Verkäufer als Fachkraft / Quereinsteiger Frischetheke
Verkäufer an der Frischetheke bedienen Kunden an der Bedientheke für Fleisch, Wurst, Käse, Fisch oder Feinkost, beraten zu Produkten und Zubereitung und halten die Theke nach Hygienevorgaben in Ordnung. Der Einstieg ist auch ohne Ausbildung möglich.
335 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Verkäufer als Fachkraft / Quereinsteiger Frischetheke verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.100 € | 2.350 € | 2.600 € | 28.200 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.400 € | 2.650 € | 2.950 € | 31.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 2.700 € | 3.100 € | 3.700 € | 37.200 € |
Maßgeblich ist meist der Tarifvertrag für den Einzelhandel des jeweiligen Bundeslandes (Verkäufer, Gehaltsgruppe II) oder im Handwerk der Tarif für das Fleischerhandwerk; die Spanne ist dadurch eng. Das Einkommen besteht praktisch vollständig aus Festgehalt, hinzu kommen je nach Betrieb Spätöffnungs- und Sonntagszuschläge sowie tarifliches Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Nicht tarifgebundene Betriebe zahlen häufig am unteren Rand, die Werte für erfahrene Kräfte setzen eine abgeschlossene Ausbildung oder Thekenverantwortung voraus.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht eine Fachkraft an der Frischetheke?
Die Arbeit findet direkt am Kunden statt, im Verkaufsraum eines Supermarkts oder Fachgeschäfts. An der Bedientheke werden Fleisch, Wurst, Käse, Fisch, Salate oder warme Snacks verkauft: Ware abwiegen, portionieren, aufschneiden, verpacken, kassieren oder den Bon an die Kasse weitergeben. Dazu kommt Beratung – welcher Käse zu welchem Wein passt, wie ein Bratenstück zubereitet wird, welches Stück Fleisch für Gulasch geeignet ist. Wer verkaufsstark ist, verkauft aktiv weiter und spricht Zusatzprodukte an; die Theke ist der Bereich mit der höchsten Marge und dem stärksten Einfluss des Personals auf den Umsatz.
Der zweite Teil der Arbeit ist die Ware selbst. Morgens wird die Theke aufgebaut und dekoriert, tagsüber nachgelegt, abends abgebaut und gereinigt. Lieferungen werden angenommen und auf Temperatur und Qualität geprüft, Mindesthaltbarkeitsdaten kontrolliert, Abschriften dokumentiert. Hygienevorgaben nach HACCP, Temperaturlisten und Reinigungspläne gehören zum Alltag und werden kontrolliert.
Wie wird man Fachkraft an der Frischetheke?
Es gibt zwei Wege. Der klassische ist eine Ausbildung als Verkäufer, Fleischereifachverkäufer oder Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, zwei bis drei Jahre dual. Der zweite Weg ist der Quereinstieg, und er ist im Frischebereich üblich: Viele Filialisten stellen Menschen ohne einschlägigen Abschluss ein und schulen intern an. Erfahrung aus Gastronomie, Metzgerei, Bäckerei oder Küche ist dabei ein deutlicher Vorteil, weil Warenkunde, Schnitttechnik und Tempo bereits bekannt sind. Verpflichtend ist vor Arbeitsbeginn die Erstbelehrung nach Infektionsschutzgesetz durch das Gesundheitsamt, dazu kommen betriebliche Hygiene- und Maschinenschulungen. Nach einigen Jahren ist eine Nachqualifizierung über eine Externenprüfung bei der Kammer möglich.
