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Einzelhandel & Filiale

Werkstudenten im Verkauf

Werkstudenten im Verkauf arbeiten neben dem Studium in Filialen und Stores, beraten Kunden auf der Fläche, bedienen die Kasse und halten die Warenpräsentation in Ordnung. Die Stellen sind auf 20 Stunden pro Woche in der Vorlesungszeit begrenzt und laufen meist über mehrere Semester.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Werkstudenten im Verkauf verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.250 € 2.450 € 27.000 €
Mit Berufserfahrung 2.200 € 2.400 € 2.650 € 28.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.400 € 2.600 € 3.100 € 31.200 €

Die Werte sind auf eine Vollzeitstelle umgerechnet; tatsächlich werden bei 20 Wochenstunden etwa 1.000 bis 1.300 Euro brutto im Monat gezahlt. Das Entgelt besteht praktisch vollständig aus einem festen Stundenlohn, Provision gibt es selten, allenfalls kleine Verkaufsprämien. Ausschlaggebend sind der jeweilige Tarifvertrag des Einzelhandels des Bundeslandes, die Tarifbindung des Unternehmens und Zuschläge für Spät- und Samstagsarbeit; nicht tarifgebundene Betriebe zahlen häufig nur wenig über dem gesetzlichen Mindestlohn.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Werkstudent im Verkauf?

Werkstudenten im Verkauf stehen auf der Fläche und arbeiten mit bestehenden Laufkunden, nicht in der Neukundengewinnung. Sie sprechen Kunden an, klären den Bedarf, zeigen Artikel, erklären Unterschiede zwischen Modellen und schließen den Verkauf an der Kasse ab. Dazu kommt alles, was eine Filiale am Laufen hält: Ware annehmen und einräumen, Preise und Etiketten kontrollieren, Umkleiden und Regale nachziehen, Retouren und Umtausch bearbeiten, Bestände zählen.

Der Einsatz liegt meist an den Tagen mit dem höchsten Kundenaufkommen, also am späten Nachmittag, am Freitag und am Samstag. In Elektronik-, Sport- oder Modeketten übernehmen Werkstudenten nach einiger Zeit auch feste Bereiche, etwa eine Warengruppe oder die Betreuung von Kundenkarten und Serviceverträgen. Führungsaufgaben gehören nicht dazu, wohl aber die Einarbeitung neuer Aushilfen, wenn jemand länger dabei ist.

Wie wird man Werkstudent im Verkauf?

Voraussetzung ist eine gültige Immatrikulation an einer Hochschule; die Fachrichtung spielt in der Regel keine Rolle. Eine kaufmännische Ausbildung wird nicht verlangt, die Einarbeitung findet im Betrieb statt und dauert je nach Sortiment einige Tage bis wenige Wochen. Wer aus Gastronomie oder Service kommt, bringt den Umgang mit Publikum bereits mit und ist schneller einsetzbar. Bewerbungen laufen häufig direkt in der Filiale oder über die Karriereportale der Handelsketten, oft kurzfristig zum Semesterbeginn oder vor dem Weihnachtsgeschäft.

Rechtlich wichtig ist die Grenze von 20 Wochenstunden während der Vorlesungszeit, weil nur dann das Werkstudentenprivileg in der Sozialversicherung gilt. In den Semesterferien ist mehr möglich. Wer die Grenze dauerhaft überschreitet, verliert den Status.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet im Stehen und in Bewegung statt, über mehrere Stunden ohne festen Platz. Ware muss gehoben und getragen werden. Die Schichten liegen dort, wo Freizeit üblich ist: abends, am Samstag, in verkaufsoffenen Zeiten und im Dezember. Klausurphasen und Dienstplan kollidieren regelmäßig, das lässt sich nur durch frühzeitige Absprache entschärfen, und nicht jede Filiale ist dabei flexibel.

Auf der Fläche gibt es Kundendruck: Beschwerden, Reklamationen, Wartezeiten an der Kasse, gelegentlich unfreundliches Verhalten. In vielen Ketten werden Kennzahlen mitgeführt, etwa Zusatzverkäufe, abgeschlossene Garantieverlängerungen oder Kundenkarten pro Schicht. Verbindlich sind diese Ziele für Werkstudenten meist nicht, spürbar aber schon. Die Fluktuation in diesen Stellen ist hoch, weil das Studium irgendwann endet oder die Stundenlage nicht mehr passt.

Aussichten

Der Einzelhandel sucht durchgehend Personal für die Fläche, besonders in Innenstadtlagen und Einkaufszentren. Wer zuverlässig ist und Schichten übernimmt, findet ohne lange Suche eine Stelle. Für die spätere Laufbahn zählt die Zeit auf der Fläche mehr, als viele erwarten: Sie ist der übliche Nachweis, dass jemand Verkaufsgespräche führen kann. Aus Werkstudentenstellen entstehen häufig Angebote als Trainee im Filialmanagement, im Außendienst der Hersteller oder im Vertriebsinnendienst. Wer nach dem Abschluss im Handel bleibt, steigt meist über Substituten- und Filialleitungsprogramme ein.

Aufgaben

  • Kunden auf der Verkaufsfläche ansprechen und beraten
  • Kasse bedienen, abrechnen und Retouren bearbeiten
  • Ware annehmen, einräumen und Bestände kontrollieren
  • Warenpräsentation, Preisauszeichnung und Ordnung im Regal pflegen
  • Zusatzverkäufe, Kundenkarten oder Serviceverträge anbieten
  • Reklamationen aufnehmen und an die Führungskraft weitergeben
  • Inventurarbeiten und Umbauten der Fläche unterstützen

Voraussetzungen

  • Immatrikulation an einer Hochschule während der gesamten Beschäftigung
  • Bereitschaft zu Spät-, Samstags- und Feiertagsschichten
  • Freundliches Auftreten und Ausdauer im Gespräch mit Publikum
  • Körperliche Belastbarkeit: Stehen über Stunden, Heben und Tragen von Ware
  • Sicheres Deutsch, in Touristenlagen zusätzlich Englisch
  • Zuverlässigkeit bei Dienstplänen, auch in Klausurphasen

Wo man arbeitet

  • Filialen von Handelsketten in Innenstadt- und Zentrenlagen
  • Fachmärkte für Elektronik, Sport, Bau oder Möbel
  • Flagship-Stores und Markenshops
  • Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte
  • Pop-up-Stores und Saisonflächen im Weihnachtsgeschäft

Der Weg in den Beruf

Ein formaler Abschluss ist nicht erforderlich, verlangt wird lediglich der Studierendenstatus. Die Einarbeitung erfolgt im Betrieb und dauert je nach Sortiment einige Tage bis wenige Wochen, oft begleitet durch Schulungen zu Kasse, Warenwirtschaft und Sortiment. Der Vertrag läuft meist befristet über ein oder zwei Semester und wird bei Bewährung verlängert.

Offene Stellen als Werkstudenten im Verkauf

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Verkäufer

Verkäufer beraten Kunden in der Filiale, kassieren und halten die Verkaufsfläche in Ordnung. Der Beruf arbeitet nach innen am Point of Sale mit direktem Kundenkontakt und ist der klassische Einstieg in den Einzelhandel.

Offene Stellen
748
Monatsbrutto
2.100 – 3.100 €

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