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Vertrieb & Verkauf allgemein

Sales Manager DACH

Sales Manager DACH verantworten den Vertrieb eines Unternehmens in Deutschland, Österreich und der Schweiz – meist im Außendienst mit Reisetätigkeit, oft mit eigener Umsatzverantwortung für die gesamte Region.

2 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sales Manager DACH verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.800 € 4.600 € 5.500 € 55.200 €
Mit Berufserfahrung 5.000 € 6.200 € 7.500 € 74.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 6.500 € 8.000 € 11.000 € 96.000 €

Die Werte entsprechen dem Gesamteinkommen bei üblicher, nicht bei voller Zielerreichung; der feste Anteil liegt in dieser Rolle meist bei 75 bis 85 Prozent. Einen Tarifvertrag gibt es in der Regel nicht – Branche, Unternehmensgröße, Auftragsvolumen und die Frage, ob ein bestehender Kundenbestand übernommen oder neu aufgebaut wird, wirken sich stärker aus als die Berufsjahre. Dienstwagen und Reisekostenpauschalen kommen häufig hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sales Manager DACH?

Die Rolle bündelt den Vertrieb für den deutschsprachigen Raum in einer Person oder einem kleinen Team. Sales Manager DACH betreuen bestehende Kunden und Partner in Deutschland, Österreich und der Schweiz und gewinnen neue hinzu. In den meisten Ausschreibungen liegt der Schwerpunkt auf Neugeschäft mit gewerblichen Kunden: Zielkunden recherchieren, Erstkontakte herstellen, Bedarf im Gespräch klären, Angebote kalkulieren, Preise und Rahmenverträge verhandeln, Abschlüsse dokumentieren.

Dazu kommt die Steuerungsarbeit. Wer eine ganze Region verantwortet, plant Reisen und Messebesuche selbst, pflegt die Pipeline im CRM, meldet Forecasts an die Geschäftsführung oder an eine Konzernzentrale im Ausland und stimmt sich mit Marketing, Produktmanagement und Innendienst ab. Bei Herstellern mit Händler- oder Distributorenstruktur besteht ein großer Teil der Arbeit darin, Partner zu betreuen, zu schulen und auf Umsatzziele zu verpflichten – nicht der Endkunde ist dann der Ansprechpartner, sondern der Zwischenhändler.

Disziplinarische Führung gehört nicht zwingend dazu. Viele Stellen sind Einzelrollen ohne Team, andere führen zwei bis fünf Außendienstmitarbeiter oder Länderverantwortliche. Der Titel sagt darüber wenig aus; das steht erst in der Stellenbeschreibung.

Wie wird man Sales Manager DACH?

Ein geschützter Weg existiert nicht. Üblich ist ein Studium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen oder einem fachlich passenden Feld, gefolgt von einigen Jahren im Außendienst oder Key-Account-Management. Genauso verbreitet ist der Aufstieg aus einer kaufmännischen oder technischen Ausbildung heraus: Wer im Innendienst, im technischen Vertrieb oder im Handwerk begonnen hat und Produkt sowie Markt kennt, kann über Gebietsverantwortung in die regionale Rolle wachsen. Arbeitgeber verlangen fast immer belegbare Abschlusserfolge, verhandlungssicheres Englisch und einen Führerschein.

Quereinstieg direkt in diese Position ist selten, weil die Stelle allein arbeitet und Einarbeitung kaum vorgesehen ist. Der realistische Weg für Umsteiger führt über eine Junior-Position im Vertriebsinnendienst oder in der Neukundenakquise.

Was der Beruf verlangt

Reisezeit. Wer drei Länder betreut, ist häufig zwei bis drei Tage pro Woche unterwegs, mit Übernachtungen, langen Autofahrten und Flügen. Der Kalender wird von Kundenterminen bestimmt, nicht von Arbeitszeitwünschen. Messen und Kundenveranstaltungen fallen auf Wochenenden.

Der Zieldruck ist unmittelbar. Umsatz- und Abschlussziele werden quartalsweise gemessen, ein variabler Gehaltsanteil hängt daran, und schwache Quartale werden zeitnah besprochen. Wer keine Absagen wegstecken kann, hält das nicht lange durch. Hinzu kommt die Einsamkeit der Rolle: Es gibt oft keine Kollegen im Gebiet, Rückhalt kommt per Telefon aus der Zentrale. Unterschätzt wird auch der Verwaltungsanteil – CRM-Pflege, Reportings, Reisekostenabrechnung.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und über Branchen verteilt: Software, Industriegüter, Medizintechnik, Konsumgüter und Dienstleistungen suchen laufend regionale Vertriebsverantwortliche. Besonders internationale Unternehmen, die den deutschsprachigen Markt von außen erschließen, schaffen diese Stellen. Entwicklungswege führen zum Head of Sales, zur Vertriebsleitung mit Teamverantwortung, in europäische Rollen oder in die Geschäftsführung einer Landesgesellschaft. Die Fluktuation ist hoch, weil Zielverfehlungen und Strategiewechsel in der Zentrale schnell zu Trennungen führen.

Aufgaben

  • Neukunden und Vertriebspartner in Deutschland, Österreich und der Schweiz gewinnen
  • Bestandskunden betreuen und Umsätze ausbauen
  • Angebote kalkulieren, Preise und Rahmenverträge verhandeln
  • Termine und Reisen im gesamten DACH-Gebiet eigenständig planen
  • Pipeline und Kundendaten im CRM pflegen
  • Forecasts und Umsatzberichte an die Geschäftsführung liefern
  • Messen, Fachveranstaltungen und Partnerschulungen durchführen
  • gegebenenfalls ein kleines Vertriebsteam fachlich oder disziplinarisch führen

Voraussetzungen

  • kaufmännische oder technische Ausbildung, häufig ein wirtschaftliches oder technisches Studium
  • mehrere Jahre Vertriebserfahrung mit belegbaren Abschlüssen
  • verhandlungssicheres Deutsch und gutes Englisch
  • Bereitschaft zu regelmäßigen Reisen mit Übernachtungen
  • Führerschein Klasse B
  • Belastbarkeit unter Umsatzzielen und Selbstorganisation
  • Sicherheit im Umgang mit CRM-Systemen und Zahlen

Wo man arbeitet

  • Hersteller von Industrie- und Investitionsgütern
  • Software- und Technologieunternehmen
  • Landesgesellschaften internationaler Konzerne
  • Medizintechnik- und Laborausstatter
  • Konsumgüterhersteller mit Handelsstruktur
  • Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg führt über eine kaufmännische Ausbildung von drei Jahren oder ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft beziehungsweise Wirtschaftsingenieurwesen. Darauf folgen in der Regel drei bis fünf Jahre im Außendienst, Innendienst oder Key-Account-Management, bevor die regionale Verantwortung übertragen wird. Ergänzend werden Weiterbildungen zum Fachwirt oder Verkaufsleiter bei der Industrie- und Handelskammer anerkannt.

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