg ist einer der leichtesten im Vertriebsumfeld. Wer aus Einzelhandel, Gastronomie oder Verwaltung kommt, sicher am Telefon ist, ordentlich schreibt und mit Excel umgehen kann, hat gute Chancen. Entscheidend sind im Bewerbungsgespräch weniger Zertifikate als der Nachweis, dass mehrere Vorgänge parallel sauber verwaltet werden können. Produktkenntnisse und die ERP-Software des Hauses werden am Arbeitsplatz gelernt.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten sind in der Regel geregelt, Wochenendarbeit ist die Ausnahme, Messen und Kundenveranstaltungen können sie erforderlich machen. Der Druck kommt nicht von Umsatzzielen, sondern von der Menge und der Gleichzeitigkeit: mehrere Außendienstmitarbeiter mit unterschiedlichen Erwartungen, wartende Kunden, kurzfristige Anfragen der Vertriebsleitung, dazwischen ein Angebot, das heute noch raus muss. Wer schlecht Nein sagt oder Prioritäten nicht setzt, arbeitet dauerhaft über der eigenen Grenze.

Unangenehm empfinden viele die Zuarbeit ohne eigene Sichtbarkeit. Erfolge werden dem Außendienst zugerechnet, Fehler in der Vorbereitung fallen auf die Assistenz zurück. Der Anteil an Routine ist hoch, ein Teil der Arbeit ist Datenpflege. Wer Verkaufen im engeren Sinn sucht, ist auf dieser Position falsch. Wer verlässliche Strukturen mag und gerne im Hintergrund koordiniert, findet einen der stabilsten Arbeitsplätze im Vertrieb.

Aussichten

Die Nachfrage ist konstant, weil kaum ein Vertriebsteam ohne Innendienstunterstützung arbeitet. Gleichzeitig verändert Automatisierung den Aufgabenzuschnitt: Angebotserstellung und Auftragserfassung laufen zunehmend systemgestützt, dafür wachsen CRM-Betreuung, Auswertung und Kundenkommunikation. Wer sich in Systeme wie SAP, Salesforce oder HubSpot einarbeitet, sichert seine Position ab.

Die üblichen Entwicklungswege führen in den Vertriebsinnendienst mit eigener Kundenverantwortung, in die Key-Account-Betreuung, in Sales Operations oder ins Vertriebscontrolling. Wer nach draußen will, nutzt die Position als Einstieg und wechselt nach zwei bis drei Jahren mit Produktwissen in den Außendienst. Nach oben geht es über die Teamleitung Innendienst. Fortbildungen zum Fachwirt oder Betriebswirt sind dafür ein gängiger Zwischenschritt.

Aufgaben

  • Angebote und Verträge nach Vorgaben des Außendienstes vorbereiten
  • Kunden-, Umsatz- und Kontaktdaten im CRM pflegen
  • Kundentermine, Besuchsrouten und Messeauftritte koordinieren
  • Auswertungen, Statistiken und Präsentationen für Vertriebsmeetings erstellen
  • Telefonische und schriftliche Kundenanfragen aufnehmen und weiterleiten
  • Aufträge erfassen und Liefertermine mit Logistik und Produktion abstimmen
  • Reklamationen entgegennehmen und Bearbeitung nachhalten
  • Reisekosten, Provisionsabrechnungen und Vertriebsunterlagen verwalten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder vergleichbare Berufserfahrung
  • Sicherer Umgang mit Excel, Outlook und einem CRM- oder ERP-System
  • Organisationsfähigkeit und die Fähigkeit, mehrere Vorgänge parallel zu verfolgen
  • Klare schriftliche Ausdrucksweise und freundliche Telefonstimme
  • Belastbarkeit bei Termindruck und kurzfristigen Anfragen
  • Englischkenntnisse, in exportorientierten Betrieben verhandlungssicher

Wo man arbeitet

  • Industrieunternehmen mit eigenem Vertriebsteam
  • Groß- und Außenhandelsbetriebe
  • Vertriebsniederlassungen und Regionalbüros
  • IT- und Softwareunternehmen
  • Dienstleister und Agenturen mit Vertriebsorganisation

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Kauffrau oder Kaufmann für Büromanagement, im Groß- und Außenhandelsmanagement oder in der Industrie, jeweils mit IHK-Abschluss. Der Quereinstieg aus Handel, Gastronomie oder Verwaltung ist verbreitet, wenn kaufmännische Grundkenntnisse und Erfahrung im Kundenkontakt vorliegen. Produkt- und Systemkenntnisse werden im Betrieb erworben, eine Weiterbildung zum Fachwirt ist der gängige nächste Schritt.

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