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Vertriebsinnendienst

Mitarbeiter Vertriebsinnendienst

Mitarbeiter im Vertriebsinnendienst bearbeiten Anfragen, erstellen Angebote und begleiten Aufträge von der Bestellung bis zur Lieferung. Sie arbeiten vom Schreibtisch aus und halten den Kontakt zu Bestandskunden per Telefon und E-Mail.

51 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Mitarbeiter Vertriebsinnendienst verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.900 € 3.300 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.500 € 4.100 € 42.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.200 € 5.200 € 50.400 €

Im Innendienst besteht das Gehalt meist zu 85 bis 100 Prozent aus einem Festgehalt; variable Anteile sind, wenn vorhanden, klein und oft an Teamziele gekoppelt. Entscheidend sind Branche und Betriebsgröße: In der Metall- und Elektroindustrie oder der Chemie gelten Flächentarifverträge mit deutlich höheren Werten, im mittelständischen Handel wird frei und niedriger verhandelt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Mitarbeiter im Vertriebsinnendienst?

Der Vertriebsinnendienst ist die Stelle, an der Kundenanfragen ankommen und in verbindliche Angebote und Aufträge übersetzt werden. Ein typischer Tag beginnt mit dem Postfach: Anfragen nach Preisen und Lieferzeiten, Reklamationen, Nachbestellungen. Daraus entstehen Angebote, die im ERP-System kalkuliert werden, oft nach hinterlegten Preislisten und Rabattstaffeln, bei größeren Positionen in Rücksprache mit dem Außendienst oder der Vertriebsleitung. Danach folgt die Auftragsabwicklung: Auftrag anlegen, Verfügbarkeit prüfen, Liefertermin bestätigen, bei Verzögerungen den Kunden informieren, bevor er anruft.

Die Rolle arbeitet überwiegend nach innen und betreut Bestandskunden. Neukundengewinnung gehört in vielen Betrieben dazu, meist in Form von Nachfassen bei offenen Angeboten oder telefonischer Ansprache von Interessenten aus Messen und Anfragen. Ein zweiter Teil der Arbeit ist die Zusammenarbeit mit den eigenen Kollegen: dem Außendienst Termine vorbereiten, mit dem Lager Teillieferungen abstimmen, mit der Buchhaltung offene Posten klären, mit der Technik Sonderanfragen prüfen. Führungsaufgaben hat die Position in der Regel nicht; wer bleibt, wird oft Teamleiter Innendienst oder wechselt in den Außendienst.

Wie wird man Mitarbeiter im Vertriebsinnendienst?

Der klassische Weg ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann, Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement oder eine Ausbildung im technischen Handel. Danach folgt die Einarbeitung im Betrieb, die je nach Produktsortiment mehrere Monate dauert. Der Innendienst ist außerdem eine der wichtigsten Einstiegstüren für Quereinsteiger: Wer im Einzelhandel verkauft hat, aus der Gastronomie oder aus einem Handwerksberuf kommt, bringt Kundenumgang und oft Produktverständnis mit. Verlangt werden dann sicheres Deutsch in Schrift und Sprache, Rechnen und die Bereitschaft, sich in ERP- und CRM-Systeme einzuarbeiten. Im technischen Vertrieb ist ein handwerklicher oder technischer Hintergrund häufig mehr wert als ein kaufmännischer Abschluss.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist kleinteilig und unterbrochen. Telefon, Postfach und Kollegen fordern gleichzeitig Aufmerksamkeit, und wer nicht sortiert arbeitet, verliert Angebote und Termine. Fehler in Preisen, Mengen oder Lieferterminen fallen sofort auf und kosten Geld, deshalb ist Genauigkeit unter Zeitdruck die zentrale Anforderung. Reklamationen und verärgerte Kunden gehören zum Alltag, ohne dass man die Ursache selbst verschuldet hat.

Die Arbeitszeiten sind planbar, meist Servicezeiten zwischen sieben und achtzehn Uhr in Gleitzeit oder Schichten, Wochenendarbeit ist unüblich. Reisen fällt kaum an. Dafür sitzt man den ganzen Tag am Bildschirm. Zielvorgaben gibt es zunehmend auch im Innendienst, etwa Angebotserfolgsquoten oder Umsatz je betreutem Kundenkreis; der Druck ist jedoch geringer als im Außendienst. Zum Monats- und Quartalsende wird es spürbar hektisch.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil und breit, weil praktisch jeder Hersteller, Großhändler und technische Dienstleister einen Innendienst braucht. Routineaufgaben wie Standardangebote und Bestellerfassung werden zunehmend automatisiert, was den Anteil an Beratung, Kalkulation und Klärungsfällen erhöht. Entwicklungswege führen in den Außendienst, in die Key-Account-Betreuung, in den technischen Support oder in die Teamleitung. Wer sich auf ein Produktsegment, Exportabwicklung oder ein ERP-System spezialisiert, wird schwer ersetzbar.

Aufgaben

  • Kundenanfragen per Telefon und E-Mail beantworten
  • Angebote kalkulieren und schreiben, offene Angebote nachfassen
  • Aufträge im ERP-System erfassen und Liefertermine bestätigen
  • Bestandskunden telefonisch betreuen und Nachbestellungen auslösen
  • Reklamationen aufnehmen und mit Lager, Technik und Buchhaltung klären
  • Den Außendienst mit Auswertungen, Terminen und Unterlagen unterstützen
  • Kunden- und Angebotsdaten im CRM pflegen
  • Preislisten, Rabatte und Rahmenverträge anwenden

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder vergleichbare Praxiserfahrung im Verkauf
  • Sicheres Deutsch in Wort und Schrift, bei Exportkunden Englisch
  • Sorgfalt bei Preisen, Mengen und Terminen
  • Sicherer Umgang mit ERP-, CRM- und Tabellenprogrammen
  • Belastbarkeit bei Reklamationen und parallelen Anfragen
  • Bereitschaft zu überwiegender Bildschirmarbeit

Wo man arbeitet

  • Technischer Groß- und Fachhandel
  • Industrieunternehmen mit eigenem Vertrieb
  • Handwerks- und Baustoffhandel
  • Software- und Dienstleistungsunternehmen
  • Shared-Service-Center und Vertriebszentralen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Industriekaufmann, Kaufmann für Büromanagement oder Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement. Danach folgt eine betriebliche Einarbeitung von drei bis sechs Monaten in Sortiment und System. Quereinsteiger mit Verkaufs- oder Handwerkserfahrung werden häufig direkt eingestellt und intern geschult.

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