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Vertriebsleitung

Gebietsverkaufsleiter im Außendienst

Gebietsverkaufsleiter im Außendienst verantworten Umsatz und Kundenentwicklung in einer festgelegten Region und führen häufig ein Team von Außendienstmitarbeitern. Die Rolle verbindet eigene Kundenbetreuung mit Zahlenverantwortung und Personalführung.

2 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Gebietsverkaufsleiter im Außendienst verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.800 € 4.600 € 5.500 € 55.200 €
Mit Berufserfahrung 4.800 € 5.800 € 7.000 € 69.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.000 € 7.200 € 9.500 € 86.400 €

Die Werte entsprechen dem Gesamtgehalt bei üblicher, nicht bei voller Zielerreichung; der feste Anteil liegt in dieser Ebene meist bei 75 bis 85 Prozent, der Rest hängt an Gebietsumsatz und Teamzielen. Entscheidend sind Branche und Unternehmensgröße - Pharma, Medizintechnik und Industriegüter zahlen deutlich über dem Konsumgüterhandel -, außerdem die Zahl der unterstellten Mitarbeiter. Ein Firmenwagen zur privaten Nutzung ist Standard und in den Zahlen nicht enthalten; ein Tarifvertrag greift für diese Position in der Regel nicht.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Gebietsverkaufsleiter im Außendienst?

Der Gebietsverkaufsleiter trägt die Umsatzverantwortung für eine geografisch abgegrenzte Region, etwa Nordbayern, Nordrhein-Westfalen oder ganz Süddeutschland. In den meisten Unternehmen umfasst die Rolle zwei Ebenen: die Führung von drei bis fünfzehn Außendienstmitarbeitern oder Handelsvertretern und die eigene Betreuung der wichtigsten Kunden im Gebiet. Zum Alltag gehören Mitfahrten bei den eigenen Leuten, Jahresgespräche mit Filial- und Einkaufsleitungen, Preis- und Konditionsverhandlungen, Listungsgespräche und die Steuerung von Aktionen und Platzierungen am Point of Sale.

Ein erheblicher Teil der Arbeit ist Steuerung anhand von Zahlen: Absatz je Kunde und Artikel, Besuchsfrequenzen, Neukundenquote, Deckungsbeitrag. Der Gebietsverkaufsleiter berichtet an den Regional- oder Vertriebsleiter, erstellt Forecasts, verteilt Ziele auf die Gebiete seiner Mitarbeiter und begründet Abweichungen. Hinzu kommen Einarbeitung neuer Mitarbeiter, Personalgespräche und in Zeiten schwacher Zahlen auch Trennungsentscheidungen. Achtung: In einigen Unternehmen, besonders im Direktvertrieb und im Handwerksbedarf, bezeichnet der Titel eine reine Einzelrolle ohne Führungsverantwortung. Vor einer Bewerbung lohnt die Frage, wie viele Mitarbeiter tatsächlich unterstellt sind.

Wie wird man Gebietsverkaufsleiter im Außendienst?

Der übliche Weg führt über mehrere Jahre eigenen Außendienst. Wer als Reisender oder Key Account Manager stabile Zahlen geliefert hat, wird intern für die Gebietsleitung vorgeschlagen. Ein betriebswirtschaftliches Studium oder eine kaufmännische Ausbildung mit anschließender Weiterbildung zum Fachwirt ist verbreitet, aber selten Bedingung. In technischen Branchen zählt eine Meister- oder Technikerqualifikation ebenso viel. Quereinsteiger aus Handwerk, Gastronomie oder Pflege kommen in diese Position praktisch nie direkt, sondern über eine Stufe im normalen Außendienst, häufig in der Branche, aus der sie stammen. Führungserfahrung wird gefordert, kann aber auch aus einer Teamleitung im Innendienst oder aus dem Einzelhandel stammen.

Was der Beruf verlangt

Die Reisebelastung ist hoch. Wer ein Gebiet von der Größe zweier Bundesländer betreut, ist vier Tage in der Woche unterwegs und übernachtet regelmäßig auswärts. Der Zieldruck ist doppelt: Der Gebietsverkaufsleiter muss die eigenen Zahlen bringen und die seines Teams, ohne die tägliche Kontrolle über deren Arbeit zu haben. Schwer fällt vielen der Wechsel von der eigenen Verkaufsleistung zur Entwicklung anderer - die Versuchung, den Termin selbst zu übernehmen statt den Mitarbeiter zu coachen, ist groß. Kundentermine liegen früh am Morgen, Messen und Hausmessen fallen auf Wochenenden. Berichtspflichten und CRM-Pflege füllen Abende. Die Fluktuation in dieser Ebene ist deutlich: Nach zwei schwachen Jahren wird die Position häufig neu besetzt.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil, weil Hersteller und Großhändler ihre Flächen weiterhin über regionale Strukturen bearbeiten. Zugleich werden Gebiete größer und Teams schlanker, seit Videotermine und Innendienst Teil der Kundenbetreuung sind. Wer liefert, geht weiter zum Regionalverkaufsleiter, Vertriebsleiter oder in das nationale Key Account Management. Ein Wechsel in die Vertriebsschulung oder ins Category Management ist möglich. Branchenwechsel gelingen leichter, wenn der Vertriebskanal gleich bleibt - vom Lebensmittelhandel in den Drogeriehandel eher als vom Handel in den technischen Projektvertrieb.

Aufgaben

  • Umsatz- und Ergebnisverantwortung für ein festgelegtes Vertriebsgebiet
  • Führung, Einarbeitung und Coaching der Außendienstmitarbeiter im Gebiet
  • Mitfahrten und gemeinsame Kundentermine zur Entwicklung des Teams
  • Jahres-, Konditions- und Listungsgespräche mit regionalen Entscheidern
  • Verteilung der Jahresziele auf Gebiete und Mitarbeiter
  • Forecast, Abweichungsanalyse und Berichterstattung an die Vertriebsleitung
  • Steuerung von Aktionen, Platzierungen und Neuprodukteinführungen in der Region
  • Eigene Betreuung ausgewählter Schlüsselkunden

Voraussetzungen

  • Mehrjährige Erfahrung im Außendienst mit nachweisbaren Vertriebsergebnissen
  • Kaufmännische Ausbildung, Studium oder technische Qualifikation je Branche
  • Erste Führungserfahrung oder erkennbare Bereitschaft zur Personalverantwortung
  • Sicherer Umgang mit CRM-Systemen, Absatzkennzahlen und Kalkulation
  • Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu hoher Reisetätigkeit mit Übernachtungen
  • Verhandlungssicherheit gegenüber Einkaufs- und Filialleitungen
  • Wohnsitz im oder Umzug in das Vertriebsgebiet

Wo man arbeitet

  • Markenhersteller der Konsumgüterindustrie
  • Technische Hersteller und Zulieferer
  • Groß- und Fachhandelsunternehmen
  • Baustoff-, Sanitär- und Werkzeuganbieter
  • Pharma- und Medizintechnikunternehmen
  • Dienstleister mit Filial- oder Partnerstrukturen

Der Weg in den Beruf

Es gibt keine eigene Ausbildung für diese Position. Üblich sind eine kaufmännische oder technische Ausbildung von drei bis dreieinhalb Jahren oder ein betriebswirtschaftliches Studium, gefolgt von drei bis sechs Jahren eigenem Außendienst. Der Aufstieg erfolgt meist intern, begleitet von Führungs- und Verhandlungstrainings des Arbeitgebers.

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