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Vertriebsinnendienst

Mitarbeiter im Verkaufsinnendienst

Mitarbeiter im Verkaufsinnendienst bearbeiten Anfragen, erstellen Angebote und betreuen bestehende Kunden vom Schreibtisch aus. Sie arbeiten nach innen und halten dem Außendienst den Rücken frei.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Mitarbeiter im Verkaufsinnendienst verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.500 € 4.100 € 42.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.600 € 4.200 € 5.000 € 50.400 €

Der feste Anteil liegt im Verkaufsinnendienst üblicherweise bei 90 bis 100 Prozent, variable Bestandteile sind meist eine Team- oder Jahresprämie von wenigen Hundert Euro monatlich. Entscheidend sind Branche und Tarifbindung: In der Metall- und Elektroindustrie oder der Chemie liegen die Werte nach IG-Metall- beziehungsweise BAVC-Tarif deutlich über denen im nicht tarifgebundenen Handel und bei kleinen Dienstleistern.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Mitarbeiter im Verkaufsinnendienst?

Der Verkaufsinnendienst ist die Stelle im Unternehmen, an der Kundenanfragen zuerst ankommen. Wer hier arbeitet, nimmt Anfragen per Telefon, E-Mail oder über Portale auf, prüft Verfügbarkeiten und Preise, kalkuliert Angebote und verfolgt sie nach. Kommt ein Auftrag zustande, wird er im ERP-System erfasst, terminiert und bis zur Lieferung begleitet. Dazu gehören Rückfragen bei Einkauf, Lager, Produktion und Spedition, die Klärung von Lieferverzögerungen und die Bearbeitung von Reklamationen und Gutschriften.

Die Rolle arbeitet fast ausschließlich nach innen, überwiegend mit bestehenden Kunden. Neukundengewinnung gehört in vielen Betrieben nur am Rand dazu, etwa in Form von Nachtelefonieren nach Messen oder der Reaktivierung inaktiver Kunden. Häufig ist der Innendienst einem oder mehreren Außendienstmitarbeitern zugeordnet und bildet mit ihnen ein Tandem: Der Innendienst hält Daten, Angebote und Termine zusammen, der Außendienst ist beim Kunden. In kleineren Unternehmen fällt beides in eine Hand, dort führt der Innendienst auch eigene Preisgespräche.

Wie wird man Mitarbeiter im Verkaufsinnendienst?

Der klassische Weg ist eine kaufmännische Ausbildung, meist Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann, Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement oder Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung. Der Verkaufsinnendienst ist außerdem eine der zugänglichsten Türen in den Vertrieb: Quereinsteiger aus dem Einzelhandel, aus Handwerksbetrieben, aus der Gastronomie oder aus dem Kundenservice werden regelmäßig eingestellt, wenn sie Produktverständnis, Ordnung im Kopf und Sicherheit am Telefon mitbringen. Technisches Wissen aus einer gewerblichen Ausbildung ist in Maschinenbau, Elektrotechnik oder Sanitärhandel oft mehr wert als ein kaufmännischer Abschluss. Eingearbeitet wird meist über mehrere Monate am Arbeitsplatz, ergänzt durch Produktschulungen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist stark unterbrochen. Telefon, Postfach und Kollegen fordern gleichzeitig Aufmerksamkeit, während Angebote mit Frist fertig werden müssen. Wer Konzentration nur in Ruhe findet, tut sich schwer. Reklamationen und verspätete Lieferungen landen zuerst hier, entsprechend gehört das Aushalten verärgerter Anrufer zum Alltag, obwohl die Ursache meist woanders liegt. Sorgfalt bei Preisen, Konditionen und Artikelnummern ist Pflicht, Fehler kosten Geld und werden sichtbar.

Die Arbeitszeiten sind vergleichbar geregelt, üblich sind Servicezeiten zwischen etwa acht und siebzehn Uhr, oft im Schichtwechsel für die Besetzung der Randzeiten. Reisetätigkeit fällt kaum an, Homeoffice ist je nach Betrieb teilweise möglich. Zieldruck existiert, ist aber meist geringer als im Außendienst, weil Provisionen kleiner ausfallen. Monats- und Quartalsenden sind spürbar, ebenso Messezeiten und das Jahresende.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und breit, weil praktisch jeder Hersteller, Händler und Dienstleister mit Geschäftskunden einen Innendienst braucht. Routinetätigkeiten wie Auftragserfassung verschieben sich zunehmend in Kundenportale und automatisierte Prozesse, was den Anteil an Beratung, Kalkulation und Klärung erhöht. Entwicklungswege führen zum Key-Account-Innendienst, in die Teamleitung Innendienst, in die Auftragsabwicklung oder in den Außendienst, für den der Innendienst die üblichste Vorstufe ist. Wer sich fachlich vertieft, landet in der technischen Angebotskalkulation oder im Angebotsmanagement größerer Projekte.

Aufgaben

  • Kundenanfragen per Telefon, E-Mail und Portal aufnehmen und qualifizieren
  • Angebote kalkulieren, erstellen und aktiv nachverfolgen
  • Aufträge im ERP-System erfassen, terminieren und bis zur Lieferung begleiten
  • Bestandskunden telefonisch betreuen und Nachbestellungen auslösen
  • Reklamationen, Retouren und Gutschriften bearbeiten
  • Außendienst mit Terminen, Auswertungen und Unterlagen unterstützen
  • Preise, Konditionen und Kundenstammdaten im CRM pflegen
  • Liefertermine mit Einkauf, Lager und Spedition abstimmen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder vergleichbare Praxiserfahrung im Verkauf
  • Sicheres Auftreten am Telefon und schriftliche Ausdrucksfähigkeit
  • Sorgfalt bei Preisen, Konditionen und Artikeldaten
  • Routine in ERP- und CRM-Systemen sowie in Excel
  • Belastbarkeit bei parallelen Anfragen und Reklamationen
  • Je nach Branche technisches Produktverständnis
  • Englischkenntnisse bei Kunden oder Lieferanten im Ausland

Wo man arbeitet

  • Industrie- und Produktionsbetriebe
  • Groß- und Fachhandel
  • Technische Handelsvertretungen
  • Speditionen und Logistikdienstleister
  • Software- und Dienstleistungsunternehmen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Industriekaufmann, Kaufmann für Büromanagement oder Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement. Auch der Quereinstieg mit Verkaufserfahrung aus Handel, Handwerk oder Service ist verbreitet, die Einarbeitung dauert dann meist drei bis sechs Monate. Weiterqualifizieren lässt sich über den Fachwirt für Vertrieb oder betriebliche Produkt- und Vertriebsschulungen.

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