Was der Beruf verlangt
Die Tätigkeit ist körperlich. Acht Stunden Stehen auf hartem Boden, Kisten und Fleischstücke heben, Arbeit in gekühlter Umgebung mit Zugluft, nasse Hände, Schnittverletzungen durch Messer und Aufschnittmaschinen sind ein reales Risiko. Der Geruch von Fisch oder Rohfleisch ist nicht für jeden erträglich. Die Arbeitszeiten liegen früh oder spät, Samstagsarbeit ist die Regel, vor Feiertagen und an Wochenenden wird es voll und laut. Freundlich bleiben, wenn zehn Kunden warten und einer die Wartezeit kommentiert, ist der eigentliche Kern der Belastung. Sauberkeit und Genauigkeit werden streng geprüft, weil Verstöße bei Lebensmitteln unmittelbare Folgen haben. Die Fluktuation im Bereich ist hoch, was zugleich bedeutet, dass fast immer Stellen offen sind.
Aussichten
Die Nachfrage ist bundesweit stabil bis hoch, weil viele Ketten ihre Bedientheken personell nicht voll besetzen können. Wer bleibt und zuverlässig arbeitet, wird schnell zur Ansprechperson für den Bereich. Entwicklungswege führen über die Thekenverantwortung zur Bereichs- oder Abteilungsleitung Frische, weiter zur stellvertretenden Marktleitung oder Marktleitung, im Handwerk zur Verkaufsleitung einer Metzgerei oder Käsefachhandlung. Fachliche Spezialisierungen wie Käsesommelier oder Fleischsommelier sind über Weiterbildungen erreichbar und werden vor allem im Fachhandel honoriert. Wer den Verkauf lieber ganz aufgibt, wechselt in Warensteuerung, Qualitätssicherung oder in den Außendienst eines Lebensmittelherstellers.
Aufgaben
- Kunden an der Bedientheke bedienen und zu Ware beraten
- Fleisch, Wurst, Käse und Fisch portionieren, aufschneiden und verpacken
- Theke morgens aufbauen, dekorieren und tagsüber nachfüllen
- Wareneingang prüfen, Temperaturen und Mindesthaltbarkeitsdaten kontrollieren
- Reinigung der Maschinen, Theken und Arbeitsflächen nach Hygieneplan
- Abschriften und Frischeverluste erfassen
- Kunden aktiv auf Aktionen und Zusatzprodukte ansprechen
- Warme Theke oder Snackangebot vorbereiten und ausgeben
Voraussetzungen
- Erstbelehrung nach Infektionsschutzgesetz vor Arbeitsbeginn
- Ausbildung im Verkauf oder Lebensmittelhandwerk oder Bereitschaft zur Anlernung
- Körperliche Belastbarkeit: langes Stehen, Heben, Kühle
- Freundlichkeit und Geduld auch bei Andrang
- Sorgfalt bei Hygiene und Dokumentation
- Bereitschaft zu Früh-, Spät- und Samstagsdiensten
- Gute Deutschkenntnisse für Beratung und Kassiervorgang
Wo man arbeitet
- Supermärkte und Verbrauchermärkte
- Discounter mit Bedientheke
- Metzgereien und Fleischereifilialen
- Käse-, Fisch- und Feinkostfachgeschäfte
- Markthallen und Wochenmarktstände
- Filialen von Lebensmittelhandwerksbetrieben
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine duale Ausbildung als Verkäufer (zwei Jahre) oder als Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk beziehungsweise Fleischereifachverkäufer (drei Jahre) mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer. Der Quereinstieg ohne Abschluss ist im Frischebereich verbreitet: Die Anlernung erfolgt innerhalb weniger Wochen im Markt, verbindlich ist nur die Hygienebelehrung. Ein Berufsabschluss kann später über eine Externenprüfung nachgeholt werden.
Offene Stellen als Verkäufer als Fachkraft / Quereinsteiger Frischetheke
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Verkäufer
Verkäufer beraten Kunden in der Filiale, kassieren und halten die Verkaufsfläche in Ordnung. Der Beruf arbeitet nach innen am Point of Sale mit direktem Kundenkontakt und ist der klassische Einstieg in den Einzelhandel.
- Offene Stellen
- 748
- Monatsbrutto
- 2.100 – 3.100 €
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