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Immobilienvertrieb

Vertriebsprofi als Immobilienmakler

Immobilienmakler vermitteln Wohn- und Gewerbeimmobilien zwischen Eigentümern und Käufern oder Mietern. Der Beruf verbindet Objektakquise, Besichtigungen und Verhandlung und wird überwiegend erfolgsabhängig bezahlt.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Vertriebsprofi als Immobilienmakler verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.000 € 2.600 € 3.400 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 4.300 € 6.000 € 51.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.000 € 6.800 € 11.000 € 81.600 €

Angegeben ist das Gesamteinkommen bei üblicher, nicht bei voller Zielerreichung. In angestellten Positionen liegt der feste Anteil meist zwischen 40 und 70 Prozent, häufig bei einem Fixum von 2.000 bis 3.000 Euro plus Provision; in Franchisesystemen und in der Selbstständigkeit besteht das Einkommen fast vollständig aus Provision und schwankt stark. Entscheidend sind Objektpreise in der Region, die Zahl der Abschlüsse und ob ein bestehender Kundenstamm übernommen wird. Einen Tarifvertrag gibt es in der Immobilienvermittlung nicht.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Immobilienmakler?

Immobilienmakler arbeiten nach außen und gewinnen ihre Aufträge selbst. Der größere Teil der Arbeitszeit fließt nicht in den Verkauf, sondern in die Akquise von Objekten: Eigentümer ansprechen, Empfehlungen nachverfolgen, Netzwerke aus Banken, Hausverwaltungen, Handwerkern und Notaren pflegen, auf Anfragen aus Onlineportalen reagieren. Steht ein Auftrag, folgt die Bewertung der Immobilie, die Aufnahme von Unterlagen wie Grundbuchauszug, Energieausweis, Teilungserklärung und Wohnflächenberechnung, Fotos, Grundrisse und das Exposé.

Danach beginnt der Vertriebsteil: Interessenten qualifizieren, Besichtigungen durchführen, Bonität und Finanzierungsbestätigung prüfen, Kaufpreisverhandlungen führen, den Notartermin vorbereiten und begleiten. Bei Vermietungen kommen Mieterauswahl, Selbstauskünfte und Übergabeprotokolle hinzu. Parallel läuft Bestandsarbeit: Eigentümer, die schon einmal verkauft haben, sind die beste Quelle für den nächsten Auftrag. Wer im Gewerbebereich tätig ist, arbeitet stärker mit Renditekennzahlen, Mietverträgen und institutionellen Käufern und hat längere Verkaufszyklen.

Wie wird man Immobilienmakler?

Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Wer selbstständig vermitteln will, braucht eine Gewerbeerlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung, dafür genügen ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis und geordnete Vermögensverhältnisse. Seit 2018 gilt eine Weiterbildungspflicht von 20 Stunden in drei Jahren. Ein fachlicher Nachweis ist nicht vorgeschrieben, wird von seriösen Unternehmen aber erwartet.

Der klassische Weg ist die dreijährige Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder eine kaufmännische Ausbildung mit anschließender IHK-Weiterbildung zum Immobilienfachwirt oder geprüften Immobilienmakler. Auch Studiengänge in Immobilienwirtschaft oder BWL führen hinein. Der Quereinstieg ist verbreitet und oft der Normalfall: Menschen aus Bankvertrieb, Versicherung, Handwerk oder Einzelhandel starten bei Franchisesystemen oder regionalen Maklerbüros und lernen im Tandem mit erfahrenen Kollegen. Wichtiger als das Zeugnis sind Ortskenntnis, Verhandlungsgeschick und die Bereitschaft, Kaltakquise zu machen.

Was der Beruf verlangt

Die Termine liegen dort, wo Kunden Zeit haben: abends und am Wochenende. Besichtigungen am Samstag sind Standard, Erreichbarkeit wird erwartet. Der Beruf ist stark erfolgsabhängig, in vielen Verträgen liegt nur ein kleiner Fixanteil vor, und zwischen Auftragseingang und Provisionszahlung liegen oft mehrere Monate. Wer das erste Jahr ohne finanzielles Polster angeht, gerät leicht in Druck. Die Fluktuation ist entsprechend hoch, ein erheblicher Teil der Einsteiger hört innerhalb von zwei Jahren wieder auf.

Dazu kommt Ablehnung im Alltag: Eigentümer, die den Preis unrealistisch hoch ansetzen, Kaufinteressenten, deren Finanzierung platzt, Verkäufe, die im letzten Moment scheitern. Emotionale Situationen gehören dazu, etwa Erbengemeinschaften, Scheidungen oder Zwangsverkäufe. Fachlich muss laufend nachgelernt werden, weil Bewertungsfragen, Energierecht und Vermittlungsregeln sich ändern.

Aussichten

Der Markt ist zyklisch. In Phasen hoher Zinsen sinken die Transaktionszahlen deutlich, Vermietung und Bewertung tragen dann stärker. Langfristig bleibt Vermittlungsbedarf bestehen, weil Immobilien selten ohne Beratung gehandelt werden. Nachgefragt sind Makler mit belastbarem Netzwerk in einer Region und Spezialisierung, etwa auf Gewerbeflächen, Anlageobjekte, Neubauvertrieb oder Wohnungsverwaltung.

Entwicklungswege führen zur Teamleitung in einem Maklerbüro, zur Niederlassungsleitung in einem Franchisesystem oder in die eigene Selbstständigkeit mit angestellten Beratern. Auch Wechsel in Immobilienbewertung, Projektentwicklung, Asset Management oder Bankfinanzierung sind üblich.

Aufgaben

  • Objekte akquirieren und Eigentümer für einen Vermittlungsauftrag gewinnen
  • Immobilien bewerten und einen marktfähigen Angebotspreis herleiten
  • Unterlagen zusammenstellen, Exposés und Onlineanzeigen erstellen
  • Interessenten qualifizieren und deren Finanzierung prüfen
  • Besichtigungen durchführen, auch abends und am Wochenende
  • Kaufpreis- und Mietverhandlungen führen
  • Notartermine vorbereiten und begleiten
  • Kontakte zu Banken, Verwaltungen und Handwerkern pflegen

Voraussetzungen

  • Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO bei selbstständiger Tätigkeit, dazu einwandfreies Führungszeugnis
  • Weiterbildungsnachweis von 20 Stunden in drei Jahren
  • Kaufmännische Ausbildung oder Quereinstieg mit nachweisbarer Vertriebserfahrung
  • Führerschein Klasse B und eigener Pkw in den meisten Regionen
  • Sicheres Auftreten in Verhandlungen und Bereitschaft zur Kaltakquise
  • Grundkenntnisse in Miet-, Bau- und Energierecht
  • Belastbarkeit gegenüber schwankendem Einkommen und Absagen

Wo man arbeitet

  • Regionale Maklerbüros
  • Franchisesysteme und überregionale Maklerunternehmen
  • Bank- und Sparkassentöchter für Immobilienvermittlung
  • Bauträger und Projektentwickler im Neubauvertrieb
  • Wohnungsunternehmen und Hausverwaltungen
  • Selbstständige Tätigkeit mit eigenem Gewerbe

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder eine andere kaufmännische Ausbildung mit anschließender IHK-Weiterbildung, etwa zum geprüften Immobilienmakler oder Immobilienfachwirt. Ebenso verbreitet ist der Quereinstieg über ein Maklerbüro oder Franchisesystem, das neue Berater einarbeitet. Für die selbstständige Tätigkeit ist keine Prüfung, aber die Erlaubnis nach § 34c GewO erforderlich.

Offene Stellen als Vertriebsprofi als Immobilienmakler

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