Zum Inhalt springen
Einzelhandel & Filiale

Verkauf

Verkauf bedeutet Beratung und Abwicklung direkt am Kunden in der Filiale: Ware kennen, Bedarf erfragen, Kasse bedienen, Fläche in Ordnung halten. Der Beruf arbeitet nach außen, aber ohne Reisen, und betreut überwiegend Laufkundschaft statt eines festen Bestands.

169 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Verkauf verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.350 € 2.600 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.650 € 2.950 € 31.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 3.000 € 3.500 € 36.000 €

In tarifgebundenen Betrieben richtet sich die Bezahlung nach den Tarifverträgen für den Einzelhandel des jeweiligen Bundeslandes, die Spanne ist dort eng und die Eingruppierung entscheidet mehr als Verhandlung. Das Gehalt besteht fast vollständig aus Festlohn; Prämien für Filialumsatz oder Zusatzverkäufe machen in der Regel nur wenige Prozent aus. Nicht tarifgebundene Ketten und Discounter zahlen teils über, teils unter Tarif, Zuschläge für Spät-, Samstags- und Sonntagsarbeit kommen zusätzlich hinzu.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht der Verkauf?

Im Verkauf steht der direkte Kontakt zum Kunden im Mittelpunkt. Wer im Laden oder in der Filiale arbeitet, begrüßt Kundschaft, fragt nach dem Bedarf, zeigt Ware, erklärt Unterschiede zwischen Produkten und schließt den Kauf an der Kasse ab. Dazu kommt alles, was den Verkauf erst möglich macht: Ware annehmen, auspacken, auszeichnen, einsortieren, Regale auffüllen, Preise ändern, Aktionsflächen aufbauen, Reklamationen aufnehmen und Umtausch abwickeln. In vielen Häusern gehört Inventurarbeit dazu, in Fachgeschäften auch Nachbestellungen und die Pflege eines Sortimentsbereichs.

Der Unterschied zu anderen Vertriebsrollen: Der Kunde kommt von selbst. Es gibt keine Kaltakquise und keine Terminplanung, aber Zeitdruck durch Stoßzeiten und die Aufgabe, aus einem Besuch einen Kauf und möglichst einen Zusatzverkauf zu machen. Wer gut ist, verkauft nicht nur das Gesuchte, sondern erkennt, was dazu passt, und weiß, wann Zurückhaltung besser wirkt als ein weiteres Angebot.

Wie wird man Verkäufer?

Der klassische Weg ist die zweijährige duale Ausbildung zum Verkäufer, meist mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss. Wer danach ein drittes Jahr anschließt, erreicht den Abschluss Kaufmann im Einzelhandel, der mehr betriebswirtschaftliche Inhalte und bessere Aufstiegschancen mitbringt. Der Quereinstieg ist in diesem Feld die Regel und nicht die Ausnahme: Viele Filialisten stellen ohne branchenspezifische Ausbildung ein und schulen intern auf Kasse, Warenwirtschaft und Sortiment. Erfahrung aus Gastronomie, Handwerk oder Pflege gilt dabei als Plus, weil Umgang mit Menschen und Belastbarkeit bereits nachgewiesen sind. In beratungsintensiven Bereichen wie Optik, Sport, Bau oder Elektronik zählt Fachwissen mehr als der Abschluss.

Was der Beruf verlangt

Der Alltag ist körperlich. Stehen über die gesamte Schicht, Heben von Kartons und Getränkekisten, Arbeit im Kühlbereich oder auf der Leiter sind normal. Die Arbeitszeiten liegen in Wechselschichten bis in den Abend und an Samstagen, in Bahnhofs- und Flughafenlagen auch sonntags. Wer Familie mit festen Zeiten hat, muss die Dienstplanung genau prüfen, bevor er zusagt.

Dazu kommt der Umgang mit Kunden, die es eilig haben, sich beschweren oder unfreundlich werden. Freundlich bleiben, wenn seit vier Stunden Warteschlange ist, fällt vielen schwerer als der Verkauf selbst. Personalknappheit führt in vielen Filialen zu Doppelbelastung und kurzfristigen Planänderungen, die Fluktuation ist entsprechend hoch. Umsatz- und Zusatzverkaufsziele werden meist auf Filialebene gemessen, seltener persönlich, der Druck ist dadurch geringer als im Außendienst, aber vorhanden.

Aussichten

Die Nachfrage ist konstant hoch, offene Stellen gibt es fast überall und in jeder Ortsgröße. Der Einstieg ist damit leicht, die Bezahlung im Gegenzug am unteren Rand des Vertriebs. Entwicklung läuft über Verantwortung: stellvertretende Filialleitung, Filialleitung, Bereichs- oder Abteilungsleitung in größeren Häusern, dazu Spezialistenrollen für Warenpräsentation, Kasse oder Ausbildung. Wer den dritten Ausbildungsjahresabschluss nachholt, kann anschließend den Handelsfachwirt anschließen. Ein häufiger Weg führt außerdem aus der Fläche in den Außendienst der Lieferanten, weil Produktkenntnis und Kundengespür dort direkt verwertbar sind.

Aufgaben

  • Kunden ansprechen, Bedarf ermitteln und Ware erklären
  • Kasse bedienen und Zahlungen abrechnen
  • Ware annehmen, auszeichnen und in die Regale bringen
  • Aktions- und Zweitplatzierungen aufbauen und pflegen
  • Reklamationen, Umtausch und Garantiefälle bearbeiten
  • Bestände kontrollieren und Nachbestellungen anstoßen
  • Sauberkeit und Ordnung auf der Verkaufsfläche sicherstellen
  • Bei Inventuren zählen und erfassen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung im Handel oder Bereitschaft zum angeleiteten Quereinstieg
  • Freundliches Auftreten auch bei hohem Kundenaufkommen
  • Belastbarkeit für Steharbeit über die volle Schicht und Heben von Lasten
  • Bereitschaft zu Spätschichten und Samstagsarbeit
  • Gute Deutschkenntnisse im Kundengespräch
  • Sorgfalt bei Kassenabrechnung und Preisauszeichnung

Wo man arbeitet

  • Filialen von Lebensmittel- und Drogerieketten
  • Fachgeschäfte für Mode, Sport, Elektronik oder Bau
  • Warenhäuser und Shoppingcenter
  • Bahnhofs-, Flughafen- und Tankstellenshops
  • Werksverkauf und Outlet-Stores

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die zweijährige duale Ausbildung zum Verkäufer im Betrieb und in der Berufsschule. Ein drittes Jahr führt zum Abschluss Kaufmann im Einzelhandel und erweitert die Aufstiegsmöglichkeiten. Quereinsteiger werden häufig ohne Abschluss eingestellt und über interne Schulungen zu Kasse, Warenwirtschaft und Sortiment eingearbeitet.

Offene Stellen als Verkauf

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Filialleiter

Filialleiter führen eine Verkaufsstelle des Einzelhandels eigenverantwortlich: Personal, Umsatz, Ware und Kosten liegen in ihrer Hand. Die Rolle arbeitet nach innen ins Team und nach außen zum Kunden, mit klarer Umsatz- und Ergebnisverantwortung.

Offene Stellen
975
Monatsbrutto
2.900 – 6.500 €

Vertrieb.digital verwendet nur die Cookies, die für den Betrieb der Seite nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz