Mitarbeiter Kundenservice
Mitarbeiter im Kundenservice beantworten Anfragen von Kunden per Telefon, E-Mail und Chat, bearbeiten Aufträge und Reklamationen und sind damit die erste Stimme des Unternehmens. Die Arbeit findet im Innendienst statt und dreht sich um bestehende Kunden.
7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Mitarbeiter Kundenservice verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.200 € | 2.500 € | 2.900 € | 30.000 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.600 € | 3.000 € | 3.500 € | 36.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.100 € | 3.600 € | 4.400 € | 43.200 € |
Das Gehalt hängt vor allem von der Branche und davon ab, ob man direkt beim Unternehmen oder bei einem externen Dienstleister angestellt ist: Versicherungen, Banken und Energieversorger zahlen nach Tarifverträgen wie dem Manteltarifvertrag für das Versicherungsgewerbe oder dem Bankentarif deutlich mehr als Callcenter-Dienstleister, für die vielfach nur der Mindestlohn oder ein knapper Haustarif gilt. Variable Anteile sind klein und liegen meist bei fünf bis fünfzehn Prozent des Gesamtgehalts, gebunden an Servicekennzahlen und Zusatzverkäufe; die genannten Werte gehen von üblicher, nicht voller Zielerreichung aus.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Mitarbeiter Kundenservice?
Der Kundenservice ist die Stelle, an der Kunden landen, wenn sie etwas wissen, etwas ändern oder sich beschweren wollen. Der Arbeitstag besteht aus eingehenden Telefonaten, E-Mails, Chatanfragen und Tickets in einem CRM- oder Ticketsystem. Typische Vorgänge sind Auskünfte zu Lieferterminen und Rechnungen, Änderungen an Verträgen und Adressen, Erfassung von Aufträgen, Bearbeitung von Reklamationen und Retouren sowie die Weiterleitung technischer Fälle an den Fachbereich.
Die Rolle arbeitet nach innen und betreut überwiegend bestehende Kunden. Neukundengewinnung gehört in der Regel nicht dazu, verkaufsnahe Aufgaben aber häufig schon: Wer anruft, wird oft auch auf ein passendes Zubehör, einen höheren Tarif oder eine Vertragsverlängerung angesprochen. In vielen Unternehmen wird der Kundenservice deshalb an Kennzahlen gemessen, die über die reine Bearbeitung hinausgehen, etwa Abschlussquote bei Rückgewinnungsgesprächen oder Zusatzumsatz pro Kontakt. Führungsaufgaben sind mit der Einstiegsrolle nicht verbunden.
Wie wird man Mitarbeiter Kundenservice?
Es gibt keinen festen Ausbildungsweg. Klassisch sind die Ausbildungen zum Kaufmann für Büromanagement, zum Kaufmann im E-Commerce, zum Kaufmann für Dialogmarketing oder zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel, je drei Jahre dual. Ebenso häufig ist der Quereinstieg: Der Kundenservice ist eines der offensten Vertriebsfelder überhaupt. Menschen aus Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie und Pflege bringen genau das mit, worauf es ankommt, nämlich Routine im Umgang mit Menschen, die etwas wollen oder unzufrieden sind. Eingearbeitet wird meist intern über einige Wochen Schulung zu Produkten, Systemen und Gesprächsleitfäden, oft begleitet von Mithören und Coaching.
Wer in einem technischen oder erklärungsbedürftigen Umfeld arbeitet, braucht Produktverständnis, das sich erst über Monate aufbaut. Fremdsprachen, vor allem Englisch, erhöhen die Auswahl an Stellen deutlich.
Was der Beruf verlangt
Die Belastung ist gleichmäßig hoch und schlecht steuerbar. Anrufe kommen, ob es passt oder nicht, und Pausenzeiten richten sich nach dem Aufkommen. In Servicecentern mit Schichtbetrieb gehören Abende, Samstage und teils Sonntage zum Dienstplan, dazu Vorgaben zu Gesprächsdauer, Erreichbarkeit und Nachbearbeitungszeit. Emotional anstrengend sind Gespräche mit verärgerten oder ausfallenden Kunden, die mehrmals täglich vorkommen können. Wer sie nicht abschütteln kann, verschleißt schnell. Die Fluktuation ist in diesem Feld überdurchschnittlich, besonders in externen Dienstleistungsunternehmen.
Körperlich ist die Arbeit sitzend am Bildschirm, mit Headset, in Räumen, in denen viele gleichzeitig sprechen. Verlangt werden verständliche Sprache, Geduld, sauberes Dokumentieren und die Fähigkeit, in mehreren Systemen parallel zu arbeiten, während man spricht. Homeoffice ist in Teilen verbreitet, aber häufig an Anwesenheitstage und stabile Technik gebunden.
Aussichten
Die Nachfrage ist konstant hoch, weil nahezu jede Branche Servicekapazität braucht und die Einstiegshürden niedrig sind. Einfache, standardisierte Anfragen wandern zunehmend in Selbstbedienungsportale und automatisierte Systeme ab; was bleibt, sind die komplexeren Fälle. Das hebt die Anforderungen an Fachwissen und senkt langfristig die Zahl reiner Auskunftsstellen.
Entwicklungswege führen zum Second-Level-Support, in die Qualitätssicherung, zur Teamleitung eines Serviceteams oder in die Schulung neuer Mitarbeiter. Ein häufiger und lohnender Schritt ist der Wechsel in den Vertriebsinnendienst oder in die Key-Account-Betreuung, weil dort Produkt- und Kundenkenntnis direkt verwertbar ist und das Einkommen höher liegt.
Aufgaben
- Kundenanfragen per Telefon, E-Mail und Chat beantworten
- Aufträge, Adressänderungen und Vertragsanpassungen erfassen
- Reklamationen und Retouren aufnehmen und nachverfolgen
- Vorgänge im CRM- oder Ticketsystem vollständig dokumentieren
- Kunden auf passende Zusatzprodukte und Vertragsverlängerungen ansprechen
- Technische oder rechtliche Fälle an Fachabteilungen weitergeben
- Rückrufe und offene Fälle innerhalb zugesagter Fristen abarbeiten
Voraussetzungen
- Kaufmännische Ausbildung oder Quereinstieg mit Erfahrung im Umgang mit Kunden
- Sichere mündliche und schriftliche Ausdrucksweise in Deutsch, oft zusätzlich Englisch
- Geduld und Belastbarkeit in Konfliktgesprächen
- Sicherer Umgang mit mehreren Softwaresystemen gleichzeitig
- Bereitschaft zu Schicht-, Abend- und teils Samstagsdiensten
- Konzentrationsfähigkeit über längere Zeit am Bildschirm
Wo man arbeitet
- Servicecenter von Versicherungen, Banken und Energieversorgern
- Externe Callcenter und Dialogmarketing-Dienstleister
- Kundenserviceabteilungen von Online-Händlern
- Servicebereiche von Industrie- und Handelsunternehmen
- Telekommunikations- und Mobilitätsanbieter
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa zum Kaufmann für Büromanagement, für Dialogmarketing oder im E-Commerce. Ebenso verbreitet ist der Quereinstieg ohne branchenspezifischen Abschluss, bei dem die Einarbeitung intern über mehrwöchige Produkt- und Systemschulungen erfolgt. Weiterqualifizierung ist über Fachwirt-Abschlüsse oder interne Coaching- und Führungsprogramme möglich.
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- Offene Stellen
- 4
- Monatsbrutto
- 2.300 – 4.800 €
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- Offene Stellen
- 12
- Monatsbrutto
- 2.500 – 5.200 €
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