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Kundenservice & Kundenbetreuung

Kundenberater Fahrzeugbewertung

Kundenberater Fahrzeugbewertung prüfen Gebrauchtwagen, ermitteln einen Ankaufs- oder Marktwert und erklären den Kunden das Ergebnis. Die Rolle betreut hereinkommende Interessenten vor Ort und schließt den Ankauf oder Verkaufsauftrag ab.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Kundenberater Fahrzeugbewertung verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.800 € 3.300 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.400 € 4.100 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.200 € 5.200 € 50.400 €

Die Werte gelten für übliche, nicht für volle Zielerreichung; der feste Anteil liegt meist bei 75 bis 90 Prozent, variabel vergütet werden Ankaufsquote und Marge. Entscheidend sind Arbeitgebertyp und Standort: Filialketten großer Ankaufplattformen zahlen anders als inhabergeführte Autohäuser, tarifgebundene Betriebe folgen dem Tarifvertrag für das Kraftfahrzeuggewerbe des jeweiligen Bundeslandes.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Kundenberater Fahrzeugbewertung?

Kunden bringen ihr Fahrzeug in die Filiale oder ins Autohaus, weil sie es verkaufen wollen. Der Kundenberater Fahrzeugbewertung nimmt das Auto auf: Fahrzeugpapiere und Historie prüfen, Ausstattung erfassen, Rundgang um das Fahrzeug, Lack- und Blechschäden dokumentieren, Reifen und Innenraum beurteilen, Probefahrt oder Kaltstart, Fehlerspeicher auslesen lassen. Auf dieser Basis entsteht eine Bewertung, meist gestützt auf eine Bewertungsdatenbank und aktuelle Marktdaten, häufig ergänzt durch ein internes Preisgebot oder eine Händlerauktion.

Der zweite Teil der Arbeit ist das Gespräch. Der ermittelte Wert liegt oft unter dem, was der Kunde erwartet hat. Der Berater muss die Abzüge nachvollziehbar erklären, ohne das Fahrzeug schlechtzureden, und den Kunden zu einer Entscheidung führen. Kommt es zum Abschluss, folgt die Abwicklung: Kaufvertrag, Abmeldung, Zahlungsfreigabe, Übergabe an Logistik oder Aufbereitung. Die Rolle arbeitet also nach innen im Sinne der Hereinkommenden, ist aber vertrieblich klar auf Abschluss ausgerichtet und wird an einer Ankaufs- oder Abschlussquote gemessen. Neukundengewinnung im klassischen Sinn gehört nicht dazu, Nachfassen bei offenen Bewertungen per Telefon und E-Mail schon.

Wie wird man Kundenberater Fahrzeugbewertung?

Es gibt keinen geschützten Ausbildungsweg. Üblich sind zwei Herkünfte: eine kaufmännische Ausbildung zum Automobilkaufmann oder Kaufmann im Einzelhandel, oder eine technische Ausbildung als Kraftfahrzeugmechatroniker mit späterem Wechsel in die Beratung. Beide Seiten sind gefragt, weil Fahrzeugkenntnis und Verkaufsgespräch zusammenkommen müssen. Ankaufplattformen und Filialketten stellen bewusst Quereinsteiger ein, etwa aus Autoteilehandel, Werkstatt, Autovermietung oder aus dem Einzelhandel, und schulen Bewertungssystematik, Schadenserkennung und Gesprächsführung in mehreren Wochen intern ein. Wer aus einer ganz anderen Branche kommt, braucht belegbares Interesse an Fahrzeugen; reine Verkaufserfahrung reicht meist nicht. Weiterführend gibt es Zertifikatslehrgänge zum Fahrzeugbewerter oder eine Ausbildung im Sachverständigenwesen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet zu Ladenöffnungszeiten statt, häufig auch samstags, oft im Schichtplan. Ein Teil des Tages spielt sich draußen ab, auf dem Hof, bei jedem Wetter, mit Bücken, Knien und Fahrzeugen, die nicht sauber sind. Der Zieldruck ist real: Filialen werden nach Ankäufen pro Bewertung und nach Marge bewertet, und schwache Monate werden besprochen. Unangenehm ist vor allem die wiederkehrende Situation, einem Kunden einen Wert nennen zu müssen, den er als unfair empfindet. Wer Konflikte schlecht aushält oder Preise aus Mitgefühl schönt, hält das nicht lange durch. Die Fluktuation in Filialnetzen ist entsprechend erhöht.

Aussichten

Der Gebrauchtwagenmarkt bleibt groß, und die Bewertung wird durch Online-Rechner nicht ersetzt, sondern vorbereitet: Der physische Zustand entscheidet weiterhin über den Preis. Wachstum gibt es bei Ankaufplattformen, Leasingrückläufern und in der Restwertbewertung von Flotten. Entwicklungswege führen zur Filial- oder Standortleitung, in den Einkauf und die Preissteuerung, in die Remarketing-Abteilung von Leasinggesellschaften oder über eine Zusatzqualifikation ins Gutachterwesen. Elektrofahrzeuge verschieben die Anforderungen: Batteriezustand richtig einzuschätzen wird zur eigenen Kompetenz.

Aufgaben

  • Fahrzeuge technisch und optisch begutachten und Schäden dokumentieren
  • Fahrzeughistorie, Papiere und Ausstattung prüfen und erfassen
  • Marktwert über Bewertungssysteme und Auktionsdaten ermitteln
  • Bewertungsergebnis erklären und Preisgespräche führen
  • Ankaufs- oder Vermittlungsverträge abschließen und abwickeln
  • Abmeldung, Zahlung und Übergabe an Logistik organisieren
  • Offene Bewertungen telefonisch nachfassen
  • Ankaufsquote und Margenvorgaben im Blick behalten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene kaufmännische oder kfz-technische Ausbildung oder vergleichbare Praxis
  • Fundierte Fahrzeugkenntnis, insbesondere Schadens- und Zustandsbeurteilung
  • Führerschein Klasse B, häufig Erfahrung im Rangieren verschiedener Fahrzeugtypen
  • Verhandlungssicherheit und Belastbarkeit in Konfliktgesprächen
  • Sicherer Umgang mit Bewertungssoftware und CRM-Systemen
  • Bereitschaft zu Samstagsarbeit und Tätigkeit im Freien

Wo man arbeitet

  • Filialen von Fahrzeugankaufplattformen
  • Autohäuser und Gebrauchtwagenzentren
  • Leasing- und Flottengesellschaften
  • Sachverständigen- und Gutachterbüros
  • Autoauktionshäuser

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige Ausbildung zum Automobilkaufmann oder zum Kraftfahrzeugmechatroniker, gefolgt von einer internen Einarbeitung in Bewertungssystematik und Verkaufsgespräch. Quereinsteiger mit Fahrzeugerfahrung werden über mehrwöchige Schulungsprogramme eingesetzt. Zertifikatslehrgänge zum Fahrzeugbewerter dauern wenige Wochen und dienen der Spezialisierung.

Offene Stellen als Kundenberater Fahrzeugbewertung

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2.200 – 7.500 €

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