Vertriebsmitarbeiter Außendienst Deutsche Telekom
Vertriebsmitarbeiter im Außendienst der Deutschen Telekom besuchen Privat- oder Geschäftskunden vor Ort, verkaufen Anschlüsse, Mobilfunk- und IT-Lösungen und betreuen bestehende Verträge. Die Rolle arbeitet nach außen, mit Zielvorgaben und einem variablen Gehaltsanteil.
8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Vertriebsmitarbeiter Außendienst Deutsche Telekom verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 3.200 € | 3.900 € | 38.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.400 € | 4.200 € | 5.200 € | 50.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.500 € | 5.400 € | 7.000 € | 64.800 € |
Bei direkter Anstellung gilt der Tarifvertrag der Deutschen Telekom AG mit ver.di; der feste Anteil liegt dort meist bei 80 bis 90 Prozent, die Spanne ist entsprechend eng. Bei Vertriebspartnern und Agenturen im Privatkundengeschäft besteht das Einkommen oft überwiegend oder vollständig aus Provision pro Abschluss, mit deutlich größerer Streuung nach unten und oben. Die angegebenen Werte entsprechen üblicher, nicht voller Zielerreichung.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Vertriebsmitarbeiter Außendienst bei der Deutschen Telekom?
Der Außendienst der Telekom ist kein einheitlicher Beruf, sondern zerfällt in mehrere Rollen. Im Geschäftskundenvertrieb betreuen Mitarbeiter kleine und mittlere Unternehmen in einem festen Gebiet: Festnetz- und Mobilfunkverträge, Glasfaseranschlüsse, Cloud-Telefonie, Netzwerk- und Sicherheitslösungen. Der Alltag besteht aus Terminen beim Kunden, telefonischer Vorqualifizierung, Bedarfsanalyse, Angebotserstellung im Konfigurator und Vertragsabschluss. Bestandskunden werden regelmäßig auf Vertragsverlängerung und Zusatzprodukte angesprochen, Neukunden über Listen, Empfehlungen und Kaltansprache gewonnen.
Im Privatkundenbereich läuft der Außendienst überwiegend über Vertriebspartner und Vertriebsagenturen. Hier gehören Haustürvertrieb in Glasfaser-Ausbaugebieten, Info-Punkte in Wohngebieten und Termine nach Ausbauankündigung zum Geschäft. Wer für eine Agentur arbeitet, ist nicht bei der Telekom angestellt, sondern beim Partnerunternehmen oder selbstständig auf Handelsvertreterbasis. Dieser Unterschied entscheidet über Gehaltsstruktur, Absicherung und Arbeitsalltag stärker als jede Produktschulung.
Dokumentation gehört in beiden Varianten dazu: Kundendaten und Aktivitäten werden im CRM erfasst, Verkaufszahlen wöchentlich gegen die Zielvorgabe gespiegelt, Reklamationen und Technikertermine koordiniert.
Wie wird man Vertriebsmitarbeiter Außendienst bei der Deutschen Telekom?
Ein formaler Abschluss ist selten Bedingung. Üblich ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Dialogmarketing, Kaufmann im Einzelhandel oder IT-Systemkaufmann, im Geschäftskundenbereich auch ein Studium in Wirtschaft oder Wirtschaftsinformatik. Der Quereinstieg ist verbreitet und ausdrücklich gewollt: Menschen aus Handel, Gastronomie, Handwerk oder Telefonvertrieb finden hier Einstiege, wenn sie Verkaufsgespräche führen können. Die Produktkenntnis kommt über Einführungsschulungen und Zertifizierungen der Telekom, Technikwissen zu Bandbreiten, Anschlussarten und Netzwerkstrukturen wächst mit der Praxis.
Für den Innen- wie Außendienst gilt: Ein Führerschein der Klasse B ist Voraussetzung, ein Dienst- oder eigener Wagen ist Arbeitsmittel.
Was der Beruf verlangt
Der Zieldruck ist real und wird wöchentlich gemessen. Wer im Privatkundengeschäft über eine Agentur arbeitet, hat oft einen kleinen Fixanteil oder gar keinen und trägt das Risiko schwacher Wochen selbst. Die Fluktuation ist in diesem Segment hoch. Haustürvertrieb bedeutet viele Absagen am Tag, Arbeit bei jedem Wetter und Termine in den frühen Abendstunden, teils samstags, weil Menschen dann zu Hause sind.
Im Geschäftskundenaußendienst ist die Struktur ruhiger, aber die Fahrzeit im Gebiet erheblich; Bürotage sind die Ausnahme. Angebote müssen technisch korrekt sein, Fehlkalkulationen fallen auf. Belastend ist für viele die Mischung aus Verkaufsdruck und Verantwortung für Störungen, die man nicht selbst verursacht hat.
Aussichten
Der Glasfaserausbau hält die Nachfrage nach Außendienstkräften hoch, im Privat- wie im Geschäftskundensegment. Wer Abschlüsse bringt, findet dauerhaft Stellen, auch bei Wettbewerbern und Netzbetreibern. Entwicklungswege führen zum Key Account Manager für größere Firmenkunden, in die Teamleitung eines Vertriebsgebiets, in den Partnervertrieb oder in Solution Sales mit IT-Schwerpunkt. Wer aus dem Agenturvertrieb kommt, nutzt die Zeit häufig als Sprungbrett in eine Festanstellung mit höherem Fixanteil.
Aufgaben
- Termine bei Privat- oder Geschäftskunden im festen Gebiet wahrnehmen
- Bedarf an Festnetz-, Mobilfunk- und IT-Produkten ermitteln
- Angebote konfigurieren, kalkulieren und Verträge abschließen
- Bestandskunden auf Vertragsverlängerung und Zusatzprodukte ansprechen
- Neukunden über Kaltansprache, Listen und Ausbaugebiete gewinnen
- Kundendaten und Aktivitäten im CRM dokumentieren
- Technikertermine, Anschlussschaltungen und Reklamationen begleiten
- Verkaufszahlen gegen die monatliche Zielvorgabe nachhalten
Voraussetzungen
- Führerschein Klasse B
- Sicheres Auftreten im direkten Kundengespräch und Belastbarkeit bei Absagen
- Kaufmännische Ausbildung oder vergleichbare Vertriebserfahrung, Quereinstieg möglich
- Bereitschaft, Produkt- und Technikschulungen der Telekom zu absolvieren
- Grundverständnis für Anschlussarten, Bandbreiten und Netzwerktechnik
- Bereitschaft zu Terminen am Abend und teils samstags
- Selbstorganisation bei überwiegend mobilem Arbeiten
Wo man arbeitet
- Vertriebsregionen der Deutschen Telekom
- Vertriebspartner und Vertriebsagenturen
- Geschäftskundenniederlassungen
- Beim Kunden vor Ort im zugewiesenen Gebiet
- Homeoffice als Basis für die Tourenplanung
Der Weg in den Beruf
Der übliche Weg führt über eine zwei- bis dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Dialogmarketing oder IT-Systemkaufmann, gefolgt von einer Einarbeitung mit Produktzertifizierungen. Ein Quereinstieg ohne branchenspezifischen Abschluss ist verbreitet; die Einarbeitung dauert dann meist vier bis zwölf Wochen mit Begleitung im Gebiet. Für größere Firmenkunden wird häufiger ein wirtschaftliches oder wirtschaftsinformatisches Studium verlangt.
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