Mitarbeiter technischer Vertrieb
Mitarbeiter im technischen Vertrieb verkaufen erklärungsbedürftige Produkte wie Maschinen, Komponenten, Werkstoffe oder Anlagen und beraten Kunden dabei technisch. Die Rolle verbindet Produktwissen mit Angebotsarbeit und liegt je nach Stelle im Innendienst oder im Außendienst.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Mitarbeiter technischer Vertrieb verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.900 € | 3.400 € | 4.000 € | 40.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.700 € | 4.400 € | 5.300 € | 52.800 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.800 € | 5.700 € | 7.000 € | 68.400 € |
Der feste Anteil liegt im technischen Vertrieb hoch, meist bei 80 bis 90 Prozent; variable Bestandteile sind eher Bonus als echte Provision. Entscheidend sind Branche und Tarifbindung: In Betrieben mit dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie liegen die Werte deutlich über denen im technischen Großhandel, dazu kommen Unterschiede zwischen Innendienst und Außendienst sowie regionale Spreizung.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Mitarbeiter technischer Vertrieb?
Im technischen Vertrieb geht es um Produkte, die sich nicht aus dem Katalog heraus verkaufen: Pumpen, Antriebe, Sensorik, Werkzeuge, Kunststoffe, Steuerungstechnik, Prüfgeräte. Der Kunde ist selten ein Endverbraucher, sondern ein Konstrukteur, ein Einkäufer, ein Instandhalter oder ein Betriebsleiter. Entsprechend beginnt die Arbeit mit einer technischen Klärung: Welche Anforderung hat die Anwendung, welche Leistungsdaten sind nötig, passt eine Standardvariante oder braucht es eine Sonderausführung.
Daraus entsteht der eigentliche Vertriebsteil. Anfragen werden bewertet, Angebote kalkuliert, Liefertermine mit Fertigung und Einkauf abgestimmt, Nachfassgespräche geführt. Viele Stellen sind im Innendienst angesiedelt und arbeiten vom Schreibtisch aus mit Telefon, Mail und CRM, häufig als festes Gegenstück zu einem Außendienstkollegen mit gemeinsamem Gebiet. Andere Stellen sind reine Außendienstrollen mit Kundenbesuchen, Musterlieferungen und Anwendungstests vor Ort. Der Schwerpunkt liegt in der Regel auf der Betreuung und dem Ausbau bestehender Kunden; echte Kaltakquise kommt vor, ist aber selten der Hauptteil der Aufgabe.
Wie wird man Mitarbeiter technischer Vertrieb?
Es gibt zwei übliche Wege. Der erste führt über eine technische Ausbildung, etwa als Industriemechaniker, Elektroniker, Mechatroniker oder technischer Produktdesigner, mit anschließendem Wechsel in den Vertrieb des eigenen oder eines verwandten Betriebs. Der zweite führt über eine kaufmännische Ausbildung, meist Industriekaufmann oder Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement, und den Aufbau des Produktwissens im Job. Auch Absolventen von Maschinenbau-, Elektrotechnik- oder Wirtschaftsingenieurstudiengängen landen hier, häufig auf Stellen mit größerem Projektanteil.
Quereinstieg ist möglich und im Mittelstand verbreitet, vor allem für Menschen aus Handwerk und Montage, die die Produkte aus der Anwendung kennen. Wer aus einem völlig anderen Feld kommt, braucht Geduld: Die Einarbeitung in ein technisches Sortiment dauert oft sechs bis zwölf Monate, bevor Gespräche ohne Rückfrage bei Kollegen laufen.
Was der Beruf verlangt
Der Zieldruck ist in dieser Rolle meist moderater als im klassischen Neukundenvertrieb, aber vorhanden: Umsatz- und Margenziele pro Gebiet oder Kundengruppe sind Standard. Belastend ist eher die Taktung des Alltags. Anfragen laufen parallel ein, Kunden erwarten Angebote innerhalb weniger Tage, und wenn Liefertermine kippen, ist der Vertrieb der erste Ansprechpartner für Reklamationen. Zwischen Kundenwunsch und dem, was Fertigung oder Lieferant tatsächlich leisten können, steht diese Position dauerhaft in der Mitte.
Im Innendienst sind die Arbeitszeiten überwiegend geregelt, Wochenendarbeit ist unüblich. Im Außendienst kommen Reisezeiten dazu, in Flächengebieten mit Übernachtungen, sowie Messeeinsätze. Wer sich schwer damit tut, technische Zusammenhänge in einfache Sätze zu übersetzen, oder wer Dokumentation im CRM als Nebensache betrachtet, kommt in dieser Rolle nicht weit.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil und in der Industrie gut, weil Betriebe Leute brauchen, die Technik und Vertrieb gleichzeitig beherrschen; genau diese Kombination ist knapp. Die Fluktuation ist deutlich niedriger als in provisionsgetriebenen Verkaufsberufen. Entwicklungswege führen vom Innendienst in den Außendienst, weiter zum Key Account Management, in das Produktmanagement oder in die Leitung eines Vertriebsteams. Auch eine Spezialisierung auf eine Produktgruppe oder Branche ist üblich und wird in der Regel bezahlt.
Aufgaben
- technische Anfragen von Kunden klären und bewerten
- Angebote kalkulieren und nachverfolgen
- bestehende Kunden betreuen und Bedarf ausbauen
- Produkte und Anwendungen beim Kunden erklären
- Liefertermine mit Fertigung, Einkauf und Logistik abstimmen
- Reklamationen aufnehmen und mit der Technik lösen
- Kundendaten und Vorgänge im CRM pflegen
- auf Messen und bei Kundenveranstaltungen präsentieren
Voraussetzungen
- technische oder kaufmännische Ausbildung, alternativ technisches Studium
- Verständnis für technische Zeichnungen, Datenblätter und Leistungsdaten
- Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären
- sorgfältiges Arbeiten mit CRM- und ERP-Systemen
- Englischkenntnisse, wenn international geliefert wird
- Führerschein Klasse B bei Außendienstanteil
Wo man arbeitet
- Maschinen- und Anlagenbauer
- Zulieferer der Elektro- und Automobilindustrie
- technischer Großhandel
- Hersteller von Werkzeugen, Werkstoffen und Bauteilen
- Ingenieur- und Systemhäuser
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreieinhalbjährige technische oder eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Mechatroniker oder Industriekaufmann, mit anschließendem Einstieg in den Vertriebsinnendienst. Alternativ führt ein Bachelor in Maschinenbau, Elektrotechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen direkt in die Rolle. Berufsbegleitend sind der technische Fachwirt, der Technische Betriebswirt oder eine Weiterbildung zum Vertriebsfachwirt gängige Aufstiegsqualifikationen.
Offene Stellen als Mitarbeiter technischer Vertrieb
In der Suche fortsetzenMitarbeiter technischer Vertrieb in Markt Schwaben (m/w/d)
Mitarbeiter technischer Vertrieb in Lehrte (m/w/d)
Mitarbeiter technischer Vertrieb - Angebots- und Projektwesen (m/w/d)
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