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Einzelhandel & Filiale

Verkäufer Getränke

Verkäufer Getränke arbeiten im Getränkemarkt oder Getränkefachhandel: Sie beraten Kunden zu Bier, Wein und Wasser, kassieren, nehmen Leergut an und halten den Markt gefüllt. Die Rolle betreut Laufkundschaft vor Ort und ist körperlich fordernd.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Verkäufer Getränke verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.350 € 2.600 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.650 € 3.000 € 31.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.200 € 4.000 € 38.400 €

Tarifgebundene Betriebe zahlen nach dem regionalen Gehaltstarifvertrag für den Einzelhandel, im Getränkefachgroßhandel teils nach dem Tarif für den Groß- und Außenhandel; die Spanne ist dort eng. Das Einkommen besteht praktisch vollständig aus Festgehalt, Provision ist unüblich - Aufschläge entstehen über Spät- und Samstagszuschläge, Staplerqualifikation und die Übernahme von Kassenaufsicht oder Marktleitung.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Verkäufer Getränke?

Der Arbeitstag im Getränkemarkt beginnt meist mit der Warenannahme. Paletten mit Kisten und Kästen werden abgeglichen, kontrolliert und in die Regale oder auf die Verkaufsfläche gebracht. Danach wechselt die Tätigkeit zwischen Kasse, Leergutannahme und Verkaufsfläche. Kunden fragen nach einem Wein für ein Abendessen, nach dem passenden Fass für ein Fest, nach Zapfanlagen zur Miete oder nach der Rückgabe von Sondergebinden. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, Leergut zu sortieren, zu zählen, Pfand korrekt abzurechnen und die Sortenreinheit der Kästen sicherzustellen, weil hier die häufigsten Fehlbeträge entstehen.

Dazu kommt das Bestücken von Aktionsflächen, das Kontrollieren von Mindesthaltbarkeitsdaten, das Auszeichnen von Preisen und in vielen Märkten die Mitbestellung: Wer die Fläche kennt, meldet Bedarf an oder gibt die Bestellung selbst frei. In größeren Häusern gehören Kommissionierung für Abhol- und Lieferaufträge sowie das Beladen von Kundenfahrzeugen dazu. Die Rolle arbeitet nach innen, also am Standort, und verkauft an Endkunden sowie an Gastronomie- und Vereinskunden, die regelmäßig größere Mengen abholen.

Wie wird man Verkäufer Getränke?

Der klassische Weg ist die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer, die sich um ein Jahr zum Kaufmann im Einzelhandel verlängern lässt. Viele Betriebe im Getränkefachhandel besetzen die Stellen jedoch über den Quereinstieg, etwa mit Menschen aus Lager, Logistik, Gastronomie oder Handwerk. Wer belastbar ist, zuverlässig erscheint und mit Kunden umgehen kann, wird in der Regel angelernt. Produktwissen zu Bier, Wein und Spirituosen entsteht dabei im Betrieb und über Herstellerschulungen; Weinseminare oder eine Sommelier-Weiterbildung sind in beratungsstarken Fachmärkten ein deutlicher Vorteil. Für Gabelstapler und Hubwagen ist ein Fahrausweis nötig, den der Arbeitgeber meist finanziert.

Was der Beruf verlangt

Die körperliche Belastung ist der bestimmende Faktor. Kästen wiegen um zwölf bis zwanzig Kilogramm, und an einem normalen Tag werden viele davon bewegt. Wer Rücken- oder Knieprobleme hat, wird damit dauerhaft Schwierigkeiten haben. Die Verkaufsflächen sind oft kühl und teilweise offen, im Sommer stapelt sich die Arbeit vor Feiertagen und Festwochenenden. Samstagsarbeit ist die Regel, Spätdienste bis zum Ladenschluss ebenso, in vielen Märkten gilt Schichtbetrieb mit wechselnden freien Tagen. Das Geschäft ist stark saisonal: In warmen Monaten ist der Druck hoch, im Winter deutlich geringer.

Dazu kommt Kassenverantwortung mit Pfandabrechnung, bei der Genauigkeit zählt, sowie der Umgang mit Kunden, die Leergut ohne Beleg oder in unsortiertem Zustand zurückgeben. Die Fluktuation ist in der Branche vergleichsweise hoch, gerade bei Aushilfen und Saisonkräften.

Aussichten

Getränkefachmärkte suchen fast durchgängig Personal, weil die körperliche Belastung und die Wochenendarbeit den Bewerberkreis begrenzen. Wer bleibt und sich einarbeitet, übernimmt schnell mehr: Bestellwesen, Kassenaufsicht, Einarbeitung neuer Kollegen, später stellvertretende Marktleitung oder Marktleitung. Ein weiterer Weg führt in den Außendienst der Getränkegroßhändler oder Brauereien, wo Gastronomie- und Handelskunden betreut werden - hier steigt das Einkommen deutlich, dafür kommen Zieldruck und Reisezeiten hinzu. Auch der Wechsel in Einkauf oder Logistik eines Getränkefachgroßhändlers ist möglich.

Aufgaben

  • Kunden zu Bier, Wein, Wasser und Spirituosen beraten
  • Kassieren und Pfand korrekt abrechnen
  • Leergut annehmen, sortieren und für die Rückgabe bereitstellen
  • Warenannahme prüfen und Regale sowie Aktionsflächen bestücken
  • Bestellbedarf melden oder Bestellungen auslösen
  • Abhol- und Lieferaufträge kommissionieren und Kundenfahrzeuge beladen
  • Preise auszeichnen und Mindesthaltbarkeitsdaten kontrollieren
  • Zapfanlagen und Sondergebinde vermieten und erklären

Voraussetzungen

  • Körperliche Belastbarkeit für das Heben und Tragen von Kästen und Fässern
  • Bereitschaft zu Samstags-, Spät- und Schichtdiensten
  • Freundlicher, verbindlicher Umgang mit Laufkundschaft
  • Sorgfalt bei Kasse, Pfand und Bestandszahlen
  • Abgeschlossene Ausbildung im Einzelhandel oder Bereitschaft zum Anlernen
  • Staplerschein von Vorteil, oft im Betrieb nachholbar
  • Grundkenntnisse zu Getränkesortimenten oder Interesse daran

Wo man arbeitet

  • Getränkefachmärkte
  • Getränkeabteilungen von Verbrauchermärkten
  • Getränkefachgroßhandel mit Abholmarkt
  • Wein- und Spirituosenfachgeschäfte
  • Brauerei- und Abholdepots

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die zweijährige duale Ausbildung zum Verkäufer, die mit einem weiteren Jahr zum Kaufmann im Einzelhandel führt. Viele Getränkemärkte stellen aber auch ohne einschlägigen Abschluss ein und lernen neue Mitarbeiter innerhalb weniger Wochen an. Produktwissen und Staplerschein kommen berufsbegleitend hinzu.

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Verkäufer beraten Kunden in der Filiale, kassieren und halten die Verkaufsfläche in Ordnung. Der Beruf arbeitet nach innen am Point of Sale mit direktem Kundenkontakt und ist der klassische Einstieg in den Einzelhandel.

Offene Stellen
748
Monatsbrutto
2.100 – 3.100 €

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