Kundenberater für Medienvertrieb im Innendienst
Kundenberater für Medienvertrieb im Innendienst verkaufen Werbeplätze, Abonnements und digitale Reichweite vom Schreibtisch aus – überwiegend am Telefon und per E-Mail. Sie betreuen bestehende Kunden und gewinnen kleinere Neukunden, ohne selbst zu reisen.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Kundenberater für Medienvertrieb im Innendienst verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.400 € | 2.750 € | 3.100 € | 33.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.900 € | 3.300 € | 3.900 € | 39.600 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.400 € | 3.900 € | 4.800 € | 46.800 € |
Die Werte gehen von üblicher, nicht voller Zielerreichung aus; der feste Anteil liegt im Medieninnendienst meist bei 80 bis 90 Prozent, reine Telesales-Stellen bei Dienstleistern können bis zu einem Drittel Provision enthalten. Entscheidend sind Verlagsgröße und Tarifbindung: In tarifgebundenen Häusern gilt der Gehaltstarifvertrag für Verlagsangestellte bei Zeitungsverlagen oder Zeitschriftenverlagen, bei Vermarktern und Dienstleistern wird frei und deutlich breiter verhandelt.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Kundenberater für Medienvertrieb im Innendienst?
Die Arbeit findet am Schreibtisch statt, mit Telefon, CRM-System und Anzeigenkalender. Verkauft werden Werbeflächen in Zeitungen, Zeitschriften und Anzeigenblättern, Online-Banner und Native-Formate, Beilagen, Rubrikenanzeigen, Radiospots oder Abonnements. Ein großer Teil des Tages besteht aus ausgehenden Telefonaten: Bestandskunden werden vor Anzeigenschluss auf die nächste Ausgabe oder Sonderveröffentlichung angesprochen, Reaktivierungslisten abgearbeitet, kleinere Neukunden aus dem lokalen Gewerbe angerufen. Dazwischen liegen Angebote, Mediadaten, Preisberechnungen nach Format und Platzierung, die Abstimmung mit Grafik und Disposition und die Kontrolle, dass Motive rechtzeitig und in der richtigen Größe vorliegen.
Der Innendienst im Medienvertrieb ist damit näher am Verkauf als in vielen anderen Branchen. Wer hier arbeitet, hat eigene Kunden, eigene Umsatzziele und häufig eine eigene Rubrik oder ein eigenes Verbreitungsgebiet. Größere Kunden und Agenturen liegen meist beim Außendienst oder Key Account – der Innendienst liefert dort Kalkulationen, Belegexemplare und Auswertungen. Führungsaufgaben gehören nicht dazu, außer man wechselt später in eine Teamleitung.
Wie wird man Kundenberater für Medienvertrieb im Innendienst?
Es gibt keinen vorgeschriebenen Weg. Klassisch sind Kaufleute für Marketingkommunikation, Medienkaufleute Digital und Print, Kaufleute für Büromanagement oder eine kaufmännische Ausbildung im Einzelhandel. Verlage und Vermarkter besetzen diese Stellen häufig mit Quereinsteigern, weil Telefonstärke und Beharrlichkeit wichtiger sind als Branchenkenntnis. Wer aus Einzelhandel, Callcenter, Gastronomie oder Empfang kommt, hat gute Chancen, wenn er im Gespräch verkaufen kann. Die Einarbeitung dauert einige Wochen und behandelt Mediadaten, Preislisten, Formate, Anzeigenschlusstermine und das Buchungssystem.
Was der Beruf verlangt
Der Zieldruck ist spürbar. Umsätze werden pro Ausgabe, Woche oder Monat gemessen, Telefonate und Abschlussquoten oft mit. Absagen sind Alltag, besonders bei kalter Ansprache lokaler Betriebe. Anzeigenschluss bestimmt den Takt: An diesen Tagen wird es hektisch, weil Motive fehlen, Kunden umbuchen oder Freigaben ausbleiben. Die Arbeitszeiten sind meist geregelt und liegen in den Bürozeiten, Wochenendarbeit ist unüblich, vereinzelt gibt es Sonderaktionen mit längeren Tagen. Belastend ist weniger die körperliche Seite als das dauernde Sprechen und die Sitzarbeit am Bildschirm.
Dazu kommt die Lage der Branche. Print verliert Auflage und Anzeigenvolumen, Budgets wandern zu Plattformen. Das heißt: Es wird gegen einen schrumpfenden Markt verkauft, und die Fluktuation in diesen Teams ist erhöht. Wer sich digitale Produkte aneignet, arbeitet deutlich stabiler.
Aussichten
Stellen gibt es weiterhin bei Regionalverlagen, Fachverlagen, Anzeigenblättern und Vermarktern, die Nachfrage konzentriert sich zunehmend auf Berater, die Online-Kampagnen, Performance-Kennzahlen und Bewegtbild erklären können. Typische Entwicklungswege führen in den Außendienst mit eigenem Gebiet, in die Betreuung von Agenturen und größeren Etats, in Teamleitung oder Innendienstleitung oder seitwärts in digitale Mediaberatung und Kampagnenmanagement. Die Kombination aus Verkaufsroutine und digitaler Produktkenntnis öffnet auch Türen bei Onlinevermarktern und Agenturen.
Aufgaben
- Bestandskunden telefonisch auf kommende Ausgaben und Sonderthemen ansprechen
- kleinere Neukunden aus lokalem Gewerbe und Handel gewinnen
- Anzeigenpreise nach Format, Platzierung und Rabattstaffel kalkulieren
- Angebote und Mediadaten erstellen und nachfassen
- Buchungen im Anzeigen- und CRM-System erfassen und Anzeigenschluss überwachen
- Motive, Freigaben und Korrekturen mit Kunden, Grafik und Disposition abstimmen
- Kampagnenergebnisse und Belegexemplare an Kunden zurückmelden
- Außendienst und Key Account mit Kalkulationen und Auswertungen unterstützen
Voraussetzungen
- abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder vergleichbare Praxis, Quereinstieg möglich
- sichere Ausdrucksweise am Telefon und in schriftlicher Korrespondenz
- Bereitschaft zu aktiver Ansprache und Umgang mit Absagen
- Zahlenverständnis für Preisstaffeln, Rabatte und Kampagnenkennzahlen
- Grundkenntnisse in CRM-Systemen und Office, Interesse an digitalen Werbeformaten
- Belastbarkeit an Anzeigenschlusstagen und Sorgfalt bei Terminen
Wo man arbeitet
- Regionalzeitungs- und Anzeigenblattverlage
- Fach- und Publikumszeitschriftenverlage
- Werbevermarkter für Radio, TV und Online
- Onlineportale und digitale Medienhäuser
- Callcenter und Vertriebsdienstleister für Verlage
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Medienkaufmann Digital und Print oder Kaufmann für Marketingkommunikation, alternativ eine andere kaufmännische Lehre. Viele Verlage stellen auch ohne Branchenabschluss ein und schulen Produkte, Preise und Systeme in einer mehrwöchigen Einarbeitung. Weiterbildungen zum Fachwirt Marketing oder Zertifikate im Online-Marketing verbessern den Aufstieg.
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- Offene Stellen
- 3
- Monatsbrutto
- 2.600 – 7.000 €
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