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Außendienst

Vertriebsmitarbeiter im Außendienst

Vertriebsmitarbeiter im Außendienst betreuen Kunden vor Ort in einem festen Gebiet, gewinnen neue Kunden und verkaufen Produkte oder Dienstleistungen im persönlichen Gespräch. Der Arbeitsplatz ist überwiegend das Auto und der Betrieb des Kunden.

56 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Vertriebsmitarbeiter im Außendienst verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.800 € 3.300 € 4.000 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.500 € 4.300 € 5.300 € 51.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.200 € 5.200 € 6.800 € 62.400 €

Die Werte entsprechen dem Gesamteinkommen bei üblicher, nicht bei voller Zielerreichung; der feste Anteil liegt im Außendienst meist zwischen 70 und 85 Prozent, in reinen Neukundenrollen und bei Handelsvertretungen deutlich niedriger bis hin zu vollständiger Provisionsbasis. Am stärksten wirken Branche, Betriebsgröße und die Frage, ob ein gewachsener Kundenbestand übernommen wird; tarifgebunden ist der Beruf nur in Teilen des Groß- und Außenhandels sowie der Metall- und Elektroindustrie.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Vertriebsmitarbeiter im Außendienst?

Der Außendienst arbeitet nach außen: Der überwiegende Teil der Arbeitszeit findet beim Kunden statt, nicht am Schreibtisch. Grundlage ist ein zugewiesenes Gebiet, oft ein oder mehrere Postleitzahlengebiete, in dem ein Bestand an Kunden betreut und gleichzeitig Neugeschäft aufgebaut wird. Ein typischer Tag besteht aus drei bis sechs Terminen, dazwischen Fahrzeit, abends oder früh morgens die Nachbearbeitung: Besuchsberichte im CRM erfassen, Angebote kalkulieren, Rückfragen des Innendienstes klären.

Inhaltlich geht es um Bedarfsermittlung, Produktberatung, Preis- und Konditionsverhandlung sowie Abschluss. Je nach Branche kommen Sortimentsgespräche, Regalpflege, Schulungen beim Kunden, Reklamationsbearbeitung oder Messeeinsätze hinzu. Wer Bestandskunden betreut, verhandelt Jahresvereinbarungen und arbeitet an Umsatzausbau pro Kunde. Wer auf Neukunden angesetzt ist, telefoniert kalt vor, klopft Adresslisten ab und lebt mit einer hohen Absagequote. Führungsverantwortung gehört nicht zur Rolle, die Zusammenarbeit läuft mit Gebietsleitung, Innendienst und Technik.

Wie wird man Vertriebsmitarbeiter im Außendienst?

Es gibt keinen geschützten Ausbildungsweg. Üblich ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement, im Einzelhandel oder als Industriekaufmann, häufig gefolgt von einigen Jahren Innendienst. Bei technischen Produkten stellen Unternehmen bevorzugt Menschen mit handwerklicher oder technischer Ausbildung ein, die Anlagen und Anwendungen aus eigener Praxis kennen. Ein betriebswirtschaftliches Studium ist möglich, aber keine Voraussetzung.

Der Quereinstieg ist in diesem Beruf real und verbreitet. Aus Handwerk, Gastronomie, Einzelhandel oder Pflege kommen regelmäßig Bewerber, die Kundenkontakt gewohnt sind und Produktwissen mitbringen. Verlangt wird fast immer der Führerschein Klasse B. Die Einarbeitung erfolgt betriebsintern, oft mit Mitfahrten, Produktschulungen und einer Einstiegsphase, in der die Ziele noch reduziert sind.

Was der Beruf verlangt

Die Belastung liegt weniger im Verkaufen als in der Struktur des Alltags. Wer täglich zwei bis vier Stunden im Auto sitzt, arbeitet effektiv lange Tage, und die Bürozeit fällt oft in den Abend. Bei größeren Gebieten kommen Übernachtungen dazu. Zieldruck ist die Regel: Umsatz, Neukundenzahl, Besuchsfrequenz und Deckungsbeitrag werden gemessen, meist monatlich. Ein schwaches Quartal ist im variablen Anteil des Gehalts unmittelbar spürbar.

Schwer fällt vielen die Einsamkeit der Rolle. Es gibt kein Team im Nachbarzimmer, Rückmeldung kommt in Telefonkonferenzen und Gebietsbesprechungen. Absagen sind alltäglich, besonders in der Neukundengewinnung. Selbstorganisation, Tourenplanung und die Disziplin, unangenehme Anrufe nicht aufzuschieben, entscheiden mehr über den Erfolg als Redetalent. Die Fluktuation ist in Branchen mit hohem Kaltakquiseanteil und niedrigem Festanteil deutlich höher als im Betreuungsvertrieb.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und in erklärungsbedürftigen Produktfeldern hoch, weil Beratung vor Ort dort nicht durch Online-Kanäle ersetzt wird. Standardsortimente wandern dagegen zunehmend in E-Commerce und Innendienst ab, was Gebiete größer und Besuchsanlässe seltener macht. Entwicklungswege führen zum Key-Account-Management mit weniger, aber größeren Kunden, zur Gebiets- oder Regionalleitung mit Führungsverantwortung oder in den technischen Vertrieb mit Spezialisierung. Auch der Wechsel ins Produktmanagement oder in die Vertriebssteuerung ist mit Außendiensterfahrung möglich.

Aufgaben

  • Kundenbesuche im zugeteilten Gebiet planen und durchführen
  • Bestandskunden betreuen und Umsätze pro Kunde ausbauen
  • Neukunden telefonisch und vor Ort gewinnen
  • Angebote kalkulieren, Preise und Konditionen verhandeln
  • Besuchsberichte und Kundendaten im CRM pflegen
  • Reklamationen aufnehmen und mit dem Innendienst klären
  • Produkte auf Messen und bei Kundenschulungen vorstellen
  • Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen an die Vertriebsleitung melden

Voraussetzungen

  • kaufmännische oder technische Ausbildung, alternativ einschlägige Vertriebserfahrung
  • Führerschein Klasse B
  • Bereitschaft zu täglicher Reisetätigkeit, teils mit Übernachtungen
  • Verhandlungssicherheit und Belastbarkeit bei Absagen
  • strukturierte Selbstorganisation ohne tägliche Aufsicht
  • Sicherheit im Umgang mit CRM-Systemen und Kalkulationen
  • je nach Branche technisches Verständnis oder Produktkenntnis

Wo man arbeitet

  • Großhandels- und Handelsunternehmen
  • Industriebetriebe mit eigenem Vertrieb
  • Hersteller von Bau-, Elektro- und Maschinenprodukten
  • Dienstleister und Softwareanbieter
  • Konsumgüterhersteller
  • Handelsvertretungen und Vertriebsagenturen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement oder als Industriekaufmann, teils gefolgt von Jahren im Vertriebsinnendienst. Ein technischer Ausbildungsberuf mit anschließender Vertriebsschulung ist bei erklärungsbedürftigen Produkten gleichwertig. Der Quereinstieg ist möglich, die Einarbeitung übernimmt der Betrieb mit Produktschulungen und Mitfahrten.

Offene Stellen als Vertriebsmitarbeiter im Außendienst

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