Kundenberater für Medienvertrieb im Außendienst
Kundenberater für Medienvertrieb im Außendienst verkaufen Werbeplätze, Anzeigen und digitale Reichweite an Unternehmen vor Ort. Sie arbeiten im eigenen Gebiet, gewinnen neue Kunden und betreuen bestehende Anzeigenkunden über die Saison hinweg.
13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Kundenberater für Medienvertrieb im Außendienst verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.900 € | 3.400 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.700 € | 4.500 € | 44.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.800 € | 4.600 € | 6.000 € | 55.200 € |
Die Werte sind Gesamtgehälter bei üblicher, nicht bei voller Zielerreichung; der feste Anteil liegt in dieser Rolle meist bei 60 bis 80 Prozent, bei Verzeichnismedien und einigen Vermarktern deutlich niedriger, teils fast reine Provision. Entscheidend sind Größe und Tarifbindung des Verlags – manche Häuser zahlen nach dem Tarifvertrag für Zeitungsverlage oder Zeitschriftenverlage –, der Anteil digitaler Produkte und ob ein bestehender Kundenbestand übernommen wird.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Kundenberater für Medienvertrieb im Außendienst?
Verkauft wird Werbung: Anzeigen in Tageszeitungen, Anzeigenblättern und Fachtiteln, Einträge in Verzeichnismedien, Banner und Native-Formate auf Nachrichtenportalen, Beilagen, Radiospots, Social-Media-Kampagnen. Kunden sind meist regionale Betriebe – Autohäuser, Möbelhändler, Handwerksbetriebe, Kliniken, Personaldienstleister, Kommunen. Der Arbeitstag besteht aus Terminen im Gebiet, dazwischen Telefonakquise, Angebotserstellung und Abstimmung mit der Anzeigendisposition und der Grafik. Zu den Aufgaben gehört auch, den Kunden zu erklären, welche Reichweite ein Titel hat, wie eine Kampagne über mehrere Kanäle aufgebaut wird und was die Auswertung der letzten Schaltung ergeben hat. Ein Teil der Rolle ist Bestandsbetreuung mit wiederkehrenden Jahresabschlüssen, ein Teil ist Neukundengewinnung, oft per Kaltbesuch. Bei Sonderveröffentlichungen und Themenseiten wird gegen feste Anzeigenschlusstermine verkauft, das bestimmt den Wochenrhythmus.
Wie wird man Kundenberater für Medienvertrieb im Außendienst?
Es gibt keinen vorgeschriebenen Weg. Klassisch sind die Ausbildungen zum Medienkaufmann Digital und Print oder zum Kaufmann für Marketingkommunikation, außerdem kaufmännische Ausbildungen im Groß- und Außenhandel oder im Einzelhandel. Verlage stellen häufig Quereinsteiger ein, die Verkaufserfahrung mitbringen – aus dem Einzelhandel, aus der Telefonakquise, aus der Gastronomie oder aus dem Handwerk mit Kundenkontakt. Eingearbeitet wird meist über Mitfahrten, Produktschulungen und ein zunächst kleineres Gebiet. Ein Studium in Medien-, Kommunikations- oder Betriebswirtschaft hilft beim Einstieg in größere Häuser und bei Kunden aus dem Agenturumfeld, ist aber keine Bedingung.
Was der Beruf verlangt
Der Zieldruck ist hoch und wird monatlich gemessen, häufig in Umsatz pro Ausgabe oder pro Sonderthema. Wer Kaltakquise nicht mag, wird in dieser Rolle unglücklich: Ein erheblicher Teil der Termine entsteht aus Anrufen und Besuchen bei Betrieben, die kein Interesse angemeldet haben. Absagen sind Alltag. Die Fluktuation in der Branche ist deutlich höher als im Durchschnitt des Vertriebs, gerade in den ersten zwei Jahren. Dazu kommt, dass Print rückläufig ist und Kunden Preise und Wirkung kritisch hinterfragen; das Argumentieren mit Auflagen und Klickzahlen muss belastbar sein. Gearbeitet wird überwiegend regional, Übernachtungen sind selten, dafür sind die Tage lang und der Kalender ist von Anzeigenschlüssen getaktet. Ein eigener Führerschein und Bereitschaft zu vielen Kilometern gehören dazu, ein Firmenwagen ist üblich, aber nicht garantiert.
Aussichten
Der Bedarf ist stabil, weil regionale Medienhäuser dauerhaft Verkäufer suchen und viele Stellen durch Abgänge frei werden. Verschoben hat sich der Inhalt: Wer digitale Produkte erklären, Kampagnen planen und Ergebnisse auswerten kann, ist gesuchter als der reine Anzeigenverkäufer. Entwicklungswege führen in die Betreuung von Schlüsselkunden und Agenturen, in die Verkaufsleitung eines Gebiets oder Titels, in die Digitalberatung oder zu Vermarktern und Agenturen. Auch der Wechsel in andere Außendienstfelder gelingt gut, weil die erlernte Akquisestärke übertragbar ist.
Aufgaben
- Termine im eigenen Gebiet planen und Betriebe vor Ort besuchen
- Neukunden telefonisch und per Kaltbesuch gewinnen
- Anzeigen-, Online- und Kombiangebote kalkulieren und präsentieren
- Jahresabschlüsse und Rahmenvereinbarungen mit Bestandskunden verhandeln
- Sonderveröffentlichungen und Themenseiten aktiv verkaufen
- Kampagnenergebnisse auswerten und im Folgegespräch aufgreifen
- Aufträge im CRM und in der Anzeigendisposition erfassen
- Abstimmung mit Grafik, Redaktion und Innendienst zu Motiven und Terminen
Voraussetzungen
- Kaufmännische Ausbildung oder Verkaufserfahrung, Quereinstieg möglich
- Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu täglicher Fahrtätigkeit
- Belastbarkeit bei Kaltakquise und regelmäßigen Absagen
- Sicheres Auftreten im Gespräch mit Inhabern und Geschäftsführern
- Grundverständnis für Reichweiten, Mediadaten und Online-Kennzahlen
- Selbstorganisation und verlässliche Terminplanung
- Verhandlungssicheres Deutsch in Wort und Schrift
Wo man arbeitet
- Regionale Zeitungs- und Anzeigenblattverlage
- Fachverlage und Zeitschriftenhäuser
- Vermarkter für digitale Werbung und Radio
- Verzeichnis- und Adressmedienanbieter
- Werbe- und Mediaagenturen mit eigenem Verkauf
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung zum Medienkaufmann Digital und Print oder zum Kaufmann für Marketingkommunikation, alternativ eine andere kaufmännische Ausbildung. Viele Medienhäuser stellen auch Quereinsteiger mit Verkaufserfahrung ein und arbeiten sie über Produktschulungen und Mitfahrten in ein eigenes Gebiet ein. Weiterqualifizieren kann man sich mit Fachwirt-Abschlüssen oder Zertifikaten im Online-Marketing.
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- Offene Stellen
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- 2.800 – 6.800 €
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