Mobiler Kundenberater Fahrzeugbewertung
Mobile Kundenberater Fahrzeugbewertung begutachten Gebrauchtwagen vor Ort beim Kunden oder in Filialen, ermitteln einen Ankaufspreis und führen das Verkaufsgespräch bis zum Kaufvertrag. Die Rolle arbeitet nach außen, betreut vorqualifizierte Interessenten und schließt selbst ab.
3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Mobiler Kundenberater Fahrzeugbewertung verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.500 € | 2.900 € | 3.400 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.000 € | 3.500 € | 4.200 € | 42.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.600 € | 4.300 € | 5.500 € | 51.600 € |
Der feste Anteil liegt in dieser Rolle üblicherweise bei 75 bis 90 Prozent; die Variable hängt an Ankaufsquote, Marge pro Fahrzeug und Terminanzahl, seltener am reinen Umsatz. Einen Branchentarifvertrag gibt es nur bei tarifgebundenen Autohäusern über die Kfz-Innungstarife, große Ankaufsplattformen zahlen frei verhandelt; Firmenwagen und Spesen bei mobilen Stellen sind ein wesentlicher Teil des Pakets.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein mobiler Kundenberater Fahrzeugbewertung?
Der Arbeitstag besteht aus Terminen, die meist zentral vergeben werden: Ein Fahrzeughalter hat online eine Bewertung angefragt, der Berater fährt zu ihm oder empfängt ihn in einer Ankaufsfiliale. Vor Ort wird das Fahrzeug systematisch aufgenommen - Ausstattung, Laufleistung, Serviceheft, Unfallschäden, Lack- und Reifenzustand, Funktion der Elektronik, Probefahrt oder Rundgang mit Motorlauf. Die Befunde werden in einer App dokumentiert, fotografiert und mit Marktdaten abgeglichen. Daraus entsteht ein konkretes Ankaufsangebot.
Der zweite, oft schwierigere Teil ist das Gespräch. Kunden kommen mit einer Preiserwartung aus Kleinanzeigen oder von Bewertungsportalen und liegen damit regelmäßig über dem, was der Ankauf zahlen kann. Der Berater muss Abzüge nachvollziehbar erklären, ohne das Fahrzeug schlechtzureden, und den Kunden zu einer Entscheidung im Termin bringen. Wird verkauft, folgen Kaufvertrag, Identitätsprüfung, Abmeldung oder Kurzzeitkennzeichen, Ablösung einer Finanzierung, Übergabe von Papieren und Schlüsseln sowie die Abwicklung der Zahlung. Bei Ablehnung wird der Kontakt für spätere Nachfassaktionen hinterlegt.
Wie wird man mobiler Kundenberater Fahrzeugbewertung?
Es gibt keinen geschützten Ausbildungsweg. Am häufigsten kommen Kfz-Mechatroniker, Serviceberater, Automobilkaufleute und Gebrauchtwagenverkäufer in die Rolle. Quereinstieg ist möglich, wenn ausgeprägte Fahrzeugkenntnisse aus Werkstatt, Sachverständigenumfeld, Autovermietung oder Flottenbetrieb vorliegen. Arbeitgeber schulen intern auf Bewertungssystematik, Kalkulationslogik, Vertragsrecht und Gesprächsführung, oft mehrere Wochen mit Begleitung durch erfahrene Kollegen. Eine Weiterbildung zum zertifizierten Fahrzeugbewerter oder Teilqualifikationen im Sachverständigenwesen erhöhen die Chancen deutlich. Führerschein Klasse B ist Pflicht, Klasse BE oder C1 gelegentlich gefordert.
Was der Beruf verlangt
Der Beruf ist körperlich und terminlich fordernd. Fahrzeuge werden bei jedem Wetter draußen begutachtet, es wird gebückt, gekniet und unter Motorhauben gearbeitet. Wer mobil im Gebiet unterwegs ist, sitzt täglich mehrere Stunden im Auto; Samstage sind in Ankaufsfilialen die Regel, Abendtermine kommen vor. Die Zahl der Termine pro Tag ist vorgegeben, Ankaufsquote und Marge pro Fahrzeug werden gemessen. Enttäuschte Kunden reagieren gelegentlich unangenehm, weil es um mehrere tausend Euro und um ein Fahrzeug mit emotionalem Wert geht. Wer Bewertungen zu großzügig ansetzt, fällt beim Wiederverkauf auf; wer zu vorsichtig kalkuliert, verliert Abschlüsse. Diese Gratwanderung und die Fluktuation in den ersten Monaten gehören zum realistischen Bild.
Aussichten
Der Online-Ankauf von Gebrauchtwagen und der Handel über Auktionsplattformen wachsen weiter, ebenso der Bedarf an standardisierter Zustandsbewertung bei Leasingrückläufern und Flottenauflösungen. Entsprechend suchen Ankaufsketten, Autohausgruppen und Restwertdienstleister laufend Personal. Entwicklungswege führen zur Filial- oder Regionalleitung, in die Einkaufssteuerung und Preisbildung, in die Schulung neuer Kollegen oder über eine Zusatzqualifikation in die Kfz-Schadengutachtung. Wer Marktgespür und saubere Dokumentation verbindet, wird auch als Remarketing-Spezialist bei Leasinggesellschaften und Herstellerbanken gesucht.
Aufgaben
- Gebrauchtfahrzeuge nach festem Prüfkatalog begutachten und fotografisch dokumentieren
- Ankaufspreise anhand von Marktdaten und Zustandsabzügen kalkulieren
- Bewertungsergebnis erklären und das Verkaufsgespräch bis zum Abschluss führen
- Kaufverträge erstellen, Identität prüfen und Zahlung sowie Papiere abwickeln
- Finanzierungsablösungen und Abmeldungen koordinieren
- Termine im Gebiet planen und Fahrtwege effizient legen
- Nicht abgeschlossene Kontakte nachfassen und im CRM pflegen
- Auffälligkeiten wie Unfallschäden oder Manipulationsverdacht melden
Voraussetzungen
- Fundierte Fahrzeugkenntnisse, meist aus Kfz-Handwerk, Autohaus oder Sachverständigenumfeld
- Führerschein Klasse B, hohe Reisebereitschaft im Gebiet
- Sicheres Auftreten in Preisgesprächen und Belastbarkeit bei Ablehnung
- Sorgfalt in der Dokumentation und Umgang mit Bewertungs-Apps
- Körperliche Belastbarkeit für Arbeit im Freien und in Werkstattumgebung
- Bereitschaft zu Samstagsdiensten und gelegentlichen Abendterminen
- Einwandfreies Führungszeugnis, da Bargeld- und Dokumentenverantwortung besteht
Wo man arbeitet
- Ankaufsfilialen von Online-Gebrauchtwagenplattformen
- Autohausgruppen und Gebrauchtwagenzentren
- Restwert- und Remarketingdienstleister
- Leasinggesellschaften und Herstellerbanken
- Kfz-Sachverständigenorganisationen
- Im Außendienst beim Kunden zu Hause oder im Betrieb
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine abgeschlossene Ausbildung als Kfz-Mechatroniker, Automobilkaufmann oder Kaufmann im Einzelhandel mit Fahrzeugbezug, jeweils drei bis dreieinhalb Jahre. Darauf folgt eine mehrwöchige interne Einarbeitung in Bewertungssystematik, Kalkulation und Vertragsabwicklung. Quereinsteiger mit belegbarer Fahrzeugerfahrung werden eingestellt und können sich über Zertifikatskurse zum Fahrzeugbewerter weiterqualifizieren.
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