Kundenservice
Mitarbeiter im Kundenservice bearbeiten Anfragen, Reklamationen und Aufträge von Kunden per Telefon, E-Mail und Chat. Die Rolle arbeitet nach innen, betreut bestehende Kunden und verkauft dabei häufig mit.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Kundenservice verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.500 € | 2.900 € | 30.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.600 € | 3.000 € | 3.500 € | 36.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.100 € | 3.600 € | 4.400 € | 43.200 € |
Das Gehalt hängt stark davon ab, ob man bei einem externen Callcenter-Dienstleister oder in der Serviceabteilung eines Herstellers, Versicherers oder Energieversorgers arbeitet - zwischen beiden liegen oft mehrere Hundert Euro im Monat. Der feste Anteil beträgt meist 90 bis 100 Prozent; wo Zusatzverkäufe vergütet werden, kommen üblicherweise nur 5 bis 15 Prozent variabel dazu. In tarifgebundenen Häusern gelten je nach Branche der Tarifvertrag für die Versicherungswirtschaft, für das private Bankgewerbe oder der jeweilige Einzelhandelstarif.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht der Kundenservice?
Der Kundenservice ist die Stelle, an der Kunden anrufen, schreiben oder chatten, wenn etwas gebraucht wird oder etwas nicht funktioniert. Der Alltag besteht aus Anfragen zu Produkten, Preisen und Lieferterminen, aus Auftragserfassung und Reklamationsbearbeitung, aus Stornierungen, Gutschriften und Rückfragen zu Rechnungen. Alles läuft über ein Ticketsystem oder ein CRM, jeder Kontakt wird dokumentiert, damit Kollegen und der Außendienst den Verlauf nachvollziehen können.
Die Rolle arbeitet nach innen und betreut bestehende Kunden. Neukundengewinnung gehört in den meisten Fällen nicht dazu, Verkauf aber schon: Wer eine Anfrage bearbeitet, empfiehlt Zubehör, weist auf die größere Verpackungseinheit hin oder verlängert einen auslaufenden Vertrag. In Servicecentern von Telekommunikations-, Energie- oder Versicherungsunternehmen ist dieser Anteil fest eingeplant und wird gemessen. In technischen Betrieben liegt der Schwerpunkt stärker auf Auskunft, Ersatzteilklärung und Terminkoordination mit dem Innen- und Außendienst.
Wie wird man Kundenservicemitarbeiter?
Es gibt keinen zwingenden Ausbildungsweg. Klassisch sind die Ausbildungen zum Kaufmann für Dialogmarketing, zum Kaufmann im E-Commerce, im Groß- und Außenhandel oder im Büromanagement, jeweils drei Jahre im dualen System. Ebenso häufig ist der Quereinstieg: Wer aus dem Einzelhandel, der Gastronomie, der Pflege oder einem Handwerk kommt, bringt Kundenkontakt und Belastbarkeit mit und lernt Produkte, System und Gesprächsführung in einer Einarbeitung von wenigen Wochen bis zu drei Monaten. Viele Arbeitgeber stellen ohne Branchenkenntnis ein und schulen intern. Wichtiger als der Abschluss sind saubere schriftliche Ausdrucksweise, Geduld und die Fähigkeit, ein System zügig zu bedienen, während man spricht.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist getaktet. In größeren Servicecentern gibt es Schichtpläne, Gesprächsvolumen pro Stunde, Bearbeitungszeiten und Erreichbarkeitsquoten, teils auch Zielwerte für Zusatzverkäufe. Wer schlecht damit umgeht, ständig gemessen zu werden, tut sich schwer. Ein Teil der Gespräche ist unangenehm: verärgerte Kunden, Fehler anderer Abteilungen, Beschwerden, die man nicht selbst lösen kann. Freundlich zu bleiben, wenn das Gegenüber es nicht ist, gehört zur Kernanforderung.
Die Arbeitszeiten reichen in Branchen mit langen Servicezeiten in die Abendstunden und den Samstag, im technischen Support gelegentlich auch in Rufbereitschaften. Homeoffice ist inzwischen verbreitet, oft im Wechsel mit Bürotagen. Die Fluktuation ist in Callcentern hoch, in Serviceabteilungen von Herstellern und Mittelständlern deutlich niedriger.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil und breit über alle Branchen verteilt, Einsteiger finden fast durchgängig Stellen. Einfache, wiederkehrende Anfragen werden zunehmend automatisiert, die verbleibenden Fälle werden dadurch komplexer und die fachlichen Anforderungen steigen. Entwicklungswege führen zum Second-Level-Support, zur Fachbetreuung eines Produktbereichs, in den Vertriebsinnendienst mit eigenem Kundenstamm, zum Key-Account-Support oder in die Teamleitung mit Personal- und Kennzahlenverantwortung. Der Wechsel in den Außendienst ist ein üblicher Schritt für alle, die Produkte und Kunden aus dem Service bereits kennen.
Aufgaben
- Kundenanfragen per Telefon, E-Mail und Chat beantworten
- Aufträge, Änderungen und Stornierungen im System erfassen
- Reklamationen aufnehmen, prüfen und Gutschriften veranlassen
- Liefertermine und Ersatzteile mit Logistik und Technik klären
- Zusatzprodukte empfehlen und Verträge verlängern
- Kundenkontakte und Vorgänge im CRM dokumentieren
- Anfragen an Fachabteilungen oder den Außendienst übergeben
Voraussetzungen
- abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung, kaufmännisch von Vorteil
- sicheres Deutsch in Wort und Schrift, oft Englisch als Zusatz
- Geduld und Beherrschung in Konfliktgesprächen
- schnelle Auffassung bei Software und Produktinformationen
- Bereitschaft zu Schichten, Spätdiensten und teils Samstagsarbeit
- Bildschirmarbeit über den gesamten Arbeitstag
Wo man arbeitet
- Servicecenter und Callcenter von Konzernen
- Serviceabteilungen von Herstellern und Großhändlern
- Versicherungen, Banken und Energieversorger
- Onlinehändler und Versandunternehmen
- externe Dienstleister für Kundenkommunikation
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige duale Ausbildung, etwa zum Kaufmann für Dialogmarketing, im E-Commerce oder für Büromanagement. Genauso verbreitet ist der Quereinstieg mit interner Einarbeitung von wenigen Wochen bis drei Monaten, in der Produkte, System und Gesprächsführung geschult werden.
Offene Stellen als Kundenservice
In der Suche fortsetzenWerkstudent (m/w/d) Kundenservice
Kundenservice (Customer Service / First Line & Claims Specialist) m/w/d
Kundenservice - After Sales & Reklamationsmanagement (m/w/d)
Verwandte Berufe
Vertriebsinnendienst
Der Vertriebsinnendienst betreut Kunden vom Schreibtisch aus: Anfragen bearbeiten, Angebote erstellen, Aufträge abwickeln und dem Außendienst zuarbeiten. Die Rolle arbeitet überwiegend nach innen und pflegt Bestandskunden.
- Offene Stellen
- 12
- Monatsbrutto
- 2.500 – 5.200 €
Bewerbung und Einstieg
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