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Einzelhandel & Filiale

Verkäufer

Verkäufer beraten Kunden in der Filiale, kassieren und halten die Verkaufsfläche in Ordnung. Der Beruf arbeitet nach innen am Point of Sale mit direktem Kundenkontakt und ist der klassische Einstieg in den Einzelhandel.

748 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Verkäufer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.300 € 2.500 € 27.600 €
Mit Berufserfahrung 2.300 € 2.550 € 2.800 € 30.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.500 € 2.750 € 3.100 € 33.000 €

Maßgeblich sind die Tarifverträge für den Einzelhandel der jeweiligen Bundesländer; tarifgebundene Betriebe zahlen spürbar mehr als nicht gebundene, und die Eingruppierung hängt davon ab, ob eine abgeschlossene Ausbildung vorliegt. Das Gehalt ist überwiegend fix, Provision oder Prämien machen meist nur einen kleinen Anteil aus, dazu kommen Zuschläge für Spät- und Sonntagsarbeit; da viele Stellen Teilzeit sind, liegt das tatsächliche Einkommen häufig unter diesen Vollzeitwerten.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Verkäufer?

Verkäufer arbeiten dort, wo der Kunde in den Laden kommt. Sie beraten zu Sortiment, Größen, Materialien, Preisen und Verfügbarkeiten, holen Ware aus dem Lager, kassieren an der Kasse, wickeln Umtausch und Reklamationen ab und räumen Regale ein. Ein großer Teil des Tages besteht aus Flächenarbeit: Ware auspacken, auszeichnen, verräumen, Bestände prüfen, Aktionsflächen aufbauen, Preisschilder tauschen, aufräumen und sauber halten. Je nach Betrieb kommen Warenannahme, Inventurzählungen, Bestellvorschläge oder das Bedienen der Frischetheke dazu.

Der Beruf betreut Laufkundschaft, gewinnt also keine Kunden im klassischen Sinn, sondern verkauft aus dem Kontakt heraus. Zusatzverkauf gehört dazu: Zubehör anbieten, Kundenkarte oder Serviceverträge ansprechen. In vielen Ketten werden Bonquote, Durchschnittsbon und Anzahl der Kundenkarten je Schicht ausgewertet. Geführt wird in dieser Rolle nicht, wohl aber übernehmen erfahrene Verkäufer Schichtverantwortung, Kassenabschluss und die Einarbeitung von Aushilfen.

Wie wird man Verkäufer?

Üblich ist die zweijährige duale Ausbildung zum Verkäufer in Betrieb und Berufsschule. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die meisten Betriebe stellen mit Hauptschul- oder Realschulabschluss ein. Nach den zwei Jahren lässt sich mit einem dritten Ausbildungsjahr der Abschluss als Kaufmann im Einzelhandel anschließen, was für spätere Aufstiegsschritte hilfreich ist.

Der Quereinstieg ist in kaum einem anderen Vertriebsberuf so offen. Wer aus Gastronomie, Pflege, Handwerk oder Logistik kommt, findet regelmäßig Stellen als Verkaufsmitarbeiter ohne einschlägigen Abschluss, häufig zunächst in Teilzeit oder als geringfügige Beschäftigung. Eingearbeitet wird auf der Fläche, Warenkunde und Kassensystem lernt man im Betrieb. Ungelernte werden allerdings oft niedriger eingruppiert als Ausgebildete.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet im Stehen und Gehen statt, über die gesamte Schicht. Kartons heben, Paletten ziehen, Ware nachfüllen, bei Textil und Lebensmitteln auch Kälte oder Zugluft. Rücken und Beine merken das. Die Arbeitszeiten liegen in den Öffnungszeiten, also abends und samstags, in Bahnhofs- und Flughafenlagen auch sonntags. Vor Feiertagen und im Weihnachtsgeschäft ist Urlaub meist gesperrt.

Dazu kommt der Umgang mit Kunden, die es eilig haben, sich beschweren oder unfreundlich sind. Personaldecken sind vielerorts dünn, Schichten werden kurzfristig umgeplant, Teilzeit ist die Regel und nicht die Ausnahme. Die Fluktuation im Einzelhandel ist hoch, in Filialen mit hohem Kundenaufkommen besonders. Wer den Beruf mag, mag ihn meist wegen des Kontakts und der überschaubaren Aufgaben mit klarem Feierabend.

Aussichten

Verkaufspersonal wird laufend gesucht, offene Stellen gibt es in fast jeder Stadt und in jeder Branche vom Lebensmittel- über Bau- bis zum Modehandel. Die Nachfrage ist stabil, auch wenn Filialschließungen im Non-Food-Bereich und der Onlinehandel Standorte kosten. Wer bleibt, kann sich zum Kaufmann im Einzelhandel weiterqualifizieren, danach zum Substituten, Abteilungsleiter oder Filialleiter. Andere Wege führen zum Handelsfachwirt, in den Außendienst eines Herstellers oder in Fachberatungen mit höherem Beratungsanteil, etwa Optik, Sanitätshaus oder Küchenverkauf.

Aufgaben

  • Kunden auf der Fläche ansprechen und zum Sortiment beraten
  • Kassieren, Kassenabrechnung und Abschluss der Schicht
  • Ware annehmen, auszeichnen und in die Regale verräumen
  • Umtausch, Reklamationen und Garantiefälle bearbeiten
  • Aktions- und Saisonflächen nach Vorgabe aufbauen
  • Bestände prüfen, Lücken melden und bei Inventuren zählen
  • Zusatzartikel, Kundenkarte oder Serviceleistungen anbieten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung zum Verkäufer oder Einarbeitung als Quereinsteiger
  • Freundlicher, geduldiger Umgang mit Kunden auch in Stoßzeiten
  • Körperliche Belastbarkeit: Stehen über die gesamte Schicht, Heben und Tragen
  • Bereitschaft zu Spätschichten und Samstagsarbeit
  • Zuverlässigkeit beim Umgang mit Bargeld und Kassensystemen
  • Bei Lebensmitteln: Belehrung nach Infektionsschutzgesetz

Wo man arbeitet

  • Supermärkte und Discounter
  • Filialen von Mode-, Drogerie- und Elektronikketten
  • Bau- und Gartenmärkte
  • Inhabergeführte Fachgeschäfte
  • Bahnhofs-, Flughafen- und Einkaufszentrumsstandorte

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg ist die zweijährige duale Ausbildung zum Verkäufer im Betrieb mit Berufsschulunterricht, abgeschlossen mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Ein drittes Jahr führt zum Abschluss als Kaufmann im Einzelhandel. Quereinsteiger werden vielerorts direkt auf der Fläche eingearbeitet, meist zunächst in Teilzeit.

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Offene Stellen
975
Monatsbrutto
2.900 – 6.500 €

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