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Außendienst

Kundenberater Geschäftskunden

Kundenberater Geschäftskunden betreuen im Außendienst Firmenkunden vom Kleinbetrieb bis zum Mittelständler, halten den bestehenden Bestand und gewinnen neue Kunden im eigenen Gebiet dazu.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Kundenberater Geschäftskunden verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.500 € 4.200 € 42.000 €
Mit Berufserfahrung 3.600 € 4.400 € 5.400 € 52.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.400 € 5.400 € 7.000 € 64.800 €

Die Werte entsprechen dem Gesamteinkommen bei üblicher, nicht bei voller Zielerreichung; der feste Anteil liegt in dieser Rolle meist bei 70 bis 85 Prozent, in akquisestarken Positionen in Telekommunikation und Energie auch bei 50 bis 60 Prozent. Entscheidend sind Branche, Betriebsgröße und ob ein gewachsener Bestand übernommen wird; bei Banken und Sparkassen gilt der Tarifvertrag für das private Bankgewerbe beziehungsweise der TVöD-Sparkassen, was die Spanne dort deutlich einengt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Kundenberater Geschäftskunden?

Die Rolle arbeitet nach außen: Termine beim Kunden im Betrieb, im Büro, in der Werkstatt, dazwischen Fahrzeit und Telefonate. Betreut wird ein festes Gebiet mit einem Bestand an Firmenkunden, meist Handwerksbetriebe, Handel, Dienstleister, Praxen oder produzierende Mittelständler. Typisch ist eine Mischung aus zwei Aufgaben: den vorhandenen Bestand halten und ausbauen sowie neue Kunden gewinnen. Wie stark die Neukundenseite wiegt, unterscheidet sich erheblich. In Telekommunikation, Energie und bei Finanzdienstleistern liegt der Schwerpunkt oft auf Akquise, in technischen Branchen und im Großhandel eher auf Bestandspflege mit regelmäßigen Besuchszyklen.

Inhaltlich geht es darum, den Betrieb des Kunden zu verstehen: Welche Verträge laufen, wo entstehen Kosten, was ist geplant. Daraus entstehen Angebote, oft in Abstimmung mit dem Innendienst oder einem technischen Berater. Rahmenverträge, Laufzeiten und Konditionen werden verhandelt, Verlängerungen rechtzeitig angebahnt. Ein guter Teil des Tages ist Dokumentation: Besuchsberichte, Angebotsnachverfolgung, Pflege der Daten im CRM. Ohne saubere Pflege gehen Wiedervorlagen verloren, und damit Umsatz.

Wie wird man Kundenberater Geschäftskunden?

Es gibt keinen vorgeschriebenen Weg. Verbreitet ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement, Industriekaufmann, Bankkaufmann oder Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen. In technischen Branchen steigen häufig Menschen mit handwerklicher Ausbildung und anschließender Weiterbildung ein, etwa als Meister oder Techniker. Ein betriebswirtschaftliches Studium ist möglich, aber selten Bedingung.

Quereinstieg ist üblich und wird von vielen Arbeitgebern aktiv betrieben. Wer aus dem Einzelhandel, aus dem Innendienst, aus Gastronomie oder Handwerk kommt und Verkaufsgespräche gewohnt ist, hat gute Chancen; eingearbeitet wird über Produktschulungen, Begleitung durch erfahrene Kollegen und feste Einarbeitungspläne. Bei Finanz- und Versicherungsprodukten kommen Sachkundenachweise nach Gewerbeordnung dazu.

Was der Beruf verlangt

Der Zieldruck ist real. Umsatz, Abschlusszahlen und Besuchsfrequenz werden monatlich gemessen und in Runden besprochen. Bei akquisestarken Rollen kommen Kaltkontakte dazu, und damit häufige Ablehnung. Die Fluktuation in solchen Positionen ist hoch, besonders im ersten Jahr.

Die Reisezeit liegt bei regionalen Gebieten meist im Rahmen von Tagestouren, bei größeren Gebieten mit Übernachtungen. Termine werden nach dem Rhythmus des Kunden gelegt, also früh morgens beim Handwerksbetrieb oder abends nach Geschäftsschluss. Wochenendarbeit ist eher selten, Messeeinsätze und Kundenveranstaltungen fallen aber auch samstags an. Wer Struktur mag und Routine sucht, tut sich schwer: Selbstorganisation im Homeoffice, eigenständige Tourenplanung und Ausdauer bei langen Entscheidungswegen gehören dazu.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil bis gut, weil das Geschäftskundensegment persönliche Betreuung erwartet und Anbieter dort weiterhin auf Außendienst setzen. Wer ein Gebiet über Jahre aufbaut, sitzt auf einem Bestand, der die eigene Position sichert. Entwicklungswege führen zu größeren Kunden im Key Account Management, in die Führung eines Teams als Verkaufs- oder Regionalleiter oder in Spezialrollen wie Lösungsvertrieb und Fachberatung. Der Wechsel in eine andere Branche ist möglich, weil Gesprächsführung und Verhandlungspraxis übertragbar sind; Produktwissen wird neu aufgebaut.

Aufgaben

  • Bestandskunden im zugeteilten Gebiet regelmäßig besuchen und Verträge verlängern
  • Neue Firmenkunden telefonisch und vor Ort ansprechen
  • Bedarf im Kundenbetrieb erheben und passende Lösungen vorschlagen
  • Angebote kalkulieren, teils mit Innendienst oder technischem Berater
  • Konditionen, Laufzeiten und Rahmenverträge verhandeln
  • Besuche, Wiedervorlagen und Pipeline im CRM dokumentieren
  • Touren und Termine eigenständig planen
  • An Messen, Kundenveranstaltungen und Vertriebsrunden teilnehmen

Voraussetzungen

  • Kaufmännische oder technische Ausbildung, alternativ Verkaufserfahrung aus einem anderen Feld
  • Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu täglichen Fahrten
  • Sicheres Auftreten im Gespräch mit Inhabern, Einkäufern und Geschäftsführern
  • Verständnis für kaufmännische Kennzahlen und Kalkulation
  • Selbstorganisation und Belastbarkeit bei Zielvorgaben
  • Bei Finanz- und Versicherungsprodukten Sachkundenachweis nach Gewerbeordnung

Wo man arbeitet

  • Telekommunikations- und Energieanbieter
  • Technischer Großhandel und Baustoffhandel
  • Banken, Sparkassen und Versicherer
  • Hersteller von Investitionsgütern und Verbrauchsmaterial
  • IT- und Softwarehäuser
  • Dienstleister für Betriebsausstattung und Fuhrpark

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement, Industriekaufmann oder Bankkaufmann, gefolgt von einigen Jahren im Innendienst oder Verkauf. Der Einstieg gelingt auch als Quereinsteiger mit Verkaufserfahrung; die Produktkenntnis wird dann intern über Schulungen und Begleitung aufgebaut. Weiterqualifizierungen wie Fachwirt für Vertrieb oder geprüfter Verkaufsleiter sind gängige Aufbauschritte.

Offene Stellen als Kundenberater Geschäftskunden

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