Filialleiter für die Neueröffnung
Filialleiter für Neueröffnungen bauen neue Standorte von der Baustelle bis zum ersten Umsatztag auf: Personal einstellen, Ware einsteuern, Prozesse einführen und die Filiale danach in den Regelbetrieb überführen.
12 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Filialleiter für die Neueröffnung verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.200 € | 3.700 € | 4.400 € | 44.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.800 € | 4.500 € | 5.400 € | 54.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.600 € | 5.500 € | 7.000 € | 66.000 € |
Der feste Anteil liegt in dieser Rolle hoch, meist bei 85 bis 95 Prozent; variable Bestandteile hängen an Umsatz, Abschriftenquote und Erreichen des Eröffnungstermins. Große Filialisten zahlen nach den Tarifverträgen des Einzelhandels der jeweiligen Bundesländer oder darüber, Franchisenehmer häufig darunter - entscheidend sind Flächengröße, Umsatzvolumen des Standorts und ob Eröffnungszulagen und Reisepauschalen dazukommen.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Filialleiter für die Neueröffnung?
Die Rolle beginnt, bevor es einen Kunden gibt. Wochen vor der Eröffnung übernimmt der Filialleiter einen Rohbau oder eine leere Mietfläche und arbeitet einen Terminplan ab: Ladenbau abnehmen, Kassen- und Warenwirtschaftssysteme in Betrieb nehmen, Erstbestellung nach Flächenvorgabe der Zentrale einsteuern, Regale nach Planogramm bestücken, Preisauszeichnung prüfen. Parallel läuft der Personalaufbau, meist die aufwendigste Aufgabe: Stellen ausschreiben, Bewerbungsgespräche führen, ein komplettes Team aus Verkäufern, Kassenkräften und Teamleitern einstellen und einarbeiten, das sich vorher nie gesehen hat.
Mit der Eröffnung wechselt die Arbeit den Charakter. Jetzt zählen Umsatz pro Tag, Abschriften, Personalkostenquote und Kundenzufriedenheit. Der Filialleiter steht auf der Fläche, korrigiert Dienstpläne, verlagert Personal in die Spitzenzeiten, meldet Abweichungen an den Bezirks- oder Regionalleiter und stellt die Prozesse ein, die im Handbuch stehen, aber in der Praxis erst laufen müssen. Nach drei bis zwölf Monaten ist der Standort im Regelbetrieb. Dann folgt entweder die dauerhafte Leitung dieser Filiale oder der nächste Eröffnungsprojekt.
Wie wird man Filialleiter für die Neueröffnung?
Der übliche Weg führt über eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder Verkäufer, anschließend mehrere Jahre auf der Fläche, Stellvertretung und die Leitung einer bestehenden Filiale. Erst wer nachgewiesen hat, dass er einen Standort mit Zahlen und Team führen kann, wird für Eröffnungen eingesetzt. Alternativ steigen Absolventen von Handelsfachwirt-Lehrgängen, dualen Handelsstudiengängen oder Trainee-Programmen ein. Quereinsteiger kommen häufig aus der Systemgastronomie, aus dem Filialbanking oder aus der Logistik, wo Schichtplanung und Personalverantwortung ebenfalls zum Alltag gehören. Entscheidend ist nicht der Abschluss, sondern belegbare Führungserfahrung mit mehr als zehn Mitarbeitern.
Was der Beruf verlangt
Eröffnungsphasen sind Sonderbelastung. Sechs-Tage-Wochen, frühe Warenannahmen, Abendtermine mit dem Ladenbau und Arbeit an Samstagen sind in dieser Zeit normal, nicht die Ausnahme. Wer bundesweit eröffnet, ist Wochen am Stück auswärts und übernachtet im Hotel; einige Arbeitgeber verlangen Umzugsbereitschaft. Es kommt regelmäßig vor, dass Handwerker nicht fertig werden, Ware nicht ankommt oder eingestellte Mitarbeiter vor dem ersten Tag abspringen - und der Eröffnungstermin trotzdem gehalten wird. Dazu kommt der Zieldruck aus der Zentrale, körperliche Arbeit beim Aufbau und die Aufgabe, ein Team zu führen, das noch keine Routine hat. Die Fluktuation in Filialleitungen ist hoch, besonders im ersten Jahr nach einer Eröffnung.
Aussichten
Expandierende Handelsformate - Discount, Drogerie, Fachmärkte, Fitness, Systemgastronomie - suchen dauerhaft Personen, die Standorte hochfahren können. Wer zwei oder drei Eröffnungen erfolgreich abgeschlossen hat, ist auf dem Markt gut sichtbar. Typische Entwicklungswege führen zur Bezirks- oder Regionalleitung mit mehreren Filialen, in die Expansionsabteilung, ins Vertriebscontrolling oder in die Rolle des Eröffnungsspezialisten, der ausschließlich neue Standorte begleitet. Wo Ketten Filialnetze verkleinern, verschiebt sich die Nachfrage von Neueröffnung zu Umbau und Standortübernahme - die Fähigkeiten bleiben dieselben.
Aufgaben
- Eröffnungszeitplan mit Ladenbau, IT und Logistik abstimmen
- Team komplett neu einstellen und vor Eröffnung einarbeiten
- Erstbestellung einsteuern und Fläche nach Planogramm aufbauen
- Kassen-, Waren- und Zeiterfassungssysteme in Betrieb nehmen
- Dienst- und Einsatzpläne für die Anlaufphase erstellen
- Umsatz, Abschriften und Personalkostenquote täglich steuern
- Werbemaßnahmen zur Eröffnung mit Marketing und lokalen Partnern umsetzen
- Filiale nach der Anlaufphase in den Regelbetrieb übergeben
Voraussetzungen
- Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, meist im Einzelhandel, oder vergleichbare Qualifikation
- Mehrjährige Führungserfahrung auf der Verkaufsfläche
- Sicherer Umgang mit Kennzahlen, Dienstplanung und Warenwirtschaftssystemen
- Hohe Reise- und in vielen Fällen Umzugsbereitschaft
- Bereitschaft zu Samstags- und Abendarbeit in der Eröffnungsphase
- Körperliche Belastbarkeit beim Warenaufbau
- Führerschein Klasse B
Wo man arbeitet
- Filialisten im Lebensmittel- und Discounthandel
- Drogerie-, Textil- und Fachmarktketten
- Franchisesysteme und Systemgastronomie
- Expansionsabteilungen von Handelsunternehmen
- Möbel- und Baumärkte
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel, danach einige Jahre Verkauf, Stellvertretung und Filialleitung. Alternativ führt ein Handelsfachwirt-Abschluss, ein duales Studium im Handelsmanagement oder ein Trainee-Programm einer Kette in die Rolle. Für Eröffnungen wird in der Regel erst eingesetzt, wer eine bestehende Filiale mindestens zwei Jahre geführt hat.
Offene Stellen als Filialleiter für die Neueröffnung
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Filialleiter führen eine Verkaufsstelle des Einzelhandels eigenverantwortlich: Personal, Umsatz, Ware und Kosten liegen in ihrer Hand. Die Rolle arbeitet nach innen ins Team und nach außen zum Kunden, mit klarer Umsatz- und Ergebnisverantwortung.
- Offene Stellen
- 975
- Monatsbrutto
- 2.900 – 6.500 €
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