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Immobilienvertrieb

Immobilienberater

Immobilienberater vermitteln Wohn- und Gewerbeimmobilien zwischen Eigentümern und Käufern oder Mietern. Sie gewinnen Verkaufsobjekte, bewerten sie, führen Besichtigungen durch und begleiten den Abschluss bis zum Notartermin.

24 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Immobilienberater verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.800 € 3.600 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 4.300 € 6.000 € 51.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.000 € 6.800 € 11.000 € 81.600 €

Es gibt keinen Tarifvertrag; die Werte entsprechen üblicher, nicht voller Zielerreichung. Der feste Anteil liegt bei Angestellten meist zwischen 50 und 70 Prozent, in Franchisesystemen und bei selbstständigen Beratern besteht das Einkommen fast vollständig aus Provision, sodass Monate ohne Abschluss ohne Einkommen bleiben. Entscheidend sind Preisniveau des Gebiets, Objektart und ob ein Bestand an Kontakten übernommen wird.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Immobilienberater?

Der Beruf hat zwei Seiten, die im Alltag ungleich schwer wiegen. Die erste ist die Akquise von Objekten: Eigentümer ansprechen, die verkaufen oder vermieten wollen, und den Maklerauftrag gewinnen. Dazu gehören Telefonate mit Anfragen aus Onlineportalen, Empfehlungen aus dem eigenen Netzwerk, Anschreiben in ausgewählten Straßenzügen und Gespräche mit Banken, Verwaltern und Handwerkern. Die zweite Seite ist die Vermarktung: Objekt aufnehmen, Grundrisse und Unterlagen beschaffen, Energieausweis prüfen, Wert einschätzen, Fotos und Exposé erstellen, Anzeigen schalten, Interessenten qualifizieren, Besichtigungen führen, Angebote und Nachverhandlungen begleiten, Bonität klären, Notartermin vorbereiten und beim Termin dabei sein.

Die Arbeit ist überwiegend Außendienst im eigenen Gebiet, verbunden mit Innendienstanteilen am Schreibtisch. Immobilienberater arbeiten fast immer sowohl in der Neukundengewinnung als auch in der Bestandspflege, denn Empfehlungen und Wiederkäufer tragen einen erheblichen Teil des Geschäfts. Führungsaufgaben kommen erst mit einem eigenen Team oder einem Büro dazu.

Wie wird man Immobilienberater?

Die Bezeichnung ist nicht geschützt. Der klassische Weg führt über die dreijährige Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder ein Studium der Immobilienwirtschaft oder Betriebswirtschaft. Verbreitet ist ebenso der Quereinstieg: Viele Unternehmen und Franchisesysteme stellen Bewerber aus Einzelhandel, Bank, Handwerk oder Versicherung ein und schulen intern. Wer selbst gewerblich vermittelt, braucht eine Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung und muss eine Weiterbildungspflicht von zwanzig Stunden in drei Jahren erfüllen. Als Nachweis fachlicher Eignung dienen die IHK-Prüfung zum Immobilienmakler oder Lehrgänge zum Immobilienfachwirt.

Was der Beruf verlangt

Besichtigungen finden dann statt, wenn Kunden Zeit haben: abends und am Wochenende. Wer das nicht mitmacht, verliert Aufträge. Der Einstieg ist finanziell hart, weil zwischen Akquise und Provision Monate liegen können und viele Verträge platzen, nachdem die Arbeit schon getan war. Die Fluktuation in der Branche ist hoch, besonders in den ersten zwei Jahren und in stark provisionsbasierten Modellen. Dazu kommen Zieldruck auf Alleinaufträge und Abschlüsse, Konkurrenz um dieselben Objekte und Gespräche mit Menschen in Trennung, Erbfall oder finanzieller Notlage, die Zurückhaltung und Geduld verlangen. Belastbar müssen auch die Grundlagen sein: Wertermittlung, Miet- und Kaufrecht, Teilungserklärungen, Wohnflächenberechnung, Provisionsteilung seit der Neuregelung im Wohnungsverkauf.

Aussichten

Die Nachfrage nach Beratern schwankt mit dem Markt. Nach den Zinssteigerungen sind die Transaktionszahlen gesunken, gute Objekte sind gefragt, aber Verkäufe dauern länger und erfordern mehr Aufwand pro Abschluss. Wer ein Gebiet und ein Empfehlungsnetz aufgebaut hat, arbeitet stabiler als Neueinsteiger. Entwicklungswege führen in die Spezialisierung auf Gewerbe, Anlageobjekte, Neubauvertrieb oder Bewertung, in die Teamleitung eines Büros, in die Selbstständigkeit mit eigenem Unternehmen oder Franchise oder in angrenzende Felder wie Verwaltung, Projektentwicklung und Immobilienfinanzierung.

Aufgaben

  • Eigentümer ansprechen und Vermarktungsaufträge gewinnen
  • Immobilien besichtigen, aufnehmen und den Marktwert einschätzen
  • Exposés erstellen und Objekte in Portalen vermarkten
  • Interessenten qualifizieren und Besichtigungen durchführen
  • Kaufpreis- und Mietverhandlungen zwischen den Parteien führen
  • Unterlagen, Bonitätsprüfung und Notartermin vorbereiten
  • Kontakte zu Banken, Verwaltern und Handwerkern pflegen
  • Bestandskunden nachbetreuen und Empfehlungen einholen

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung, immobilienwirtschaftliches Studium oder einschlägige Vertriebserfahrung
  • Bei selbstständiger Tätigkeit Erlaubnis nach § 34c GewO und Weiterbildungspflicht
  • Führerschein Klasse B und meist eigener Pkw
  • Grundkenntnisse in Wertermittlung, Miet- und Kaufrecht
  • Bereitschaft zu Terminen am Abend und am Wochenende
  • Sicheres Auftreten und Belastbarkeit bei langen Verkaufsprozessen

Wo man arbeitet

  • Immobilienmaklerbüros und Franchisesysteme
  • Bauträger und Projektentwickler
  • Wohnungsgesellschaften und Genossenschaften
  • Immobilienabteilungen von Banken und Sparkassen
  • Selbstständige Tätigkeit mit eigenem Gewerbe

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder ein Bachelorstudium der Immobilienwirtschaft. Quereinsteiger mit Vertriebserfahrung werden häufig eingestellt und intern eingearbeitet, oft begleitet von der IHK-Sachkundeprüfung oder einem Lehrgang zum Immobilienfachwirt.

Offene Stellen als Immobilienberater

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Immobilienmakler vermitteln Wohnungen, Häuser und Gewerbeflächen zwischen Verkäufern und Käufern oder zwischen Vermietern und Mietern. Sie arbeiten nach außen, gewinnen Objekte aktiv ein und leben in der Regel überwiegend von Provision.

Offene Stellen
35
Monatsbrutto
2.000 – 11.000 €

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