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Kundenservice & Kundenbetreuung

Sachbearbeiter Kundenservice

Sachbearbeiter im Kundenservice bearbeiten Anfragen, Aufträge und Reklamationen von Kunden am Telefon, per E-Mail und im Ticketsystem. Die Rolle arbeitet nach innen und betreut überwiegend bestehende Kunden.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sachbearbeiter Kundenservice verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.650 € 3.000 € 31.800 €
Mit Berufserfahrung 2.700 € 3.100 € 3.600 € 37.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.100 € 3.600 € 4.300 € 43.200 €

Der Verdienst ist überwiegend fest; variable Anteile liegen, wenn es sie gibt, meist bei fünf bis zehn Prozent und hängen an Team- oder Servicekennzahlen statt an eigenen Abschlüssen. Entscheidend sind Branche und Tarifbindung: In der Metall- und Elektroindustrie und im öffentlichen Dienst nach TVöD liegen die Werte deutlich über denen externer Servicedienstleister und des Einzelhandels, wo der Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel greift.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sachbearbeiter Kundenservice?

Sachbearbeiter im Kundenservice sind die erste Adresse, wenn ein Kunde etwas wissen will, etwas nicht funktioniert oder eine Lieferung fehlt. Sie nehmen Anfragen per Telefon, E-Mail, Kontaktformular oder Chat an, erfassen sie im CRM- oder Ticketsystem und klären sie entweder selbst oder geben sie an Technik, Buchhaltung oder Außendienst weiter. Ein großer Teil der Arbeit ist Auftragsbearbeitung: Bestellungen anlegen, Liefertermine prüfen, Preise und Rabatte nach hinterlegten Konditionen einsetzen, Rechnungen korrigieren, Gutschriften erstellen. Dazu kommen Reklamationen, Retouren und Nachfragen zu Verträgen oder Abrechnungen.

Die Rolle arbeitet nach innen, vom Schreibtisch aus, und betreut bestehende Kunden. Neukundengewinnung gehört in der Regel nicht dazu, wohl aber der Verkauf im laufenden Kontakt: auf ein passendes Ersatzprodukt hinweisen, eine höhere Abnahmemenge anbieten, einen Wartungsvertrag verlängern. In vielen Unternehmen ist der Kundenservice deshalb formal im Vertrieb angesiedelt und mit Zielen für Zusatzverkäufe versehen. Geführt wird auf dieser Ebene nicht; die Teams sind einer Teamleitung zugeordnet.

Wie wird man Sachbearbeiter Kundenservice?

Der klassische Weg ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Büromanagement, im Groß- und Außenhandel, im Einzelhandel oder als Industriekaufmann. Der Beruf ist außerdem einer der offensten für Quereinsteiger im ganzen Vertriebsfeld. Wer aus Gastronomie, Einzelhandel, Pflege oder Handwerk kommt und gewohnt ist, mit Menschen und mit Beschwerden umzugehen, findet häufig Einstiege über Einarbeitungsprogramme von mehreren Wochen. Größere Serviceorganisationen und Dienstleister schulen intern auf Produkt, System und Gesprächsführung. Technisches Verständnis ist in Industrie und IT ein deutlicher Vorteil, im Versandhandel oder bei Versicherern zählen mehr Genauigkeit und Belastbarkeit.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist getaktet. In Serviceteams mit Telefonanbindung werden Erreichbarkeit, Bearbeitungszeit und Lösungsquote gemessen, teils tagesaktuell. Wer mehrere Kanäle parallel bedient, wechselt ständig zwischen Vorgängen und muss trotzdem sauber dokumentieren. Belastend sind weniger die Aufgaben selbst als die Häufung: verärgerte Kunden, wiederkehrende Fehler, für die man nicht verantwortlich ist, und Grenzen, die man erklären muss, ohne sie selbst gesetzt zu haben. Emotional abzuschließen fällt vielen schwer, besonders am Anfang.

Die Arbeitszeiten liegen meist in Servicefenstern von früh bis abends, in Schichten geplant, im Handel und in der Energie- und Telekommunikationsbranche teils mit Samstagsdienst. Bereitschaft oder Sonntagsarbeit sind selten. Homeoffice ist inzwischen in vielen Serviceorganisationen anteilig möglich. Die Fluktuation ist in großen Callcenter-Strukturen hoch, in Industrie- und Mittelstandsteams deutlich niedriger.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und breit über alle Branchen verteilt. Einfache Standardanfragen werden zunehmend durch Selbstbedienungsportale und automatisierte Antworten abgefangen, was den Anteil der komplexeren Fälle erhöht und die Anforderungen an Fachwissen steigen lässt. Reine Auskunftstätigkeit verliert an Bedeutung, Klärung und Beratung gewinnen.

Entwicklungswege führen in die fachliche Spezialisierung, etwa auf Reklamations- oder Exportabwicklung, in den Vertriebsinnendienst mit eigener Kundenverantwortung, in die Teamleitung oder über Qualitätssicherung und Schulung in die Serviceorganisation selbst. Wer die Kunden gut kennt und den Wechsel nach draußen will, hat aus dieser Position einen realistischen Weg in den Außendienst.

Aufgaben

  • Kundenanfragen per Telefon, E-Mail und Ticketsystem annehmen und beantworten
  • Aufträge, Änderungen und Stornierungen im ERP-System erfassen
  • Liefertermine prüfen und Kunden proaktiv über Verzögerungen informieren
  • Reklamationen aufnehmen, bewerten und Gutschriften oder Ersatzlieferungen veranlassen
  • Angebote nach hinterlegten Konditionen erstellen und nachverfolgen
  • Zusatz- und Ersatzprodukte im laufenden Kundengespräch anbieten
  • Vorgänge dokumentieren und Kundendaten im CRM pflegen
  • Schnittstelle zu Außendienst, Logistik und Buchhaltung halten

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung oder einschlägige Berufserfahrung im Kundenkontakt
  • Sichere Ausdrucksweise in Wort und Schrift auf Deutsch
  • Routine im Umgang mit ERP-, CRM- oder Ticketsystemen
  • Belastbarkeit bei hohem Anfragevolumen und beschwerdeführenden Kunden
  • Genauigkeit bei Preisen, Mengen und Dokumentation
  • Englischkenntnisse bei internationalen Kunden
  • Bereitschaft zu Schichtdiensten innerhalb der Servicezeiten

Wo man arbeitet

  • Industrie- und Produktionsunternehmen
  • Groß- und Onlinehandel
  • Energieversorger und Telekommunikationsanbieter
  • Versicherungen und Banken
  • Externe Kundenservice-Dienstleister
  • Softwarehäuser und technische Dienstleister

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Büromanagement, im Groß- und Außenhandel oder als Industriekaufmann. Quereinsteiger mit Erfahrung im Kundenkontakt werden häufig eingestellt und über mehrwöchige interne Einarbeitung auf Produkte und Systeme geschult. Weiterqualifizierung ist über Fachwirt-Abschlüsse oder eine Zertifizierung im Servicemanagement möglich.

Offene Stellen als Sachbearbeiter Kundenservice

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